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Fußball

26.05.2020

Trotz Corona: So bleiben die U19-Fußballerinnen des TSV Friedberg fit

Derzeit ruht der Ball bei den U19-Fußballerinnen des TSV Friedberg. Dennoch hat sich die Mannschaft etwas einfallen lassen, um in der Zwangspause fit zu bleiben.

Die weibliche A-Jugend des TSV darf nicht mit dem Ball trainieren. Deshalb greift das Team zu ungeliebten Methoden. Was dahinter steckt und was das Ziel ist.

Wie bleibt man in Kontakt und wie hält man sich zusammen fit, ohne sich zu sehen? Diese Frage kam bei den U19-Fußballerinnen des TSV Friedberg auf, als es Anfang der Coronazeit hieß: kein Training, keine Spiele, kein Fußball. Umso besser, dass im Internet immer mehr Menschen zeigten, wie ein Training zuhause aussehen könnte. Der Haken: Der körperliche Zustand sollte zumindest gehalten, wenn nicht verbessert werden.

Deshalb kam nur eines infrage: Das bei Hobbysportlern nicht unbedingt beliebte Laufen. Im Zwei-Wochen-Rhythmus stellten sich die Spielerinnen inklusive Trainer deshalb immer neuen Herausforderungen. Die erste: Als Gruppe die gleiche Kilometerzahl laufen, wie die Strecke vom Vereinsgelände bis Zürich beträgt, also etwa 280 Kilometer. Die Distanz konnten die Akteurinnen zu Fuß, mit Inlinern oder mit dem Fahrrad zurücklegen. Die Motivation war groß, so betrug das Kilometerkonto nach der ersten Woche schon über 280 Kilometer - Zürich war somit erreicht. Und da aufgrund der Ausgangsbeschränkungen weiterhin nicht an ein gemeinsames Training zu denken war, kam schnell der Ruf nach neuen Herausforderungen. Etappe zwei war demnach, den Weg von Zürich nach Venedig zurückzulegen. Auch diese 550 Kilometer schaffte die Mannschaft innerhalb von nur zwei Wochen. Nun, wiederum ein paar Tage später, befinden sich die Mädchen bei Kilometer 352. Und zwar auf dem Weg nach Wien. So sehr der Mannschaft diese Art von Training auch Spaß macht, sie freut sich jeden Tag mehr, wieder den federnden Rasen unter den Schuhen zu spüren.

TSV Friedberg: Auch männliche A-Jugend macht mit

Inspiriert von den TSV-Juniorinnen startete auch die männliche U19 des TSV Friedberg am Osterwochenende ihr Kilometerkonto. Die 25 Spieler sowie drei Trainer – Stefan Reisinger, Ralf Hanselmann und Markus Wittmann – konnten durch Laufen oder Radfahren ihre Beiträge leisten. Während die gelaufenen Kilometer einfach zählen, werden die mit dem Rad gefahrenen Kilometer durch drei geteilt. Somit ist der Aufwand in etwa gleichwertig. Nachdem die A-Jugend innerhalb der ersten drei Wochen die 1000-Kilometer-Marke knackte, peilen die Spieler nun die 10000 Kilometer bis zum Beginn der Sommerferien Ende Juli an. Im Vordergrund der Aktion steht, dass Spieler und Trainer Kontakt halten und gleichzeitig ihr Fitnesslevel halten können. Wichtig dabei ist den Trainern ebenso der Spaß an der Sache. Der eine oder andere lockere Spruch ist da erlaubt. Das fördere auch die Motivation der Spieler. Diese steigt auch mit zahlreichen Nachrichten in der teaminternen WhatsApp-Gruppe. Und das obwohl ein Großteil der Spieler mit den Abiturprüfungen beschäftigt ist. Jeder Tag wird abends abgerechnet und aufaddiert, in den nächsten Tagen dürften die Jugendlichen die 2500-Kilometer-Schallmauer durchbrechen.

Trainingsbetrieb beim TSV Friedberg noch nicht möglich

Auch die U19 des TSV sehnt sich unterdessen nach einem gemeinsamen Training. Daran ist aktuell nicht zu denken. Auch wenn es laut des Bayerischen Fußballverbandes möglich wäre, in Kleingruppen zu trainieren, die damit verbundenen Auflagen seien aus Sicht der Vereinsverantwortlichen nicht erfüllbar. Angesichts der aktuellen Situation werden die Jugendfußballer des TSV wohl noch einige Wochen an ihrem eigenen Fitnessprogramm festhalten müssen.

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