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Wolf im Wittelsbacher Land: Sorgen der Schafzüchter ernst nehmen

Kommentar Von Eva Weizenegger
22.02.2021

Plus Nachdem der Wolf bei Eurasburg unterwegs war und dort ein Reh gerissen hat, geht die Angst bei Schafzüchtern um. Auch Jäger sind skeptisch.

Der Wolf ist da. Noch hat er sich nicht gezeigt, aber es scheint ihm bei uns in der Region zu gefallen. Anfang Januar hat er an der Landkreisgrenze zwischen Freienried und Odelzhausen ein Reh gerissen, im Sommer war es ebenfalls ein Wolf, der sich über die Schafe eines Hollenbacher Landwirts hermachte, und Jäger im Eurasburger Forst vermuteten schon länger, dass sich dort der große Beutegreifer aufhält.

Einerseits freut es die Naturschützer, dass der Wolf hier wieder heimisch wird. Jäger und Landwirte sehen die Ankunft des Wolfs mit gemischten Gefühlen. Die Argumente, die sie ins Feld führen, überzeugen. Schließlich haben viele Verständnis dafür, dass es keinen Schafzüchter kalt lässt, wenn er ein gerissenes Tier in seiner Herde findet. Von den Folgen für die anderen Schafe einmal ganz abgesehen.

Den Wolf zum Abschuss freizugeben ist auch keine Lösung

Aber es ist auch naiv zu glauben, dass ein Herdenschutzhund ein Allheilmittel wäre. Er schreckt vielleicht den Wolf ab, doch es dauert eine längere Zeit, bis sich Hunde und Schafherde aneinander gewöhnen. Bleibt noch kurzerhand den Wolf zum Abschuss freizugeben. Wobei das auch keine Lösung ist.

Ein erster Schritt könnte sein, dass man Schafzüchtern schnell und unbürokratisch bei Schutzmaßnahmen hilft, sie unterstützt und ihre Sorgen ernst nimmt.

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