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Karitativer Christkindlmarkt in Friedberg

18.01.2017

Zum Stabwechsel ein Spitzenergebnis

Stabwechsel beim Karitativen Christkindlmark (von links): Schwester Raffaela Händler, Eberhard Krug, Bürgermeister Roland Eichmann, Thomas Treffler, Ulrike Sasse-Feile. 
Bild: Otmar Selder

Eberhard Krug verabschiedet sich mit neuem Rekorderlös als Organisator. Beim Dankabend im Pallottiheim werden seine beiden Nachfolger vorgestellt.

Einen besseren Zeitpunkt hätte Eberhard Krug für seinen Schritt ins zweite Glied nicht wählen können. Nach 25 Jahren erfolgte der Stabwechsel für die Organisation des karitativen Christkindlmarktes mit dem höchsten bisher erzielten Ergebnis. Knapp 50 000 Euro wurden umgesetzt und insgesamt sind es über 900 000 Euro, die in den bisherigen 45 Märkten für „arme Menschen in der Welt“ direkt in die Einsatzgebiete der Pallottiner in Indien und der Benediktinerinnen in Tansania/Afrika weitergereicht werden konnten.

Krug hatte bereits bei der letzten Mitgliederversammlung des Verkehrsvereins seinen Rückzug angekündigt (wir berichteten). Er hatte die Aufgabe von seinem Vater Friedrich übernommen, der den Markt 1972 ins Leben gerufen hatte. „Erlös für arme Menschen“, lautete von der ersten Stunde an das Motto. Und es ging auch der Wunsch von Friedrich Krug, die Friedberger bei diesem Markt zusammenzubringen, in Erfüllung.

Nach wie vor stoßen neue Gruppen hinzu, die rund um St. Jakob ihre Waren für einen guten Zweck anbieten. „Sie sind alle Feuer und Flamme“, stellt Krug erfreut fest. Schulen, Jugendverbände, Kirchen, Vereine und Parteiorganisationen gehören dazu. Für sein Jahrzehntelanges Engagement erhielt Eberhard Krug die Silberdistel unserer Zeitung, die Stadt Friedberg ehrte ihn heuer mit der Goldenen Bürgermedaille.

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Beim Dankabend im Pallottiheim für die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer erstreckte sich der Beifall für Krug auch auf die Nachfolger Ulrike Sasse-Feile und Thomas Treffler. Krug, der als Vorsitzender des Fördervereins für karitative Aufgaben des Verkehrsvereins weiterhin Hilfestellung leistet, verabschiedete sich in herzlichen Worten ebenso wie Missionssekretär Bert Meyer, der sich nach Malawi in Afrika verdingt hat und sein Amt an seinen Nachfolger, Stadtpfarrer Pater Markus Hau, in diesem Jahre abgibt.

Die Feierstunde im Pallottiheim wurde durch die Anwesenheit von Schwester Raffaela Händler aufgewertet, die sich derzeit in Deutschland aufhält. Die Ärztin und Leiterin der ostafrikanischen Niederlassung der Benediktinerinnen in Ndanda in Tansania würdigte die „einmalige“ Aktionen Friedbergs mit einem herzlichen „asante“, wie „Dankeschön“ auf Swahili heißt. Sie berichtete aktuell von der Situation in der Provinz und den Ergebnissen, die mit den Spenden aus dem Christkindlmarkt und den Geldern aus den Mittelschul-Aktionen erreicht werden konnten. Auch Bruder Bert Meyer zeichnete für die vielen anwesenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Hilfen vor allem für junge Leute in Bangladore/Indien nach. Er selbst wird demnächst „Nachbar“ von den Benediktinerinnen in Tanzania, weil nur durch den Malawi-See getrennt.

Bei der Übergabe der Gelder durch Verkehrsvereins-Chef Daniel Götz und Schatzmeister Rainer Genswürger – 30000 Euro für die Indienmission der Pallottiner und 14000 Euro für die Afrikahilfe – dankte auch Bürgermeister Roland Eichmann für das Engagement. Er hatte für Eberhard Krug als auch für die Nachfolger Ulrike Sasse-Feile und Thomas Treffler kleine Geschenke parat. Rektor Alexander Holzbach lud anschließend zu einem gemeinsamen Essen im Pallottiheim ein.

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