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Tennis

30.07.2020

Letzter Friedberg-Sieger gewinnt DTB-Turnierserie

Yannick Hanfmann siegte 2015 als ungesetzter Spieler in Friedberg. Der mittlerweile 28-Jährige gewann nun die DTB-Turnierserie.

Triumph für Yannick Hanfmann in Großhesselohe. 2015 triumphiert der heute 28-Jährige in der Herzogstadt

Er war am 16. August 2015 der letzte Sieger eines ITF-Challenge-Turniers auf der Anlage des TC Friedberg: Yannick Hanfmann. Der mittlerweile 28 Jahre alte Karlsruher – damals die Nummer 738, heute die Nummer 143 der ATP-Weltrangliste – setzte sich nun bei der DTB-Turnierserie im Finale in Großhesselohe gegen Oscar Otte aus Köln mit 7:5 und 2:1 durch. Otte musste aus Verletzungsgründen aufgeben.

Hanfmann hatte sich 2015 bei dem mit 10000 Dollar dotierten ITF-Turnier in Friedberg als Ungesetzter ins Finale gekämpft und dort gegen den an Position eins gesetzten Gavin van Peperzeel aus Australien mit 6:2 und 6:2 überraschend deutlich gewonnen. Auf dem Weg zum Turniersieg in Friedberg schlug Hanfmann unter anderem Kevin Krawietz im Halbfinale mit 4:6, 6:2, 6:4. Krawietz siegte damals mit Johannes Härteis in Friedberg in der Doppelkonkurrenz und gewann 2019 an der Seite von Andreas Mies sensationell die Doppelkonkurrenz bei den French Open – als erstes deutsches Doppel seit 1937.

Das Turnier im August 2015 war das letzte von zwölf ITF-Turnieren in der Herzogstadt, vor allem aus finanziellen Gründen kam seitdem kein internationales Tennisturnier mehr in Friedberg zustande. Da die ITF-Turniere mittlerweile bereits mit 15000 Dollar dotiert sind, wird es wohl auch keine Wiederbelebung dieses Events mehr geben. In den zwölf Turnierjahren sahen die Tennisfans in Friedberg auch eine ganze Reihe von Spielern, die später auf der ATP-Tour von sich reden machten. So stand Ernests Gulbis aus Lettland, der 2005 als Qualifikant das Turnier gewonnen hatte, 2014 auf Rang zehn der ATP-Weltrangliste. 2004 gewann der Kasache Evgeny Korolev als 16-Jähriger das erste Turnier – er ist der Cousin der früheren Tennisspielerin Anna Kournikova und stand später auf Platz 46 der ATP-Weltrangliste.

Einer der Friedberger Publikumslieblinge, Dustin Brown, sorgte ebenfalls auf der großen Tennisbühne für Aufsehen. Der Mann mit den langen Rastalocken kletterte bis auf Platz 64 der Weltrangliste und spielte in seiner Karriere knapp drei Millionen Dollar an Preisgeld ein. Dem einstigen Jamaikaner, der 2010 die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen und 2015 im deutschen Davis-Cup-Team debütiert hatte, gelang auf Rasen zweimal das Kunststück, den Weltranglistenersten Rafael Nadal zu besiegen: 2014 in Halle, 2015 in Wimbledon. (pkl)

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