Fußball-Nachlese

08.04.2014

Ende einer Durststrecke

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Marcel Pietruska (beim Schuss) und Dejan Mijailovic wurden für ihren Eifer belohnt. Der TSV Friedberg beendete mit dem 3:2 in Gersthofen seine lange Negativserie.
Bild: Selder

Der TSV Friedberg siegt erstmals seit dem 6. Oktober wieder. Stätzling ist nun auf dem zweiten Platz. Auch Kissing gewinnt. Viele Tore in der Kreisklasse

Lange mussten die Anhänger des TSV Friedberg auf diesen Moment warten: Zum ersten Mal seit dem 6. Oktober, seit dem 2:0 gegen Oberweikertshofen, gingen die TSV-Kicker in der Landesliga Südwest wieder einmal als Sieger vom Platz. Mit 3:2 gewann die Elf von Trainer Reinhard Kindermann das Flutlichtspiel beim TSV Gersthofen. Zwar ist Friedberg immer noch Schlusslicht, doch für die Moral war der Erfolg eminent wichtig. „Wir hatten diesmal auch einmal das nötige Glück, und ob es ein gutes Spiel war oder nicht, das ist egal, es zählen nur die Punkte“, räumte Kindermann ein. Matchwinner war Manuel Hornung, der das 2:2 per Freistoß vorbereitete und das 3:2 kurz vor Schluss selbst erzielte. Eines aber ärgerte den Friedberger Trainer: „Das Foul von Kucjenic gegen Lehmann war glatt Rot und nicht nur Gelb.“ Ein Sonderlob hatte der TSV-Coach dann auch für seine beiden A-Jugendspieler Bora Kalkan und Florian Haug parat. „Die haben ihre Sache wirklich sehr gut gemacht“, so Kindermann, der nun hofft, dass sein Team auch einmal zu Hause „nachlegt.“ Gegen den SC Bubesheim wäre ein weiterer Dreier nämlich Gold wert. Allerdings hat der Friedberger Trainer zu Wochenbeginn wieder Verletzungssorgen: Nico Lehmann, Nino Kindermann und Admir Hajdarevic sind angeschlagen.

Es gibt Mannschaften, die liegen einem nicht – und der FC Memmingen II ist für den SV Mering eine solche Mannschaft. Dem MSV gelang wieder kein Sieg gegen die Allgäuer, ja am Ende hatte der MSV sogar Glück, dass Agustin Barbano in der 90. Minute das Tor zum 2:2-Endstand gelang. „Es war ein hervorragendes Spiel, aber wir schaffen es nicht, gegen die mal zu gewinnen“, so MSV-Trainer Günter Bayer. Im Endeffekt waren es Kleinigkeiten, Nuancen, ein bisschen nachlassende Konzentration, die den MSV um den möglichen Dreier brachten. „Letztlich musst du wegen des späten Tores froh sein um den Punkt, auch wenn es ein insgesamt gerechtes Resultat war“, meinte der Coach. Mering „zappelt“ so zwischen Platz drei und fünf, aber „wenn du wirklich an Platz zwei hinschmecken willst, dann musst du so ein Spiel auch mal gewinnen“, erklärte Bayer.

In der Bezirksliga Süd schmeckt der FC Stätzling nicht nur an den zweiten Platz hin, sondern das Team von Trainer Helmut Riedl kletterte nach dem 5:0 gegen den designierten Absteiger FC Kempten auf ebendiesen Rang. „Die erste Halbzeit war etwas zäh, aber nach dem 2:0 sind die Kemptener dann eingebrochen“, so Riedl, der auch betonte, dass sich der FCS da oben „wohlfühle“. Doch nun kämen die schweren Spiele, die Wochen der Wahrheit, die am Mittwoch mit der Partie gegen Germaringen beginnen. Germaringen, Bobingen, Wiggensbach und Schwaben sind die nächsten vier Gegner. „Wenn wir danach immer noch Zweiter sind, dann haben wir die reelle Chance auf die Aufstiegsrelegation“, erklärte Riedl. Auf etwas kuriose Art und Weise schied der Doppeltorschütze Loris Horn aus: Er verletzte sich beim Jubeln nach dem 2:0 leicht am Knie.

