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Aichach-Friedberg

09.06.2020

So groß ist der Andrang auf den heimischen Tennisplätzen

Großer Andrang herrscht auf den Tennisplätzen im Wittelsbacher Land nach der Corona-Zwangspause, so wie hier beim TC Friedberg. Es gibt allerdings einiges zu beachten.

Plus Die Tennisplätze sind nach der Corona-Zwangspause wieder geöffnet. Wie die Vereine mit der Situation umgehen, wer alles spielt und wie es jetzt weitergeht.

Erst cross, dann die Linie entlang. Dann kommen Volleys am Netz und schließlich noch Aufschläge. Jiri Zavadil, langjähriger Jugendleiter und Trainer beim TC Friedberg, ist wieder in seinem Element. Seit dem 25. Mai findet bei den Friedberger Tennisspielern nach der Corona-Pause wieder das reguläre Jugendtraining statt.

Patrick Link und Samuel Braun gehören zu den größten Talenten des Vereins. Zavadil beobachtet und gibt Tipps. „Eigentlich ist es jetzt wieder wie zuvor“, so Zavadil, der seine Kappe hebt und seine Sonnenbrille zurechtrückt, ehe er seinen Schützlingen die nächsten Aufgaben zuruft.

Schon am 11. Mai öffnete der TC Friedberg seine insgesamt 16 Plätze. Zavadil: „Mit dem Training haben wir noch gewartet. Wir haben mit einem großen Andrang gerechnet und wollten den Mitgliedern die Möglichkeit geben, erst einmal zu spielen.“ Mittlerweile herrscht wieder reger Betrieb auf der Anlage. Laut Zavadil, der am Donnerstag seinen 49. Geburtstag feierte, sind die Plätze vor allem zwischen 15 und 19 Uhr meist ausgebucht.

So groß ist der Andrang auf den heimischen Tennisplätzen

Die Plätze beim TC Friedberg sind gut gebucht

Dann tummeln sich alle Altersklassen auf dem roten Sand. Allerdings gibt es aufgrund der Hygienevorschriften einiges zu beachten. Duschen und Umkleiden dürfen nicht benutzt werden. Auch auf dem Platz gibt es Neuerungen. Die Spieler sollen sich nicht auf die Bänke setzen, sondern im Stehen pausieren. Auch die Platzanmeldung erfolgt nun online. Über eine App können Mitglieder sich einen Platz reservieren. Zavadil: „Dort, wo die Steckkarten waren, haben sich viele Leute versammelt. Das wollten wir vermeiden.“

Hinzu kommt, dass die Reservierungszeiten so liegen, dass die Spieler schon wieder den Platz verlassen haben, ehe das nächste Duo auf den Platz kommt. Zavadil freut sich, dass endlich wieder etwas los ist. „Im Jugendbereich haben wir jetzt sogar relativ viele Neuanmeldungen. Alle haben wieder Lust, Tennis zu spielen.“

Beim TC Friedberg darf seit 11. Mai wieder trainiert werden. Besonders freut sich Jugendleiter Jiri Zavadil, dass endlich wieder Betrieb ist.
Video: Sebastian Richly

Allerdings gibt es für die allermeisten Teams des TC in diesem Jahr keine Punktrunde. Zavadil: „Bei der Jugend ist es mit der Kontrolle fast unmöglich. Wir haben dann gesagt, dass wir auch bei den Erwachsenen nicht antreten.“ Lediglich zwei Herren-40-Teams und die Herren 50 spielen um Punkte. Der Fokus von Zavadil und Co. liegt auf den Turnieren. Die ersten Wettkämpfe finden bereits im Juni statt. Trainiert wird in diesem Jahr länger, wie Zavadil erklärt: „Die Jugendlichen haben die Möglichkeit, bis Ende der Sommerferien zu trainieren.“ Normalerweise ist Ende Juli Schluss.

In Kissing gibt es Freundschaftsspiele

Auch der Tennisplatz in Kissing wird seit dem 11. Mai wieder bespielt. Laut Hans Bley, Vorstandsmitglied des TC Kissing, ist in der Summe nicht mehr oder weniger los als zuvor. Was sich jedoch geändert hat, ist der Altersdurchschnitt. Während viele Kinder und Jugendliche in kleinen Gruppen bereits wieder trainieren, fehlen die Senioren auf dem Platz. „Manche wollen momentan nicht spielen oder kommen, da zum einen kein Doppel möglich ist, zum anderen im Clubheim nur die Toilette genutzt werden kann“, erklärt Bley. Was die Hygieneregeln angeht, habe der Bayerische Tennisverband (BTV) beim Herausarbeiten der Richtlinien gute Vorarbeit geleistet.

Obwohl wieder Tennis gespielt werden kann, bleibt laut Bley doch ein bitterer Nachgeschmack. Denn die kommende Saison wird es zwar geben, aber sie läuft ganz anders ab. Da viele Mannschaften Gebrauch von ihrem Rückzugsrecht machten, wird die neue Saison, die kommende Woche beginnt, nur eine Übergangssaison werden. Das heißt, es wird auch keine Aufsteiger oder Absteiger geben. Danach soll die nächste Saison einfach an die vergangene anschließen. Hans Bley ist trotzdem zuversichtlich: „Vielleicht können wir ja immerhin ein paar Freundschaftsspiele organisieren.“

TC Mering zieht seine Teilnahme zurück

Denselben Gedanken haben auch die Verantwortlichen des Tennis Clubs Mering. Die Teilnahme für die nächste Saison wurde zurückgezogen. „Unter den momentanen Bedingungen lohnt sich Wettkampftennis einfach nicht, da der Organisationsaufwand, wie die Fahrt zu den Gegnern mit mehreren Autos für nur ein Spiel, zu hoch ist“, sagt Markus Schieferdecker, Zweiter Vorstand beim TC Mering.

Dennoch hält das Leben wieder Einzug auf den Tennisplätzen. Obwohl in der ersten Woche nach Wiedereröffnung wegen des Regens noch wenig los war, kommen laut Schieferdecker inzwischen immer mehr Tennisbegeisterte. Dabei gäbe es keinen Unterschied in den Altersklassen, auch wenn das Doppel noch wegfallen muss. Zusätzlich zum erstellten Hygieneschutzkonzept hat der Verein ein Online-Platzbuchungssystem zum Schutz und zum Nachvollziehen der Infektionsketten eingeführt. Auch das Mannschaftstraining hat in Mering in der vergangenen Woche wieder begonnen.

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