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Mering
02.04.2024

Offener Mittagstisch: "Gemeinsam schmeckt es einfach besser"

Viel Spaß im Ehrenamt hat das Kochteam von Susanne Weiß (rechts) mit ihren Kolleginnen (von links) Gabi Brendel, Irmgard Steininger und Renate Bamberg.
Foto: Heike John

Der offene Mittagstisch der St.-Johannes-Gemeinde in Mering findet großen Zuspruch bei Menschen, die gerne in geselliger Runde ihr Essen genießen. Und das seit 15 Jahren.

Die Einsamkeit ist ein wachsendes Problem in unserer Gesellschaft. In Mering hat man die Zeichen der Zeit schon früh erkannt, denn in der St.-Johannes-Gemeinde wurde bereits vor 15 Jahren ein offener Mittagstisch eingerichtet. Nicht nur Bedürftige nutzen das Angebot, sondern auch Menschen, die allein leben und die Gemeinschaft suchen.

Im März 2009 rief Initiatorin Susanne Weiß, Katechetin der evangelisch-lutherischen Landeskirche, dieses Projekt ins Leben. Zunächst wurde in der beengten Küche des alten Gemeindezentrums in St. Johannes auf einem Hockerkocher mit nur einem Topf gekocht. Eine uckermärkische Erbsensuppe mit Speck stand zur Premiere des offenen Mittagstischs auf der Speisekarte, als erstmals im Gemeindehaus ein kostengünstiges Essen angeboten wurde. Mit dem Umbau wichen die ehrenamtlichen Kochteams ins Papst-Johannes-Haus aus. Seit Herbst 2019 steht ihnen nun im neu errichteten Gemeindezentrum von St. Johannes eine geräumige, moderne Küche zur Verfügung.

Beim Einkauf legt das Organisationsteam in Mering Wert auf Nachhaltigkeit

Jede Woche ist ein vierköpfiges Team im Einsatz, um ein Menü zu bereiten. Beim Einkauf wird Wert auf Nachhaltigkeit gelegt und nach Möglichkeit werden regionale Produkte besorgt. Mit Irmgard Steininger und Renate Bamberg konnte Susanne Weiß ehemalige Lehrerkolleginnen aus der Grund- und Mittelschule Merching gewinnen. Ihnen macht es Spaß, einmal im Monat im Gemeindezentrum gemeinsam den Kochlöffel zu schwingen. Als Teamkollegin stieß vor einem halben Jahr Gabi Brendel dazu, die bis dato selbst Kundin beim Mittagstisch war. „Jedes Viererteam hat so seine Vorlieben, welche Gerichte zubereitet werden“, erklärt Susanne Weiß. Gegessen wird alles mit großem Appetit und die meisten Gäste treffen pünktlich zur Öffnung des Mittagstischs um 11.30 Uhr ein. 

So etwa Christine Garbade mit ihren Freundinnen und Freunden der langjährigen Bürgernetzwandergruppe, die im Gemeindezentrum eine große Tischrunde bildet. „Viele von uns sind alleinstehend und gemeinsam schmeckt es einfach besser“, sagt sie. Uns geht es in erster Linie ums Zusammensein, wir treffen uns jede Woche, und wenn einer nicht kommen kann, sagt er Bescheid. Wenn einer krank ist, wird nachgefragt“, erklärt sie. Auch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Gedächtnistrainings wählen den Mittagstisch als geselligen Abschluss ihrer Runde. Der offene Mittagstisch wird als sozialer Treffpunkt sehr geschätzt. Gerade Alleinstehende genießen es, in Gesellschaft ihr Mittagsmahl einzunehmen. So etwa Franz Müller aus Schmiechen, der sich freut, dass er dienstags nicht allein essen muss. „Mir schmeckt es hier ganz besonders, wenn es ein Fleischgericht gibt“, sagt er. 

Auch Helmut Hiller, der in den Räumen von St. Johannes Musikunterricht erteilt, stärkt sich gerne am geselligen Mittagstisch, bevor seine Schüler eintrudeln.
Foto: Heike John

35 bis 40 Essen werden jede Woche in Mering ausgegeben

Wer allein kommt, sucht sich einen freien Platz an einem der Tische, und schnell kommt man ins Gespräch. Diese Erfahrung machte Finnie Widmann, als sie Anfang März erstmals zum Mittagstisch kam. Rosa Waitzmann, die jede Woche zusammen mit Christel Anderle teilnimmt, rief sie gleich zu sich an den Tisch und seitdem wird der Platz für sie freigehalten. „Ich sehe genau, wenn jemand Neuer da ist“, erklärt Rosa Waitzmann. 35 bis 40 Essen werden jede Woche ausgegeben. „Es freut mich zu sehen, dass sich so viele verschiedene Menschen hier treffen und auch Alleinstehende gut Anschluss finden“, sagt Pfarrerin Carola Wagner. Auch sie kommt immer mal wieder zum Mittagstisch und nicht selten ergibt sich ein Gespräch. „Da kann es durchaus vorkommen, dass sich auch mal Menschen in problematischen Lebenslagen an mich wenden“, erklärt die Pfarrerin. Durch eine Ankündigung im Gemeindebrief las Peter Heuck vom Angebot des offenen Mittagstischs. Der Senior, der wegen der Nähe zu seinen Kindern im Herbst vergangenen Jahres nach Mering zog, freut sich, dass er in der Mittagsrunde schnell Anschluss fand. Begeistert vom Angebot sind auch Renate Simonis und Angelika Ratzek aus Kissing. „Wir lieben es, immer wieder andere Gesichter zu sehen“, sagen sie. „Und wo findet man sonst so eine günstige Möglichkeit, für 1,50 Euro zu essen und an den schön gedeckten Tischen auch noch Kaffee und Kuchen serviert zu bekommen?“ Wer es sich leisten kann, gibt gerne auch ein paar Euro mehr, sodass die Teams mehr oder weniger kostendeckend wirtschaften können.

Pfarrerin Carola Wagner, hier mit Renate Bamberg, schätzt das Angebot des offenen Mittagstischs in ihrer Kirchengemeinde.
Foto: Heike John

Der offene Mittagstisch ist immer noch nicht allen Menschen bekannt, vermutet Initiatorin Susanne Weiß. Denn bei der Seniorenumfrage der Marktgemeinde wurde von vielen Seiten der Wunsch nach einem Mittagstisch geäußert. „Dieses Angebot haben wir hier schon seit 15 Jahren einmal in der Woche.“ 

Der offene Mittagstisch wird im evangelischen Gemeindezentrum von St. Johannes in der Martin-Luther-Straße 1 dienstags von 11.30 bis 13 Uhr angeboten. Am Dienstag, 2. April, ist der offene Mittagstisch aufgrund des vorhergegangenen Feiertags jedoch geschlossen.

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