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Handball

22.01.2020

Kissing behält im Derby die Oberhand

Matthias Lang vom Kissinger SC (Mitte) im Zweikampf mit Dominik Schiechtl vom TSV Friedberg II. Der TSV ging am Ende leer aus.
Foto: kolbert-press

Trotz einer lange Zeit ansprechenden Vorstellung kehrt die Friedberger Zweite ohne Zähler zurück. Der Nachbar setzt sich in der Bezirksoberliga mit 28:25 durch.

In der Kissinger Paartalhalle stieg das Derby zwischen der Friedberger Zweiten und dem KSC in der Bezirksoberliga. Die junge Friedberger Handball-Mannschaft trotzte ihren Personalproblemen und zeigte eine engagierte Vorstellung.

Das Tempospiel aus der Defensive heraus funktionierte, Friedberg machte vorne viel Druck und ging nach dem 6:4 erstmals etwas deutlicher in Führung. Beim 11:8 nach 20 Minuten sah es aus so aus, als könnte der TSV seine gute erste Hälfte mit einem deutlichen Vorsprung abschließen. Aber der Kissinger SC, der in der Bezirksoberliga als Dritter weit vorne steht, schlug mit vier Toren am Stück zurück und holte sich die Führung. Bis zur Pause war die Begegnung jetzt offen, die Gäste aus Friedberg hatten schließlich mit dem 15:14 knapp die Nase vorn.

Das Derby bot enorm viel Leidenschaft und viel Spannung. Friedberg vermisste zwar mehrere Stammspieler, machte dies aber mit einer weiterhin guten Abwehr und viel Einsatz wett. Der KSC, der aufgrund von Verletzungspech ebenfalls nicht in Bestbesetzung antreten konnte, war bis zum 20:19 nach 48 Minuten knapp im Hintertreffen.

Doch jetzt ging dem TSV etwas die Puste aus. Die Fehler bei eigenem Ballbesitz häuften sich, Friedberg lud die Gastgeber mit leichten Ballverlusten zu Kontern ein. Binnen kurzer Zeit hatte der KSC so das Spiel gedreht und ging mit einer 22:20 Führung in die Schlussphase.

Friedberg fand nicht mehr zurück in das Derby. Vorne agierte man jetzt nicht konstant genug, Unkonzentriertheiten machten es dem Gegner oft zu leicht. Da halfen auch einige schön herausgespielte Tore nicht mehr, Kissing gewann das Derby am Ende mit 28:25.

Trainerin Sandy Mair sagte: „Insgesamt haben wir gegen den Dritten eine sehr gute Leistung geboten angesichts dessen, dass wir heute nur mit fünf Feldspielern aus dem Herren-Kader angetreten sind. Unsere A-Jugendlichen haben eine sehr gute Leistung geboten. Schade, dass wir uns letztlich nicht belohnt haben. Nächste Woche gegen Gersthofen müssen aber wieder zwei Punkte her.“ (gia)

Kissinger SC Leuprecht; Ußling; Bergner (2); Barth (3/1); Morbitzer; Schneider (2); Klüglich (1); Bieringer; Antonitsch (6/2); Lang (6/1); Zaja (4); Nolte (4); Krais

TSV Friedberg II Häselhoff; Zull; Herrmann; Maas (3); Wydra (3); Salopek (3); Link (2); Lugauer (1); Dorsch; Porterfield; Schmid (7/1); Schiechtl (6)

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