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Stieleiche: Blatt, Herkunft und lateinischer Name des Baumes

Stieleichen sind sensible Riesen, die einiges wegstecken
Die Stieleiche kennt man auch als deutsche Eiche. Der Baum kann sehr alt werden und das Holz wird beispielsweise beim Möbelbau verwendet.
Foto: Alexander Kaya

Die Stieleiche wird auch deutsche Eiche genannt. Wir verraten Ihnen wie das Blatt der Stieleiche aussieht, die Herkunft des Baums und den lateinischen Namen.

Sie ist der Inbegriff eines Baumes. Fest, unnachgiebig, knorrig, imposant: Die Rede ist natürlich von der Stieleiche, auch Sommer- oder Deutsche Eiche genannt. Unter ihr wurde – wie auch unter Linden, was wir Ihnen bereits auf Seite 10 verraten haben – Gericht gehalten, Frieden geschlossen oder auch Widerstand bezeugt. Sie ziert Wappen, gilt als deutscher Nationalbaum und lieferte zu Zeiten des Römischen Reiches Laub für die Insignie kaiserlicher Macht, die Bürgerkrone in Form eines Eichenkranzes. Im Altertum galten die Kolosse gar als heilig und waren eng mit den Himmelsgöttern verbunden, vermutlich weil sie im Volksglauben angeblich besonders häufig vom Blitz getroffen werden (ein Gerücht, das wissenschaftlichen Studien jedoch nicht standhält).

Stieleiche: Herkunft und Geschichte des Baumes

Ja, die Eiche ist in der Tat ein echter Vorzeigebaumes. Bis zu 60 Meter ragt der Gigant in den Himmel, nur wenige Waldbewohner können sich in unseren Breiten einer solchen Größe rühmen. 1000 Jahre alte Exemplare sind keine Seltenheit, mancher Vertreter soll es gar auf stolze 1400 Jahre gebracht haben. Ein immenser Zeitraum, in welchem unsere Eiche so einiges erlebt haben dürfte. Das Nutzungsalter jedoch liegt bei zwischen 200 und 300 Jahren – dann ist das Höhenwachstum in der Regel abgeschlossen, das Bäumlein dem zarten Teenageralter entwachsen.

Deutsche Eiche: Standort, Blatt und Rückschnitt

In heimischen Gärten findet man Eichen vor allem in ländlichen Gebieten, die typischerweise mit größeren Grundstücken aufwarten; denn eines benötigt der Besitzer einer Stileiche auf jeden Fall: Platz, Platz und noch mehr Platz. Denn während das Streben in die Höhe nach einigen hundert Jahren abgeschlossen ist, hält der Dickenwachstum ungebrochen an. Stammdurchmesser von bis zu drei Metern zeugen von seiner Standhaftigkeit, die auch der tiefreichenden, kräftigen Pfahlwurzel zu verdanken ist. Das Blatt der Stieleiche ist gebuchtet und hat im Durchschnitt vier bis sieben rundliche Lappen, die höchstens bis zur Hälfte des Blattes reichen. Nein, Sturm braucht die Eiche wirklich nicht zu fürchten. Doch so heroisch unser Riese auch wirken mag, im Inneren ist er doch ein kleines Sensibelchen: Zu den sogenannten Lichtbaumarten zählend, benötigt die Stieleiche zum Gedeihen ein Maximum an Sonneneinstrahlung. Nimmt man ihr das Licht, verkümmert sie kläglich. Wer hätte gedacht, dass der König unter den Bäumen als Heranwachsender von Gleichaltrigen schikaniert werden könnte? Genau das ist aber der Fall. Besonders Rotbuchen erweisen sich als echte Rowdies, die der armen Eiche durch ihr dichtes Laubwerk das Leben schwer machen.

