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Gartentipp: Die Rambler-Rose: Tipps zur Pflege und zum Schneiden

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Die Rambler-Rose: Tipps zur Pflege und zum Schneiden

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    Die Rambler-Rose bedarf vor allem im Winter besonderer Pflege. Hier erfahren Sie mehr zur Blütezeit und Pflege der Rose.
    Die Rambler-Rose bedarf vor allem im Winter besonderer Pflege. Hier erfahren Sie mehr zur Blütezeit und Pflege der Rose. Foto: Leserbild

    In Märchen geht es mitunter ja nicht gerade zimperlich zur Sache: Hexen werden verbrannt, Großmütter gefressen und holde Prinzessinnen mit giftigen Äpfeln verkostet. Weise Frauen werden da schnell mal zu garstigen Furien, wenn sie etwa nicht zur Taufe des Königstöchterleins eingeladen sind. Schwuppdiwupp ist ein bitterböser Fluch ausgesprochen, ein ganzes Königsreich in hundertjährigen Schlaf versetzt und ein wackerer Prinz in der Pflicht, die Suppe wieder auszulöffeln. Auf der anderen Seite gibt es sicherlich Schlimmeres, als ein stattliches Schloss, das bis zur Fahne auf dem Dach mit wunderschönen Kletterrosen bewachsen ist...

    In Wahrheit zählen Rambler-Rosen zu den eher jüngeren Züchtungen der Botaniker. Erst seit Anfang des 19. Jahrhunderts ranken sich die romantischen Schönheiten aus eigener Kraft bis zu zehn Meter in die Höhe, hüllen Gemäuer, Pergolen oder alte Bäume in ihr blühendes Kleid und verhelfen betagten Stämmen zu neuer Pracht. „Auch für einen Rundbogen eignen sich die Pflanzen ganz hervorragend“, schwärmt Anton Beck aus Ehekirchen. „Mit wenig Aufwand lässt sich so ein wunderbares Blütentor schaffen.“

    Blütezeit und Pflege der Rambler-Rose: Wann sollte man die Rose schneiden?

    In der Regel blühen Rambler-Rosen nur einmal im Jahr. Dafür verwandeln sie den Garten im Frühsommer in ein regelrechtes Blütenmeer, das über mehrere Wochen für staunende Augen und einen lieblichen Duft sorgt. „Einige Sorten können nach mehreren Standjahren sogar eine Nachblüte bis in den Spätsommer entwickeln“, sagt Anton Beck. Hierfür rät der 68-Jährige, die Triebe der Rosen nicht abzuschneiden, sodass sie Früchte, also Hagebutten, ansetzen. Bei Rambler-Rosen werden nur alte, zum Beispiel mehr als fünfjährige Triebe, im März unten am Bodenansatz herausgeschnitten. So treiben wieder junge Triebe nach, die reich blühen.

    Rambler-Rosen sind im Allgemeinen pflegeleicht, robust und gesund, wenn man einige Eigenheiten sowie die Bedürfnisse der Rosen beachtet. „Bereits beim Kauf sollte man unbedingt auf das ADR-Qualitätszeichen achten“ empfiehlt Hobbygärtner Anton Beck. Bei diesen Pflanzen handle es sich nämlich um besonders widerstandsfähige und wuchsfreudige Züchtungen. Um einen besonders kräftigen Auswuchs anzuregen, sollten alle Triebe der Rose vor dem Setzen bis auf eine Länge von etwa 40 Zentimeter zurückgeschnitten werden. Ist als Standort ein Platz direkt an einem Baum geplant, empfiehlt es sich, einen großen Kunststoffeimer ohne Boden ins Pflanzloch einzulassen, um die Wurzeln der Kletterrose bis zum Einwachsen gegen konkurrierende Baumwurzeln zu schützen. Den Weg ins Kronenäst findet die Pflanze in der Regel ganz von alleine.  Starthilfe kann ein lockerer Kokosstrick oder eine Leiter bieten. „Ist der Boden dann noch humusreich und pH-neutral, steht einem erfolgreichen Wachstum nichts mehr im Wege.“

    Rambler-Rosen im Winter: Worauf ist zu achten?

    Rosen können manchmal auch ganz schöne Diven sein: Bekommen sie nicht ihren Willen, ist es vorbei mit der Liebe – dann wird gezickt was das Zeug hält. Im Winter etwa sollte man tunlichst vermeiden, die Pflanzen mit Schnee von angrenzenden Wegen zu belasten. „Beim Schippen muss man aufpassen, dass der geräumte Schnee nicht auf den Rosenbeeten landet“, warnt Hobbygärtner Anton Beck. „Wenn der Schnee dann nämlich verdichtet, unterbindet er den Gasaustausch und fördert das Erfrieren der Rosen.“ Um möglichst lange Freude an seinen Blumen zu haben, muss man sie eben hegen und pflegen. Auch im Winter.

    Anton und Rita Beck aus Ehekirchen lieben ihren Garten. Seit das lebenslustige Ehepaar in Ruhestand ist, arbeiten die beiden täglich rund drei Stunden in ihrem grünen Paradies. Die Aufgaben sind dabei klar verteilt: „Ich bin für die Pflanzen und Blumen zuständig, während sich meine Frau um das Gemüse kümmert“, sagt der rüstige 68-Jährige mit einem Augenzwinkern. Dass er selbst einen grünen Daumen hat, erklärt sich bereits von Berufs wegen – als pensionierter Lehrer für Chemie und Biologie sind ihm die Vorgänge in der Natur freilich bestens bekannt. Und die Natur, die fühlt sich in seinem Traumgarten, der Pflanze, Wasser und Stein zueinander bringt, sichtlich wohl.

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