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Am Samstag wurde Sascha Mölders noch in der SGL-Arena gefeiert und bejubelt, schließlich hatte er mit seinem Tor entscheidenden Anteil am 1:0-Sieg des FC Augsburg gegen den großen FC Bayern. Klar, dass er sich auch am Sonntag als sportlicher Leiter auf der Tribüne des Kissinger SC kaum vor Gratulanten und Schulterklopfern retten konnte. Und wieder gab es einen 1:0-Sieg für sein Team, allerdings einen, der als Pflichtsieg eingestuft war. Hieß der Gegner doch Marktoberdorf und kam als abgeschlagenes Schlusslicht an die Paar. „Es ist in den Köpfen der Spieler drin, dass da der Letzte kommt, und das ist schwierig. Es war ein zähes Spiel, das wir aber verdient gewonnen haben“, meinte KSC-Trainer Sören Dreßler.

Hauptsache gewonnen – das sagten sich auch die Fans und verantwortlichen des SV Ottmaring nach dem 2:1 gegen den TSV Leitershofen. Dieser Sieg könnte ein Meilenstein auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Kreisliga Augsburg sein. Auch dem SVO bescherte ein spätes Tor den Dreier: Daniel Nowak traf in der 90. Minute zum 2:1 für die Platzherren. Leer gingen in des die Akteure des BC Rinnenthal aus – sie zogen in einem sogenannten „Sechs-Punkte-Spiel“ beim FC Affing II mit 0:1 den Kürzeren und verpassten es, sich weiter vom Relegationsplatz in der Kreisliga Ost abzusetzen. „Das war von uns ein Katastrophenspiel, die erste Halbzeit war das Schlechteste, was wir in diesem Jahr geboten haben“, ärgerte sich BCR-Trainer Jochen Frankl.

Marco Surauer wird neuer Trainer beim BCR

Apropos Trainer: Der BC Rinnenthal ist auf der Suche nach einem Nachfolger für Jochen Frankl fündig geworden – und zwar beim FC Affing. Ab Juli hat Marco Surauer, 30, als Spielertrainer das Sagen. „Er ist für uns eine Idealbesetzung, wir wollten für unsere junge Mannschaft einen Spielertrainer und ich denke, wir haben ihn mit Marco gefunden“, so Abteilungsleiter Stefan Holland.

In der Kreisklasse Augsburg-Mitte war ein Wochenende der klaren Ergebnisse, genauer der unerwartet klaren. Mit einem 8:1 gegen Öz Akdeniz hätten wohl auch die kühnsten Optimisten beim SV Wulfertshausen nicht gerechnet, und auch das 6:1 des FC Stätzling II gegen den TSV Firnhaberau hatten so wahrscheinlich die wenigsten auf dem Zettel. Dass das Derby zwischen den Sport-Freunden aus Bachern und den Sportfreunden Friedberg so eindeutig enden würde, auch das war überraschend. Mit 5:0 setzte sich die Truppe von Damir Mackovic in Bachern durch und der Sieg geht auch in dieser Höhe in Ordnung. Während die „Ostler“ ein bisschen Abstand zu den Abstiegsplätzen geschaffen haben, bleibt Bachern „unter dem Strich“. Ganz duster sieht es für den SV Mering II aus, denn nach dem 0:5 bei Hammerschmiede fehlen der Landesliga-Reserve nach wie vor sechs Punkte zum Nichtabstieg. Und auch der Kissinger SC II ging leer aus – 0:2 gegen Trenk.

Einen „gebrauchten Tag“ erwischten die drei Landkreisteams, die in der Kreisklasse Aichach zu finden sind. Sowohl Dasing als auch der TSV Friedberg II und Laimering/Rieden gaben die Punkte ab – besonders bitter war das 0:3 der Friedberger beim Tabellenvorletzten Sielenbach. Das Team von Marcus Specht versäumte es, sich fast entscheidend von den Abstiegsplätzen abzusetzen.

Nach oben schielt indes der SV Ried nach dem achten Sieg in Serie in der A-Klasse Aichach: Mit dem 2:0 in Obergriesbach festigte der SVR den zweiten Platz, der zum Aufstieg berechtigt. Für Aufsehen beim TSV Mühlhausen sorgte Neuzugang Tobias Skudlarek: Er schoss als Einwechselspieler beim 3:0 in Gundelsdorf zwei Tore – und die binnen acht Minuten und noch dazu beide aus mehr als 40 Metern Entfernung.

Und in der B-Klasse Aichach bleibt es beim Aufstiegs-Dreikampf zwischen Ecknach II, Rinnenthal II und Ottmaring II – alle drei gewannen ihre Spiele.

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