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Friedberg

26.12.2020

Wunschbaum: Wenn einsame alte Menschen sich Kuscheltiere wünschen

Knapp 180 Gaben hat Cristina Jäckle in diesem Jahr sammeln können. Von der hohen Spendenbereitschaft war die Friedbergerin begeistert.
Bild: Cristina Jäckle

Plus Cristina Jäckle stellte wieder einen Wunschbaum in Friedberg auf. Dieses Jahr gibt es mehr Spender als sonst - aber auch eine traurige Erkenntnis.

Dass alte Menschen in diesen Zeiten manchmal einsam sind, ist klar. Cristina Jäckle wurde nun aber das Ausmaß dieser Einsamkeit noch einmal deutlich vor Augen geführt. Denn die Friedbergerin, die wieder einen Wunschbaum für Senioren bei St. Jakob aufstellte, hat in diesem Jahr ungewöhnlich oft den Wunsch nach Kuscheltieren erhalten.

"Manchmal wollten die Senioren einfach nur Plüschtiere, aber es gab auch spezielle Wünsche wie Katzen oder Möpse", erzählt Jäckle. Beides habe sie erfüllen können. "Die Menschen haben offensichtlich ein besonderes Bedürfnis nach Nähe und Gesellschaft", deutet Jäckle die Wünsche. Diesen Eindruck bestätigt auch die Nachfrage nach Spieluhren, die man sich wie ein Mobile übers Bett hängen kann.

Friedberger Wunschbaum: Dieses Jahr nur materielle Geschenke

"Es ist schön und traurig zugleich", sagt Jäckle. Denn auf der einen Seite werde einem dann die Einsamkeit der älteren Menschen bewusst, auf der anderen Seite sei es so auch einfacher zu helfen. Ohnehin habe sie in diesem Jahr deutlich mehr die Bereitschaft zu geben gespürt. "Wir haben knapp 180 Wünsche am Wunschbaum hängen und jeden einzelnen konnten die Spender erfüllen", sagt die Friedbergerin. Dafür sei sie sehr dankbar.

Am Ende seien nur drei Gaben nicht angekommen, erzählt Jäckle. "Es fehlten noch eine Kuscheldecke, ein Kegelspiel für Senioren und ein Halstuch." Dafür hätten sich nach kaum einer Stunde schon mehrere Spender gemeldet, die direkt eingesprungen sind. Ohnehin seien die schon immer sehr großzügigen Friedberger und Friedbergerinnen heuer noch spendabler gewesen.

Friedberger Wunschbaum: Mehr Spender als sonst

Das waren sie auch bei einfachen Wünschen, die die Menschen hatten, zum Beispiel Duschgel und Obstkörbe. Ein Pluspunkt: "Das meiste wurde regional gekauft", sagt Jäckle, die die zahlreichen Geschenke in diesem Jahr auch nicht mehr im eigenen Keller lagern musste und sie in einem vom Aktivring bereitgestellten Haus ablegen konnte. "Auch dafür bin ich sehr dankbar."

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