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Die Fichte im eigenen Garten: Standort, Steckbrief und Pflegetipps

Das Image von Fichten ist umstritten – im Garten sind sie jedoch eine Zier
Die Fichte zählt zu den häufigsten Waldbäumen der Republik. Der Nadelbaum kann aber auch ein Hingucker im eigenen Garten sein.
Foto: Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege

Die Fichte ist der häufigste Waldbaum in Deutschland, kann aber auch gut im eigenen Garten zur Geltung kommen. Wir haben einen Steckbrief und Pflegehinweise zur gemeinen Fichte für Sie.

Der Baum des Jahres 2017 ist eigentlich weniger in unseren Gärten denn in unseren heimischen Fluren beheimatet. Mit rund 26 Prozent Anteil an der deutschen Waldfläche ist die Gemeine Fichte der häufigste Waldbaum überhaupt, noch vor der Rotbuche und der Eiche. In Bayern ist gar beinahe jeder zweite Baum eine Fichte. Einerseits als „Brotbaum“ der Forstwirtschaft gefeiert, andererseits als Inbegriff naturferner Monokultur gehasst, ist der Nadler sicher nicht jedermanns Liebling. Dieser Baum polarisiert. Und ist eigentlich weniger bayerisch, als man denken möchte.

Ursprünglich ist der Baum eher in den Hochlagen der Mittelgebirge und in den Alpen beheimatet. Bayern bietet vielerorts keine optimalen Standorte für ihn: Zu starke klimatische Schwankungen oder für das Flachwurzelsystem ungeeignete Böden machen der Fichte hier das Leben schwer. Dennoch ist ihr Holz als gut bearbeitbares und kostengünstiges Baumaterial sehr gefragt, ihr Anbau daher noch immer lukrativ.

Fichtenarten: Welche Variante eignet sich für den Garten?

Doch da unser Magazin „Gartentipp“ und nicht etwa „Waldtipp“ heißt, stellt sich die Frage nach der Nutzbarkeit des Baumes im privaten Kleinod. Aufgrund ihrer enormen Höhe und der allgegenwärtigen Gefahr des Windbruchs findet man die Gemeine Fichte eher selten in Gärten vor, allenfalls in äußerst großen Anlagen und damit vorwiegend in ländlichen Gebieten. Doch wo ein Wille, da ein Weg: Spezielle Züchtungen eignen sich sehr gut für den Hausgarten, ja sogar für Pflanzgefäße. Beispiele sind etwa die Zuckerhutfichte oder die Sorten „Wills Zwerg“ oder „Rainbows End“, die eine Wuchshöhe von etwa zwei Metern erreichen. Es geht sogar noch kleiner: Die Kleine Kugelfichte, die Blaue Igelfichte oder die Zwergfichte „Sanders Blue“ bleiben in der Regel unter einem Meter und eignen sich daher vorzüglich für kleinere Hecken, zur Akzentuierung von Blumenbeeten oder als Alternative für Formschnittpflanzen wie Buchsbäumchen oder Koniferen. Auch Sorten mit ungewöhnlichem Wuchs wie die Schlangen-, Zapfen- oder Schleppenfichte kommen dann besonders gut zur Geltung, wenn sie an einem Einzelplatz stehen. Es soll an dieser Stelle aber nicht unerwähnt bleiben, dass kleinere Fichtenarten häufig auch abweichende Anforderungen vorweisen. Auskunft hierzu bietet der gut sortierte Fachhandel.

