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Plastikmüll

12.11.2019

Frosta verpackt Tiefkühlprodukte in Papier statt in Plastik

Frosta verpackt seine Produkte künftig in Papierbeuteln, das hat auch Auswirkungen auf die Optik.
Foto: Frosta

Um weniger Plastikmüll zu produzieren, setzt Frosta künftig auf Papierverpackungen für seine Tiefkühlprodukte. Das hat aber auch Nachteile für das Unternehmen.

Plastikverpackungen beim Einkaufen zu meiden, ist gar nicht so einfach. Nahezu alle Produkte, die sich im Supermarkt finden, tragen eine Hülle - meist aus Plastik. Es ist günstig und flexibel einsetzbar, doch wird zunehmend zum Problem für die Umwelt.

Frosta setzt bei Verpackungen auf Papier statt Plastik

Lebensmittelhersteller Frosta will mit einem neu entwickelten Papier nun Plastikverpackungen aus den Regalen, besser gesagt den Tiefkühltruhen, verbannen. Wie das Unternehmen auf seiner eigenen Homepage ankündigt, sollen bis Ende 2020 sukzessive alle Produkte plastikfrei verpackt werden. Das Papier sei ungebleicht und ungestrichen und komme ohne Plastikbeschichtung aus, wie sie in der Regel bei Pappschalen verwendet werde, heißt es von Frosta.

Ein über Jahre ausgetüfteltes, "physikalisches Verfahren" ermögliche die Nutzung des Papiers zur Verpackung ohne dass Fett oder Feuchtigkeit austreten könnten, viel mehr Details verrät das Unternehmen nicht über die Besonderheit des Materials. Die Beutel seien aber besonders leicht zu recyclen und könnten im Altpapier entsorgt werden, verspricht der Hersteller.

Durch Papierverpackungen will Frosta 40 Millionen Plastiktüten einsparen

Durch die Umstellung auf Papierverpackungen ließen sich insgesamt 40 Millionen Plastiktüten einsparen, heißt es von Frosta. Umweltverbände bewerten die Neuerung als grundsätzlich positiv, auch wenn die Nutzung von Papier nicht zwangsläufig umweltfreundlicher sei. „Der bei diesem Produkt eingesetzte Zellstoff ist jedoch ein Fortschritt, weil er sehr gut wiederverwertbar ist“, sagte Daniel Müsgens, der beim WWF die Nutzung von Holz und Papier beurteilt, der Welt.

Für die Neuentwicklung hat das Unternehmen rund zwei Millionen Euro investiert. Es gibt aber auch Nachteile, wie Frosta-Chef Felix Ahlers einräumt: "Natürlich wird sich unsere Optik verändern und die Fotos sind nicht mehr so brilliant wie auf dem aktuellen Beutel." (AZ)

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