Erhält die Stieleiche jedoch ausreichend Licht, dankt sie es ihrem Besitzer mit zügigem Wachstum und geringen Ansprüchen. Selbst stehendes Wasser, auf das viele andere Pflanzen mit Wurzelfäule reagieren, kümmert den Baum wenig, weshalb er ideal als dekoratives Ufergewächs am Rande eines Baches oder eines Teiches geeignet ist. Wichtig hierbei ist nur, dass das Grundwasser im Pflanzbereich keinen großen Schwankungen unterliegt, da die Stieleiche sonst an Wipfeldürre erkrankt. Ein Rückschnitt erfolgt während der winterlichen Saftruhe an einem frostfreien Tag, vorzugsweise also im Spätherbst. Durch das Auslichten der Krone sowie dem Entfernen dürrer Äste oder beschädigter Triebe bleibt die Eiche bei bester Gesundheit. Achten Sie jedoch auf eine angeschrägte Schnittführung.

Stieleichen als Zuhause für Insekten: Symbiose mit Pilzen

Stieleichen sind übrigens nicht nur bei uns Menschen beliebt, auch Insekten und Pilze sind große Fans der sanften Riesen. Bis zu 1000 verschiedene Insektenarten lassen sich in den üppigen Kronen betagter Exemplare finden, die Nährstoffversorgung sichert der Baum durch Symbiose mit speziellen Pilzen, denen er im Gegenzug Kohlenhydrate und Zucker liefert. Die Eicheln sind ein beliebtes Mal für Nagetiere, Rotwild und Wildschweine. Für uns sind die Früchte hingegen ungenießbar, wenngleich sie in Notzeiten als Kaffee-Ersatz sowie zur Brotzubereitung Verwendung fanden. Wohl bekomm’s!

Das Holz der Stieleiche: Einsatz im Möbel- und Schiffsbau

Das Holz der Eiche ist im Handwerk sehr gefragt. Grund: Es übertrifft in Sachen Festigkeit und Dauerhaftigkeit alle anderen europäischen Hölzer. Dennoch ist das Schwergewicht, das pro Kubikmeter bis zu 1400 Kilogramm und damit rund dreimal so viel wie das gleiche Raummaß Fichte auf die Waage bringt, gut bearbeitbar. Das Einsatzgebiet der Eiche reicht vom Möbel- bis zum Schiffsbau. Besonders gefragt ist sie in allen Bereichen mit hoher Belastung, etwa als Eisenbahnschwelle, Weinfass oder Fachwerkkonstruktion. Übrigens: Gerade im Kunsthandwerk oder bei Bodenbelägen fällt zuweilen der Begriff „Mooreiche“. Hierbei handelt es sich nicht etwa um eine eigenständige Baumart. Vielmehr ist dieser Begriff im Wortsinn zu verstehen: Er bezeichnet das Holz der Stieleiche, das über einen langen Zeitraum, in der Regel zwischen 500 und 8500 Jahre, auf Moorboden, in Sümpfen oder an Flussufern gelegen hat. Durch die feuchte Lagerung saugt sich das Material mit Wasser voll, wird schwer und beinahe schwarz. Mooreiche ist entsprechend rar und teuer: Im unterfränkischen Unsleben schlug vor einigen Jahren ein 14,5 Meter langer, rund 90 Zentimeter starker Stamm für satte 18.000 Euro zu Buche.

Steckbrief:

  • Name: Stieleiche
  • Botanischer Name: Quercus robur
  • Familie: Buchengewächse (Fagaceae)
  • Gattung: Eichen (Quercus)
  • Lebensraum: europaweit
  • Lebenserwartung: bis zu 1400 Jahre
  • Blütezeit: April bis Mai
  • Blütenfarbe: gelblich-grün
  • Wuchshöhe: bis zu 60 Meter
  • Boden: mineralhaltige, lehmige bis tonige Erde mit schwach saurem bis alkalischen pH-Wert

Pflegehinweis:

  • auf ausreichend Platz achten!
  • junge Bäume ausreichend gießen, auch und vor allem in schneearmen Wintern (Kahlfrost)
  • regelmäßig ausschneiden und ausputzen
  • gezielte Förderung von Nützlingen, um Schädlinge, wie den Eichenwickler zu vermeiden (bspw. durchVogelnistkästen)
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