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Mering
14.05.2022

Die Freibadsaison in Mering sieht nächstes Jahr düster aus

Walter Senftleben (links) und Erwin Süßmeir zeigen die Schäden im Becken.
Foto: Eva Weizenegger

Seit über 60 Jahren gibt es das Meringer Freibad. Doch die Beckenfolie ist so porös, dass nicht sicher ist, ob 2023 der Betrieb weitergeführt werden kann.

Die beiden Bademeister Walter Senftleben und Erwin Süßmeir blicken sorgenvoll ins große Becken des Meringer Freibads. "Hier mussten wir flicken und da drüben sind auch noch weitere Stellen zu sehen", sagen die beiden und zeigen auf die maroden Stellen der Beckenfolie. Weil das Bad, das seit 1957 an der Zettlerstraße in Mering besteht, in die Jahre gekommen ist, muss dringend über eine Sanierung nachgedacht werden. Dazu will der Marktgemeinderat in der Sitzung am Donnerstag, 19. Mai, nochmals beraten.

Die Corona-Auflagen sind aufgehoben

Vordringlichstes Problem sind die Schäden an der Beckenfolie. Im Laufe der Jahre gehen die Weichmacher zurück und damit wird das Material porös. Es sickert bereits Wasser durch. "Dieses Jahr können wir den Betrieb noch aufrechterhalten, aber für nächstes Jahr kann ich das nicht garantieren", sagt Bürgermeister Florian Mayer, der ebenfalls vor Ort im Freibad ist, um sich die Schäden nochmals anzuschauen.

Das Wasser glitzert schon verführerisch. Noch ist es ziemlich kalt, doch an diesem Samstag werden sich die ersten Badegäste in die Fluten stürzen. Auch die Frühschwimmer, die am Vormittag schon ihre Bahnen ziehen, lassen sich von den kühlen Temperaturen nicht abhalten. "Alle warten schon darauf, dass es wieder losgeht", sagt Walter Senftleben. Mit seinem Kollegen Erwin Süßmeir hat er bereits den Rasen gemäht, das Beach-Volleyballfeld ist hergerichtet und der Kioskbetreiber wartet darauf, seine Bude zu öffnen. Nach zwei Jahren unter Pandemiebedingungen kann heuer der Badebetrieb wieder vollkommen ohne Auflagen starten. Die Sprungtürme sind wieder geöffnet und es besteht keine Besucherbegrenzung mehr. "Wir sind froh, dass wir wieder unser altes Freibad zurückhaben", sind sich die beiden Bademeister einig.

Von einer Verlegung der beliebten Einrichtung in die Nähe des Schulzentrums halten sie nicht viel. "Dieser Standort ist zentrumsnah, wir haben hier eine große Grünfläche zur Verfügung und das Bad wird von den Meringerinnen und Meringern gut angenommen, auch ohne große Attraktionen."

UWG schlug Alternativstandort für das Meringer Bad vor

Bereits vor einigen Monaten kam die Diskussion auf, ob nicht das Bad in die Nähe des Schul- und Sportzentrums verlegt werden könnte. Die UWG schlug diesen Alternativstandort vor. Im Gegenzug könnten auf dem bisherigen Schwimmbadgelände dann Wohnungen entstehen. Diese Möglichkeit sollte von der Verwaltung untersucht werden. Die Sanierung der Beckenfolie wurde auf etwa 250.000 Euro geschätzt. Zudem ist noch nicht klar, welche Schäden im Verborgenen sind. Auch die Sanitäranlagen und Umkleiden seien veraltet.

Für Mayer steht nach wie vor fest: "Wenn wir ein neues Freibad bauen, können wir nicht gleichzeitig das alte betreiben." Auch sei bei den derzeitigen Preisen im Baugewerbe nicht abzusehen, wie hoch die finanzielle Belastung für die Kommune wäre. "Ich gebe zu bedenken, dass wir bereits einige Großprojekte haben, die unsere Bauverwaltung beanspruchen", so Mayer weiter.

Das Meringer Freibad kann heuer noch öffnen. Doch die Schäden an der Beckenfolie sind enorm.
Foto: Eva Weizenegger

Die Öffnungszeiten für das Freibad Mering

Noch können die Meringerinnen und Meringer ihr Freibad an der Zettlerstraße genießen. Das Bad öffnet am Samstag, 14. Mai, 10 Uhr. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Freitag von 10.45 bis 19.30 Uhr; Samstag, Sonntag und Feiertage von 10 bis 19.30 Uhr.

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