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Friedberg
25.02.2024

Erinnerung an die NS-Zeit: Pater Henkes würde auch heute nicht schweigen

Ein Gemälde von Beate Heinen zeigt den Pallottinerpater Richard Henkes.
Foto: Pallottiner Friedberg

Vor 79 Jahren starb der Pallottinerpater im KZ Dachau, weil er sich gegen die Nazis gestellt hatte.

Es ist wie eine Mahnung an unsere Zeit: Am 22. Februar 1945 ist Pater Richard Henkes, der 2019 seliggesprochen wurde, in der Typhusbaracke des KZ Dachau zu Tode gekommen. Er hat sich mit der Krankheit angesteckt, weil er seine Mitgefangenen begleiten wollte und sich daher in die Baracke einsperren ließ. Ein todesmutiger Schritt. Was könnten wir heute daraus lernen?

„Nachvollziehen kann man das nicht“, sagt der Henkes-Beauftragte der Pallottiner, Pater Alexander Holzbach. „Das war eine außergewöhnliche Situation, die sich Pater Henkes Jahre zuvor so auch nicht hätte vorstellen können.“ Wer sonst im Leben nie Mut gezeigt habe oder Liebe zu Menschen oder einer Sache, könne in einer solchen Herausforderung nicht über seinen Schatten springen. Pater Holzbach schlussfolgert daher: „Wir heute können aus diesem letzten Schritt von Pater Henkes höchstens lernen, uns selbst ehrlich zu fragen, ob wir sensibel sind für Verletzungen und Ungerechtigkeiten, die Menschen in unserer Umgebung durch Mitmenschen oder Systeme erfahren. Und wie wir darauf reagieren.“

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