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Mering

22.02.2021

Zwei Meringerinnen fertigen Armbänder mit Charme

Kristina Voss und Sabine Schischka aus Mering haben mit ihrem Label Charm Catch ihren Traum vom eigenen Perlenschmuck wahr gemacht.
Bild: Charm Catch

Plus Kristina Voss und Sabine Schischka haben mit ihrem Schmucklabel Charm Catch ihre Idee wahr werden lassen. Vom Küchentisch geht es nun hinaus in die weite Welt.

Charm Catch heißt das neue Schmucklabel, das Anfang 2020 in der Marktgemeinde geboren wurde. Die Idee dazu hatten zwei Mütter, die sich im Kinderhaus an der Schulstraße durch ihre Kinder kennengelernt hatten. "Beim Heimwerkern im Kindergarten merkten wir, dass wir beide mit Elan und Tatkraft bei der Sache sind und es lieben, kreative Ideen in die Tat umzusetzen", sagt Sabine Schischka.

Beide sind zugezogen und wohnen erst seit ein paar Jahren in Mering. Auf Anhieb verstanden sie sich und sind seitdem Freundinnen. Irgendwann entstand die gemeinsame Idee, Armbänder zu kreieren, die wandelbar sind und von denen man nie genug haben kann. "Wir wollten Schmuck herstellen, den man nach seinen Wünschen anpassen und wiederum vielseitig kombinieren kann. Ich denke, das ist uns mit unserem neuen Label ganz gut gelungen", erzählt Kristina Voss, die in Lettland geboren und in Salzburg aufgewachsen ist, in Wien studiert hat und lange Zeit als Eventmanagerin tätig war.

Zwei Meringerinnen machen sich mit Charm Catch selbstständig

Einen Hang zu Armbändern hat sie schon lange. Immer wenn die 32-Jährige im Urlaub war, hat sie sich Armbänder gekauft. Doch keines war so ganz nach ihrem Geschmack. "Deshalb wollte ich immer selbst Armbänder kreieren", sagt die Meringerin. Und dann ging alles Schlag auf Schlag. Vor einem Jahr hat sie ihren Job als Eventmanagerin an den Nagel gehängt und sprühte nur so vor Ideen für ihr neues Projekt. Ihr Arbeitsleben wollte sie ab sofort selbst in die Hand nehmen.

Mit ihrer Energie steckte sie ihre Freundin Sabine Schischka förmlich an. "Kristina ist eine der stärksten und talentiertesten Persönlichkeiten, die ich kenne. Sie weiß, was sie will und weiß, dass das auch gut ist. Ihr Sinn für Mode, Pflanzen, Interieur und Schönes ist unverwechselbar - das macht sie auch zu unserem Design-Guru bei Charm Catch. Sie hat nicht nur Visionen, sondern auch den nötigen Ehrgeiz, sie wahr werden zu lassen. Es vergeht kaum ein Treffen, an dem wir nicht zusammen an einem Projekt schmieden - als Freundinnen und als Geschäftspartner“, erzählt Schischka, die nach ihrem Studium der Linguistik in Düsseldorf nach München gezogen ist. Dort fasste sie zunächst als Journalistin Fuß. Seit sieben Jahren verwirklicht sie sich in Teilzeit als Content- und Community-Managerin bei einer Internet-Plattform. Sie lebt nach dem Motto "Stillstand ist Rückschritt" und ihre Motivation kennt keine Grenzen.

Powerfrauen aus Mering haben große Pläne

Der Name für das Label Charm Catch entstand bei einem geselligen Abend. Mit diesem Label wollten sie Modeschmuck kreieren, der sich von der breiten Masse abhebt, individualisierbar ist und verschiedenste Geschmäcker bedient. Weil jedes ihrer Armbänder einen Anhänger hat, wollen sie "den Charme damit einfangen".

Ursprünglich hatten die beiden Powerfrauen größere Pläne. Sie wollten einen eigenen Concept Store. Doch fehlende bezahlbare Gewerbeflächen in der Meringer Innenstadt und die Corona-Krise machten ihnen einen Strich durch die Rechnung. "Letztendlich Glück im Unglück, denn wegen der Schließung des Einzelhandels konnten wir uns auf den Aufbau eines Online-Geschäfts konzentrieren", sagt Sabine Schischka, die in Eigenregie gemeinsam mit ihrem Mann in zwei Wochen eine Website mit einem eigenen Shop hochgezogen hat. Die 35-Jährige kümmert sich seitdem eher um das Backoffice, ihre Geschäftspartnerin Kristina Voss ist CEO, Designchefin und Social-Media-Managerin bei Charm Catch.

Anfangs produzierten sie zu Hause am Küchentisch. Das Sortiment beschränkte sich auf einige wenige Modelle, die sie über Etsy und Facebook verkauft haben. Schnell war klar, dass das nicht reicht. Deshalb eröffneten sie im April 2020 ihren Online-Shop und konzentrierten sich darauf, über Social Media und kleinere Kooperationen in der Meringer Umgebung die Bekanntheit zu erhöhen.

Neben Armbändern sind Ohrringe und Ketten im Sortiment von Charm Catch

Und es funktionierte. Es kamen immer mehr Anfragen. Das Sortiment ist seitdem gewachsen, der Küchentisch wurde zu klein und Kristina Voss räumte einen Raum in ihrer Wohnung frei, der nun als Werkstatt dient. Die Produkte orientieren sich meistens an den Kundenwünschen. Neben den Armbändern kamen Ohrringe und dann Ketten dazu. Auch sie sind Unikate und werden mit viel Liebe zum Detail in Handarbeit hergestellt. Mittlerweile wird das Sortiment drei bis viermal im Jahr mit limitierten Popup-Kollektionen ergänzt. Seit dem 1. Februar ist die neue Rosé-Kollektion unter www.charmcatch.de online.

Und es wird schon fleißig an der Sommerkollektion gearbeitet, die von einem Strand- und Sommerurlaub träumen lässt. Aus ihrer anfänglichen Idee "ach, lass uns ein paar Armbänder machen" wurde also ein florierendes Geschäftsmodell. "Jetzt bringen wir die Begeisterung zu anderen", sagen die Geschäftsfrauen. Und sie überlegen schon, wie sie ihr Angebot noch sinnvoll erweitern könnten. Ob aus ihren Plänen für den Verkauf auf Ausstellungen, Märkten und Events heuer etwas wird, wissen sie noch nicht. Corona ist unberechenbar. Ihr größter Traum: ein kleiner, feiner stationärer Laden in Mering. Bislang haben sie leider noch nichts Passendes gefunden.

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