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Hitze

05.06.2019

Heißes Auto: Lassen Sie Ihren Hund nicht alleine im Auto

Einen Hund sollte man bei warmen Temperaturen nicht im Auto zurücklassen.
Bild: Markus Scholz, dpa (Symbol)

Wer seinen Hund bei heißen Temperaturen im Auto zurücklässt, spielt mit dem Leben des Vierbeiners. Was Hundehalter wissen sollten.

Der Fall sorgte im April bundesweit für Entsetzen: Ein Mann in Jülich ( Nordrhein-Westfalen) hatte seinen Hund im warmen Auto zurückgelassen – woraufhin das Tier starb. Besonders perfide: Im Auto lag ein Zettel mit dem Text: "An alle Neugierigen! Es sitzt ein Hund im Auto, ich weiß das und es geht ihm gut! Jetzt kümmern Sie sich um ihre Sachen und mischen Sie sich nicht in Dinge, die Sie nichts angehen!"

Ein besorgter Zeuge rief trotzdem die Polizei. Doch jede Hilfe kam zu spät: Der Hund war zur Mittagszeit stundenlang bei 25 Grad Außentemperatur und geschlossenen Scheiben im Wagen eingesperrt gewesen. Das überlebte er nicht.

Immer wieder sorgen Fälle wie der in Jülich für Diskussionen. Vor allem eine Frage beschäftigt Hundebesitzer: Ab welcher Temperatur wird es gefährlich, einen Hund im Auto zurückzulassen? Sind 20 Grad noch okay - oder gar 25 Grad möglich?

Hund im heißen Auto: Ab welcher Temperatur wird es gefährlich?

Für die Polizei lässt sich die Frage ziemlich genau beantworten: "Es reichen schon wenige Minuten ab zirka 20 Grad Celsius in einem verschlossenen  Auto in praller Sonne, um den Hund in eine lebensbedrohliche Situation zu bringen", teilte beispielsweise das Präsidium Osthessen mit.

Die Gefahr sei, dass Hunde und Katzen nicht schwitzen. Stattdessen regulieren sie den Wärmeaustausch über Hecheln. Die Folge: Die dadurch entstehende Wasserverdunstung muss das Tier durch Trinken ausgleichen. Gibt es nichts zu trinken, kommt es zur sogenannten Hyperthermie. Das heißt, die Tiere "verkochen" förmlich. "Schließlich kollabiert das Tier nach qualvollem Kampf und stirbt letztendlich an Herzversagen", teilten die Beamten mit.

Tierbesitzer und Zeugen können eine drohende Überhitzung an folgenden Anzeichen erkennen:

  • Das Tier wird unruhig.
  • Die Zunge wird bei gestrecktem Hals weit herausgestreckt.
  • Das Tier taumelt.
  • Das Tier wirkt erschöpft.

Eingesperrt im warmen Auto: Große Gefahr für Hund im Sommer

Auch Tierärzte und Versicherungen warnen davor, Hunde bei sommerlichen Temperaturen im Auto zurückzulassen. Die R+V-Versicherung teilte mit: "Im Schatten parken, die Fensterscheibe runterkurbeln und einen Napf voll Wasser hinstellen: All das reicht im Sommer nicht aus, um das Tier vor der Hitze zu schützen." Die Vierbeiner sollten deshalb bei Außentemperaturen über 25 Grad Celsius lieber zu Hause warten. Wenn der Hund mitkommen muss, parken Tierbesitzer besser in einer Tiefgarage oder einem Parkhaus. Zudem gibt es inzwischen Standklimaanlagen für das  Auto, die die Temperatur konstant niedrig halten, wenn es parkt. Auch Aufhalter für die Kofferraumklappe bringen Erleichterung, so die Versicherung. (AZ/dpa)

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