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Gartentipp: Gurken im Garten anbauen: Tipps zum Standort und zur Pflege

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Gurken im Garten anbauen: Tipps zum Standort und zur Pflege

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    Sie möchten Gurken in ihrem Garten anbauen? Wir verraten Ihnen den besten Standort für das Kürbisgewächs und haben außerdem Tipps zur Pflege für Sie.
    Sie möchten Gurken in ihrem Garten anbauen? Wir verraten Ihnen den besten Standort für das Kürbisgewächs und haben außerdem Tipps zur Pflege für Sie. Foto: Werg/ Fotolia

    Im Sommer sind sie ein Hochgenuss, und eigentlich dürfen sie in keinem anständigen Salat fehlen: Die Rede ist von Gurken. Zugehörig zu den Kürbisgewächsen, zählen die fleischigen Früchte  botanisch gesehen zu den Beeren. Klingt eigenartig – dem herzhaften Geschmack der wasserspeichernden Muntermacher tut das jedoch keinen Abbruch. Im Gegenteil: Seit etwa 9000 Jahren naschen Menschen gerne von der grünen Stange. Und bei den alten Griechen war sie so beliebt, dass sie gar bereits unter Glas gezüchtet wurde. Dabei ist das gar nicht so einfach...

    Grundsätzlich wird die Gurke in zwei Gruppen unterteilt – Freilandgurken und Gewächshausgurken. „Die Ausbeute bei letzteren ist deutlich größer und ertragreicher“, sagt Josef Bachmaier aus Großaitingen. Während Freilandgurken etwa drei bis fünf Früchte pro Pflanze tragen, kommen die Exemplare aus dem Treibhaus bei Profis auf bis zu 80. Aufgrund des heißeren und feuchteren Klimas sind Treibhausgurken jedoch auch anfälliger für die Welkekrankheit. „Die Pflanzen sind robuster, wenn sie auf dem Feigenblattkürbis veredelt werden“, erklärt der erfahrene Gartenexperte. „Der Kürbis bildet nämlich ein wesentlich größeres Wurzelwerk aus, sodass die Gurke besser mit Wasser und Nährstoffen versorgt wird.“

    Gurken im Garten anbauen: Tipps zur Pflege des Kürbisgewächses

    Wie fast alle Kürbissorten ranken Salatgurken, auch Schlangengurken genannt, sehr üppig aus. Bis zu acht Meter kann eine einzige Pflanze messen – vorausgesetzt, sie wird richtig gepflegt. Schnüre an der Dachkonstruktion des Gewächshauses dienen den Gurkenpflanzen als Rankhilfe. Alle Seitentriebe müssen kurz hinter der ersten Blüte abgeknipst werden. „Damit die Gurken nicht auf dem Boden aufliegen und verfaulen, werden bis etwa 80 Zentimeter Höhe die Seitentriebe ganz entfernt.“

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    Foto: Werg - Fotolia

    Viel Wasser und ein nährstoffreicher Boden sind wichtig, um geschmackvolle Schlangengurken zu bekommen. Staunässe hingegen bekommt den Pflanzen nicht, weshalb sie sich auf einem kleinen Erdhügel sehr wohl fühlen. Positiver Nebeneffekt: Die Gurkensämlinge können besser Adentivwurzeln ausbilden und sich so stabiler im Boden verankern. „Die Erde sollte man übrigens schon im Vorfeld gut mit Kompost und Hornspäne anreichern“, erklärt Josef Bachmaier. „Wenn der Boden gut vorbereitet ist, gibt sich die Gurkenpflanze während der Wachstumszeit mit etwas Brennnesseljauche, Schafsdung oder einem biologischen Flüssigdünger zufrieden.“

    Gurken im Garten ziehen: Der beste Standort fürs Gemüse

    Wenngleich es Gurken gerne warm haben und die Pflanzen im Freien einen vollsonnigen, windgeschützten Standort brauchen, sollte bei Gewächshäusern aus blankem Glas doch für etwas Schatten gesorgt sein. Um bittere Früchte bei der Ernte zu vermeiden, ist es von Vorteil, mit lauwarmem Wasser zu gießen. „So steht einem leckeren Salat nichts mehr im Wege.“  

    Gurken sind nicht nur lecker, sondern auch unheimlich gesund: Gegessen oder getrunken hilft das grüne Gemüse entwässernd und hilft sogar bei Nieren- und Herzbeschwerden. Zudem hat es einen entschlackenden Effekt, was sich positiv auf Darm, Nieren, Lungen und Haut auswirkt. Diabetiker freut’s: Gurken senken den Blutzuckerspiegel. Und selbst bei Wechseljahrbeschwerden sollen sie hilfreich sein. Wem die Frucht nicht schmeckt, kann sie sich auch aufs Gesicht legen: Gurken wirken nämlich gegen Hautkrankheiten aller Art – selbst gegen Brandwunden.

    Josef Bachmaier aus Großaitingen kam zum grünen Daumen, wie die Jungfrau zum Kinde. „Obwohl ich auf dem Land groß geworden bin, konnte ich mit Pflanzen früher wenig anfangen“, erzählt der gelernte Schreiner. Erst als er an einer chronischen Quecksilbervergiftung erkrankt und er sich zwangsläufig mit Naturheilkunde auseinandersetzen muss, erwacht die Leidenschaft in ihm.

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    Foto: Leserbild

    So stark, dass er in einer nahegelegenen Bio-Gärtnerei zu arbeiten beginnt, das Handwerk von der Pike auf lernt. Heute wächst im Bauerngarten des 45-Jährigen so ziemlich alles, was man in unseren Breiten anbauen kann. „Von Auberginen bis Zucchini versorgen wir uns weitgehend selbst.“ Auch mit Zuckermais. Der Tipp des Gartenprofis: „Ich pflanze verschiedene Sorten ineinander – dann sind nämlich nicht alle Früchte gleichzeitig reif.“

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