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Mering

08.03.2020

Die Jugend fährt bei der Kreismeisterschaft nach vorne

Breitbeinig zum Kreismeistertitel: Daniel Baumgartner von den Grubetfreunden war in Grasgehren diesmal nicht zu schlagen.
Bild: Reinhold Rummel

Anna-Sophie Sitzmann und Daniel Baumgartner holen sich die Titel bei der Kreismeisterschaft im Skigebiet Grasgehren. 2021 ist Mering dran.

Hochspannung war angekündigt und das Rennen – die 43. Kreismeisterschaft des Landkreises Aichach-Friedberg – im Skigebiet Grasgehren unter dem Riedberger Horn wurde dem gerecht. Dabei mussten sich die Vorjahressieger der nach vorne drängenden Jugend geschlagen geben.

Isabel Wiedholz und Ralph Bergmeier konnten ihre Titel nicht verteidigen. Während Wiedholz nach einem Torfehler im zweiten Durchgang disqualifiziert wurde, schaffte der Vizemeister der Aichacher Stadtmeister als Dritter zumindest den Sprung auf das Treppchen.

Der Nachwuchs trumpft beim Skifahren auf

Die Titel holte sich der Nachwuchs. Bei den Damen rechtfertigte die 16-jährige Anna-Sophie Sitzmann von den Grubetfreunden ihre Favoritenstellung. Sie preschte zweimal mit Laufbestzeit ins Ziel und sicherte sich mit der Gesamtzeit von 1:07,99 Minuten erstmals den Kreistitel im alpinen Riesentorlauf.

Vizemeisterin wurde Carina Bauch (Grubetfreunde, 1:09,17), die zuvor bereits Kreismeisterin im Telemark geworden war. Auf Platz drei folgte Hannah Burkhard (SC Aichach, 1:10,12). Die Meringerin Ute Kulzinger belegte den vierten Rang und sicherte sich damit die Meringer Marktmeisterschaft, denn diese Titelkämpfe wurden im Rahmen der Kreismeisterschaft ausgetragen.

Spannung bei den Herren

Nicht weniger spannend verliefen die beiden Läufe an der Waldstrecke in Grasgehren bei den Herren. Die ersten sieben lagen im Ziel weniger als eine Sekunde auseinander. Den schnellsten Ski unter den Stiefeln hatte der 19-jährige Daniel Baumgartner von den Grubetfreuden Aichach. In der Addition beider Läufe sicherte er sich in der Gesamtlaufzeit von 1:05,73 Minuten den Titel von seinem Klubkameraden Kilian Haberl (1:06,03). Dem gelang im zweiten Durchgang zwar die Tagesbestzeit (32,68), er hatte aber nach dem ersten Lauf schon über eine halbe Sekunde Rückstand. Dritter wurde Ralph Bergmeier (SC Aichach, 1:06,08) vor Benedikt Huber (Grubetfreunde, 1:06,11).

Die 16 Jahre alte Anna-Spohie Sitzmann von den Aichacher Grubetfreunden wurde ihrer Favoritenrolle absolut gerecht und durfte sich als neue Landkreismeisterin feiern lassen.
Bild: Reinhold Rummel

Telemark bleibt eine Aichacher Domäne

Der Telemark-Wettbewerb blieb wieder fest in den Händen der Grubetfreunde. Nach Carina Bauch, die in 44,82 Sekunden die Damen-Konkurrenz für sich entschied, verteidigte Altmeister Christian Oberhauser seinen Titel mit der Laufbestzeit von 38,05 Sekunden. Und bei den Snowboardern setzte sich Felix Aidelsburger (46,02) vor Daniel Baumgartner (47,61) durch.

Während der Winter im Flachland heuer nahezu ausfiel, wurden die Teilnehmer auf den Weg ins Skigebiet vom Winter überrascht. Am Fuße des Riedberger Horn hieß es zunächst, Schneeketten aufziehen, ehe man über die verschneite Passstraße ins Skigebiet kam. Die Skifans fanden ausgezeichnete Pulverschneeverhältnisse vor.

Immer wieder war das Pistenkommando im Einsatz – über Nacht hatte es in Grasgehren kräftig geschneit.
Bild: Reinhold Rummel

Die aber freuten Thomas Kugler vom Organisationsteam der Grubetfreunde nicht gerade. Er hatte dann mit seinen Mitstreitern die beschwerliche Aufgabe, den Schnee aus der Rennstrecke am Waldhang zu bringen. „Da haben dann alle aber prima mitgeholfen, sodass wir trotz des ständigen Schneefalls eine gute Piste hatten.“

Erfreulicherweise waren 120 Teilnehmer am Start, um die von Christian Oberhauser und Thomas Herb mit 20 Toren gesteckte Piste zu bewältigen. Kurz nach 10 Uhr eröffneten die Telemarker die Titelkämpfe auf der weichen Neuschneepiste.

Der Jüngste ist sechs, der älteste 84 Jahre alt

Im Ziel wurden die Fahrer von Moderator Herbert Greifenegger mit flotten Sprüchen begrüßt und konnten sich im Versorgungszelt stärken. Nach den Snowboardern folgten die Alpinen und der sechsjährige Meringer Jaako Maunu eröffnete den Wettbewerb. Selbst ein Salto nach einem Sturz konnte den Youngster auf dem Weg ins Ziel nicht stoppen.

Nicht nur bei den kleinsten Startern war die Stärkung im Ziel, die von den Organisatoren bereitgestellt wurde, hochwillkommen.
Bild: Reinhold Rummel


Er erhielt viel Applaus. Einmal mehr ließ es sich der 84-jährige Wolfgang Wilke vom SC Mering nicht nehmen, an den Titelkämpfen teilzunehmen. „Es macht einfach nach wie vor Spaß, und die Organisatoren leisten Enormes. Deshalb darf so eine Veranstaltung auch nicht wegfallen“, meinte er.

Alle helfen, den Schnee aus der Strecke zu bringen

Der Nachwuchs half dann auch, immer wieder den Neuschnee aus der Strecke zu schieben – sehr zur Freude von Thomas Kugler. „Mein Dank gilt allen, die zu dieser gelungenen Veranstaltung beigetragen haben.“

Der Rennleiter von den Grubetfreunden tauschte sich am Rande der Veranstaltung dann auch mit Birgit Rümmelein vom SC Aichach über die Zukunft der Kreismeisterschaft aus. Beide waren sich einig, „dass diese Veranstaltung fortgesetzt werden sollte.“ Deshalb setzt man nun auf den SC Mering, der im kommenden Winter für die Austragung vorgesehen ist. Die Vereinswertung sicherten sich einmal mehr die Grubetfreunde mit 412 Punkten vor dem SC Mering (347) und dem SC Aichach (57).

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