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Trampolinturnen

14.06.2019

Mädchen des TSV Friedberg wagen viel

Sie zeigten beim internationalen Wettkampf in Sörup gute Leistungen und konnten sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verbessern: Annika Arzberger, Tatjana Hesse und Phoenix Baumgardt (von links) vom TSV Friedberg.
Bild: Michael Baumgardt

Phoenix Baumgart springt in Sörup einen hervorragenden Vorkampf und leistet sich im Finale schließlich einen Patzer. Die Friedberger Mädchen schneiden aber besser ab als im letzten Jahr.

Beim Internationalen Pokalwettkampf in Sörup gingen die Friedberger Sprungakrobatinnen aufs Ganze und verbesserten sich enorm gegenüber dem Vorjahr.

Im hohen Norden Deutschlands liegt nahe der dänischen Grenze die Kleinstadt Sörup. Dort findet jedes Jahr einer der größten internationalen Trampolin-Pokalwettkämpfe Deutschlands statt. Dorthin hat es nun schon zum zweiten Mal ein Trampolinteam des TSV Friedberg hingezogen, um sich mit Topspringern aus Deutschland, den Niederlanden und England zu messen. Eine der weitesten Anfahrten von über 900 Kilometern und zehnstündiger Autofahrt hatte wohl das bayerische Team. Spartenleiter Michael Baumgardt machte sich mit den Trampolinturnerinnen Tatjana Hesse, Annika Arzberger und Phoenix Baumgardt und Betreuerin Amelie Riske auf den Weg nach Schleswig-Holstein. Die Friedberger scheuten sich nicht, sich diesem Wettkampf, der ein sehr hohes Leistungsniveau mit eminent starker Konkurrenz zu stellen. Dabei hatte sich die Delegation aus der bayerischen Herzogstadt auch selbstbewusst ein Ziel gesetzt: Man wollte das Vorjahresergebnis – damals landete man im Mittelfeld – verbessern.

Der Beste des Vorjahres fehlt

Dabei fehlte der beste Friedberger: Lukas Heißler. Der hatte im vergangenen Jahr bei diesem Bewerb den sechsten Platz belegt. Doch dem Friedberger Trio, das in diesem Jahr an den Start ging, gelang ein enormer Sprung in Richtung Finale und die drei verbesserten sich, was die Endergebnisse betrifft, doch beträchtlich. Tatjana Hesse (Jahrgang 2001, die 2018 im Finale auf Platz zehn gekommen war, steigerte sich im Feld der 35 Turnerinnen nun auf den achten Platz. Eine Verbesserung um 16 Plätze im Vergleich zum letzten Jahr schaffte Annika Arzberger (Jahrgang 2002), die sich am Ende auf dem 14. Platz wiederfand.

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Nach dem Vorkampf auf Platz zwei

Eine Sensation schaffte Phoenix Baumgardt (Jahrgang 2005). Sie legte einen hervorragenden Vorkampf aus Pflicht und Kür hin. Sie qualifizierte sich mit einer Flugzeit (Time of Flight) von 13,615 Sekunden und 84,040 Punkten als Zweite unter 78 Starterinnen für das Finale. Dort ging sie jedoch mit einer gewaltigen Höhe von sieben Metern ein zu hohes Sprungrisiko ein und setzte den achten Sprung ihrer zehnteiligen Übung daneben. Ein Fehler, der ihr schließlich „nur“ einen zehnten Rang im Endergebnis einbrachte. Dennoch verbesserte auch sie sich im Vergleich zum Auftritt im Jahr 2018 um 14 Plätze – damals war sie als 24. gelistet worden. Ihre Sprungleistung war sehr bemerkenswert, ihre Steigerung enorm – und sie war ganz nah dran an einem internationalen Pokalsieg. Der wäre sicher das Ziel ihrer Träume gewesen.

Nach dem doch erfolgreichen Auftritt im Einzel stand am nächsten Tag das Synchronspringen auf dem Programm. Da gelang es dem Friedberger Synchronpaar Tatjana Hesse und Annika Arzberger einen guten 14. Platz unter 28 Paaren herauszuholen. Ihre Synchronitätswertung für ihre sauberen Sprünge betrug 8,90, die Schwierigkeit der gezeigten Elemente hätte noch höher sein können. Wäre die um zwei Punkte höher gewesen, wäre auch ein Podestplatz möglich gewesen.

Als Mixed-Paar hätten sich Tatjana Hesse und Marc Kimmel auf internationalem Parkett präsentieren wollen, doch Marc Kimmel hatte die Reise nicht antreten können.

Auch die hochtalentierte, 14 Jahre alte Diana Raffler war nicht mit von der Partie: Sie hatte sich bei den bayerischen Meisterschaften in diesem Jahr einen Kreuzbandriss zugezogen und wird eine lange Zeit ausfallen.

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