Fichtenzapfen.
Foto: sunnchicka, Fotolia

Die Fichte: Standort und Wachstum

Abgesehen von einem geeigneten Standort, der windgeschützt sein und vorzugsweise in Nordausrichtung liegen sollte, ist die Fichte sehr pflegeleicht. Die Gabe eines Pflanzsubstrats ist in der Regel unnötig, da der Baum mit relativ wenig Nährstoffen auskommt. Zur Anpflanzung zwischen Herbst- und Frühlingsanfang ist – wenn man beste Bedingungen bieten möchte – Rhododendrenerde zu bevorzugen. Aufgrund des flächigen, dichten Wurzelsystems ist unbedingt ein großzügiger Abstand zu Fassaden oder anderen baulichen Gegebenheiten einzuhalten. Schnell heben die Wurzeln Pflastersteine aus dem Bett oder verursachen andere Schäden bei ihrem unaufhaltsamen Wachstum.

Apropos Wachstum: Das erfolgt bei Fichten schnell und stetig. Von unseren heimischen Bäumen steht sie in diesem Punkt gar mit durchschnittlich 37 Zentimetern pro Jahr an erster Stelle, es gibt gar Aufzeichnungen von Forstbeamten, die unglaubliche 150 Zentimeter Längenzuwachs in einem Jahr bezeugten. Zum Vergleich: Eine Buche kommt gerade einmal auf acht Zentimeter pro Jahr. Ein Rückschnitt ist im Falle des Nadlers nur bedingt und nur mit größter Vorsicht möglich. Einmal verursachte Löcher wachsen nicht mehr zu, weshalb nicht allzu tief ins alte Holz geschnitten werden sollte.

Übrigens: Fichtenbäume sind neben Waldflächen und ausufernden Gartenanlagen bisweilen sogar in heimischen Wohnzimmern zu finden. Wie das? Geduld, Fingerspitzengefühl und die richtige Schnitttechnik machen’s möglich. Die japanische Bonsai-Kunst macht auch vor dem Nadler nicht Halt und wird im Herkunftsland seit Hunderten von Jahren darauf angewandt. Hierfür eignen sich besonders die Ajan-Fichte, die Blaufichte oder die Sachalin-Fichte. Echte Profis

bringen aber auch die Gemeine Fichte mit nur ein wenig Draht und einer scharfen Schere in schönste Formen. So wird aus einem Riesen ein Zwerg – und aus dem Gärtner Gulliver.

Fichten im eigenen Garten: Harmonie zwischen Laub- und Nadelhölzern

Als Antwort auf die akute Holznot im 18. und 19. Jahrhundert wurde der Fichtenbestand aufgrund seines schnellen Wachstums und seiner geraden Wuchsform in Deutschland massiv erhöht. Bundesweit wurde diese Form der Waldwirtschaft propagiert und forciert, sodass in vielen Regionen bald eine reine Nadelholzkultur vorherrschte. Gefundenes Fressen für Schädlinge wie den Borkenkäfer oder die Nonne, aber auch für auftretende Wetterextreme wie starke Stürme oder lang anhaltende Trockenperioden. Heute weiß man um die Fehler der Vergangenheit und versucht, daraus zu lernen. Die Zeiten von Fichtenreinbeständen sind bald vorbei, stattdessen stehen Laubhölzer und Nadelhölzer stark und harmonisch nebeneinander.

Steckbrief:

  • Name: Gemeine Fichte
  • Botanischer Name: Picea abies
  • Familie: Kieferngewächse (Pinaceae)
  • Unterfamilie: Piceoideae
  • Lebensraum: europaweit mit Ausnahme der
    Britischen Inseln und der Iberischen Halbinsel,
    auch in Asien beheimatet
  • Lebenserwartung: bis zu 300 Jahre
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Blütenfarbe: rotgelbe Kätzchen (männlich),
    purpurrote Zapfen (weiblich)
  • Wuchshöhe: bis zu 70 Meter
  • Boden: leichter bis mittelschwerer Boden mit
    ausreichend Feuchtigkeit
  • Pflegehinweis:
    bei gutem Standort und entsprechendem Boden
    sehr pflegeleicht
    Wuchshöhe und Aufwand im Falle des Fällens
    beachten!
    ggf. vor Fichtengallenlaus, Sitkafichtenlaus und
    Spinnmilben schützen
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