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Fußball-Nachlese

27.04.2011

Liegt der Titel auf dem Silbertablett?

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Können Marvin Gaag (rechts) und der FC Stätzling den Sekt schon kalt stellen? Der Titel liegt laut Trainer Helmut Riedl zum Servieren bereit.
Bild: Foto: Otmar Selder

Alles spielte am Osterwochenende für den FC Stätzling, obwohl er selber patzte. Kissing ist wieder dran und auch der TSV Friedberg blickt hoffnungsfroh voraus

Stätzling/Kissing Der Osterhase meinte es besonders gut mit dem FC Stätzling – und das, obwohl die Truppe von Trainer „Bobby“ Riedl nur zu zwei Remis kam, also eigentlich patzte. Einen weiteren Zähler hat der Spitzenreiter der Kreisliga Ost zwischen sich und die Verfolger gelegt. Riedl plant zwar noch nicht mit der Bezirksliga, aber sagt: „Jetzt kriegen wir den Titel fast auf dem Silbertablett serviert. Wir müssen ihn bloß noch dort runternehmen.“ Dass sich die Verfolger so krass die Punkte gegenseitig abnehmen oder gar – wie der VfR Neuburg – gegen den BC Rinnenthal verlieren würden, hat doch sehr stark überrascht.

Sehr wichtig war der Stätzlinger Kraftakt in der zweiten Halbzeit, „da hat man gemerkt, dass die Jungs noch was bewegen wollten“, so Riedl. Denn die TSG Untermaxfeld nutzte clever ihre Chancen und lag mit 2:0 vorne. Nachdem auch noch Vahidin Vojic ausfiel, musste das FCS-Team aufgefüllt werden und da fehlte es etwas an der Harmonie. Das Restprogramm der Stätzlinger ist nicht besonders schlimm, im nächsten Heimspiel gegen Ecknach könnte laut Riedl schon alles klargemacht werden.

Zweiter Hauptprofiteur des Osterwochenendes ist der Kissinger SC. „Unverhofft kommt oft“, zitiert Abteilungsleiter Mario Borrelli eine bekannte Platitüde. Der dritte Sieg in Folge hat den Kreisligisten auf Platz fünf katapultiert, drei Punkte fehlen noch zum Relegationsplatz. Und auch das Kissinger Restprogramm ist nicht allzu schwer – ausgenommen für die ums Überleben kämpfenden Rinnenthaler und den BC Adelzhausen. Letztere werden laut Borrelli das Rennen um Platz zwei machen, der KSC bereitet sich ja schon auf die nächste Saison vor. Wiewohl: „Wenn wir noch hinkommen sollten, spiele ich gerne die Relegation.“ Noch dazu, weil sich die Last des Toreschießens inzwischen auf mehrere Schultern verteilt: Alex Vötter trifft regelmäßig, Jonas Gottwald immer öfter – und dann ist da noch Eddi Magherusan. Der 32-Jährige kam als Joker, machte eine überragende Partie, selbst einen Treffer und war bei den beiden anderen gegen Täfertingen beteiligt. „Es ist schön, wenn man mal etwas ohne Druck machen kann.“ Borrelli hält diese Situation für Trainer wie Kader aufrecht.

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Ebenfalls den dritten Sieg in Folge schaffte Bezirksligist TSV Friedberg und ist ebenfalls in Lauerstellung auf den Relegationsplatz gegangen. Zwar hat der SV Mering durch den glücklichen Sieg des Tabellenführers Ottobeuren über den SV Egg vier Punkte Vorsprung vor diesen und Türkspor Augsburg, aber dann folgen schon die Herzogstädter, die noch ein relativ leichtes Restprogramm haben. Bis auf Platz zwei will Trainer Reinhard Kindermann aber noch gar nicht hochschauen, „dafür sind wir in der Defensive zu eng bestückt“. In der Offensive wächst Ali Dabestani langsam wieder zu alter Stärke heran. „Wir haben uns gefangen, das ist das Wichtigste“, schmettert der Ex-Profi hehrere Ziele ab.

Sein Meringer Kollege Günter Bayer analysiert das Remis vom Pfingstsamstag gegen Türkspor Augsburg: „Wenn ich unter dem Strich die gesamten 90 Minuten betrachte, haben wir ein völlig korrektes Remis zweier sehr spielstarker Bezirksligateams gesehen.“ Die Türken waren ein Gegner, der läuferisch, taktisch und kämpferisch enorm gut auf die Meringer eingestellt war.

„Natürlich hätten wir nach dem 2:0 18 Minuten vor Spielende den Sieg nicht mehr aus der Hand geben dürfen. Darum waren die Spieler am Ende auch ein kleines bisschen enttäuscht.“ Aber man nehme es hin und blicke nach vorne. Und nicht nur das: Bayer ist sogar froh, dass Gegner wie Egg, Ottobeuren, Füssen und Germaringen auf den MSV warten. „Da können wir selber noch was bewegen, das sind Big Points.“

Auch in der Kreisklasse Augsburg 2 hat sich einiges bewegt an den Feiertagen. Das Spitzenduo Türk Bobingen/SV Ottmaring ist enger zusammengerückt, hat aber auch den Abstand zu den Verfolgern vergrößert. Stark in die Kritik geraten sind dabei die SF Friedberg. „Die verlieren ja ständig gegen hintere Mannschaften“, grollte so mancher Zuschauer in Ried. Sowohl gegen Langerringen wie auch in Großaitingen setzte es eine 0:2-Niederlage. Selbst die eigenen Fans wollten das nicht mehr mit ansehen. Klaus Böller war mit seinem Service am Samstag, die Bundesligatore und -ergebnisse per Mikrofon durchzugeben, interessanter als das Geschehen auf dem Grün. Und Abteilungsleiter Fritz Sedl war fast hilflos anzuschauen, wie er den Rasen flickte direkt im Anschluss an den Abpfiff.

Bitter ist das besonders für den SVR, der trotz seines Auswärtssiegs in der Hammerschmiede auf der Stelle tritt. Zu hoch und sehr bitter ist die Heimniederlage gegen Walkertshofen. „Jetzt müssen wir schon alle fünf Spiele noch gewinnen und selbst dann müssen die anderen Vereine noch für uns spielen“, sagt Trainer Andy Völk. Anständig die Saison zu Ende spielen, das sei jetzt angesagt.

Zwei Sixpacks und zwei Triple-Torschützen

Zweimal einen „Sixpack“ verteilte der Kissinger SC II in der B-Klasse Ost, einen gegen Ecknach II, den anderen gegen Täfertingen II. Und beide Male glänzten zwei Dreifach-Torschützen: Dennis Castro und Fabian Völk. Die Kissinger sind Spitzenreiter VfR Neuburg II wieder etwas nähergerückt dank des Rinnenthaler 3:0-Erfolgs über den Tabellenführer.

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