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Merching
23.11.2022

In Merching dreht sich alles ums Bürgerwindrad

Auch in Merching soll ein Bürgerwindrad entstehen. Noch steht das Projekt am Anfang
Foto: Matthias Becker (Symbolbild)

Die Planung für das Bürgerwindrad in Merching stehen erst am Anfang. Aber schon jetzt stößt das Thema auf großes Interesse.

Mit der Informationsveranstaltung "Bürgerwind Merching" stellt ein Team um Thomas Rebitzer und Gerhard Bernhard mit Laura Rebitzer und Till Skudelny das mögliche Projekt vor. Einige Interessenten hatten sich bereits vorab registriert – das Interesse bei der ersten Informationsveranstaltung in Steinach war überwältigend – weit über Merchings Grenzen hinweg. Mit dabei waren neben Bürgermeister Helmut Luichtl auch zahlreiche Gemeinderäte aus den umliegenden Ortschaften sowie Jagdpächter Michael Schwarz.

"Auch das Team ist mit dem Projekt ganz am Anfang, wir werden nicht alles beantworten können, möchten aber alle Interessenten bereits jetzt einbeziehen, um gemeinsam dieses Projekt nach vorne zu bringen", machte Laura Rebitzer gleich zu Beginn deutlich. Sie selbst wirkt in dem Projekt als Informatikerin und Kommunikationsdesignerin mit und fungierte als Moderatorin des Abends.

Thomas Rebitzer brennt für das Bürgerwindrad

Ihr Vater, Thomas Rebitzer, der nicht nur in der Region für die Umsetzung der alternativen Energien bekannt ist, sondern auch vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt mit dem grünen Umweltengel ausgezeichnet wurde, brennt für das Bürgerwindrad. Seit 2014 stellt er für dieses Projekt die Weichen – die Gemeinde wies bereits vor Jahren eine 45 Hektar große sogenannte Konzentrationsfläche aus, das unweit der B2 Richtung Althegnenberg in Richtung Wald gelegen ist und an der es möglich wäre, das Projekt umzusetzen.

Mehr, so unterstrich Bürgermeister Helmut Luichtl, sei bislang noch nicht von Gemeindeseite entschieden. Der Eigentümer der Fläche, Gerhard Bernhard, Schreinermeister und Landwirt im Nebenerwerb, unterstützt die Überlegungen. 2015/16 war das Projekt aufgrund der 10H-Regel, aufgrund denkmalschutzrechtlicher Gründe und auch wegen Einwänden zum Vogelschutz vorübergehend nicht weiter verfolgt. Bundespolitische Entwicklungen und auch eine Kursänderung in Bayern sowie die Energiekrise gaben den Überlegungen im Sommer 2022 Aufwind.

Da die Genehmigungen für ein Windrad noch laufen, ist es noch nicht konkret, welcher Typ denn für das Gebiet in Merching möglich wäre. Sicher ist jedoch, dass es höher sein müsste, als das Windrad, das bei Mammendorf in Betrieb wäre. Doch wie hoch man bauen könnte, hängt auch davon ab, wie es aufgrund des Flugverkehrs mit Flughäfen in Augsburg, Erding und Lagerlechfeld möglich ist. Je höher und größer das Windrad sei, umso höher sei auch der Ertrag, stellten die Vortragenden dar. So wäre bei einem Typ E175 der Firma Enerco mit einer Höhe von 249 Metern und einem Durchmesser von 175 Metern 12 Millionen Kilowattstunden zu erwarten. Der Preis, den man für den generierten Strom erzielen würde, läge nach derzeitigem Stand nie unter 8,35ct/kWh. Ein Anschluss an das Stromnetz sei kein Problem, führte Thomas Rebitzer aus, möglich sei es auch, den Strom in absehbarer Zeit zu speichern und als lokalen Strom wieder den Bürgern in Merching zu einem günstigen Tarif anzubieten.

2024 könnte in Merching ein Windkraftanbieter beauftragt werden

Sollten die Genehmigungen gut laufen, könnte man bereits 2024 den Windkraftradanbieter beauftragen, 2025 wäre es wiederum möglich, mit dem Baubeginn zu starten und das Rad in Betrieb zu nehmen. Kurz ging das Team auch auf die Nachteile ein: Lärm und Schlagschatten seien natürlich vorhanden, aber gering einzuschätzen – eine unmittelbare Bebauung sei nicht vorhanden.

Es gab sehr viele positive Rückmeldungen, aber auch Bedenken: So sprach der Steindorfer Gemeinderat Albert Erhard die Lage des Windrades an. Merching selbst liegt ja im Vergleich zu Hofhegnenberg und Althegnenberg weiter entfernt. Sein Anliegen war, auch die Anlieger der kleinen Ortschaften miteinzubeziehen, damit man ein möglichst gutes Meinungsbild bekomme. Nachfragen gab es auch beim Infraschall, der Erhaltung der Biodiversität, der finanziellen Bürgerbeteiligung oder zu möglichen Veränderungen des Mikroklimas durch das Windkraftrad. Auch Bedenken, dass es nicht nur bei dem einen Windrad bleiben könne und dadurch die Landschaft verschandelt werde, wurde von einer Gegnerin laut. Ein Althegnenberger Gemeinderatsmitglied wies darauf hin, dass der Gesetzgeber künftig neben einer konkreten Ausweisung von Plätzen, auf welche die Gemeinde dann keinen Einfluss habe, auch auf die Abholzung von Wäldern setzen könne, Da sei es schon vernünftiger, selbst zu agieren, wenn man es könne. Susanne Drebes aus Hausen hakte zum Thema SF6 nach.

Dieses Treibhausgas wird momentan bei Windkraftanlagen verwendet – denn es ist ein perfekter Isolator in Schaltanlagen. Doch dies solle bei den neuen Enercon-Modellen nicht mehr verwendet werden, konnte Thomas Rebitzer Auskunft geben. Ein Plädoyer für das Windrad sprach eine Bürgerin aus Steinach. Sie hatte mit ihrer Familie und ihren Pferden und Hunden sieben Jahre lang in Brandenburg gelebt – etwa 700 Meter entfernt von einer Windkraftanlage. Technische Dinge könne sie nicht beurteilen, meinte sie, aber nie habe sie oder auch die Tiere in all den Jahren eine Beeinträchtigung durch das Windrad erlebt.

Weitere Infos unter www.buergerwind-merching.de oder am 26. November um 19 Uhr in Schmiechen, Schmiechachhalle.

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