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Hundefutter-Test 2016

01.06.2016

Hundefutter im Test: Stiftung Warentest untersucht Trockenfutter

In der Juni-Ausgabe von Stiftung Warentest zeigt sich: Trockenfutter ist meist die richtige Wahl.
Bild: dpa

Die Stiftung Warentest hat für ihre Juni-Ausgabe Hundefutter getestet. Beim Test zeigt sich: Trockenfutter ist meist die richtige Wahl. Von manchen Produkten wird aber abgeraten.

Wer die Juni-Ausgabe von Stiftung Warentest liest und anschließend die Internetseite der Firma Bubeck ansteuert, glaubt an einen Scherz. Einen Scherz, über den viele Hundehalter wohl kaum lachen können.

Bubeck wirbt auf seiner Internetseite mit dem Versprechen: "Genießt das Leben, wir kümmern uns um die Ernährung Eurer Hunde." Nur: Nach der Lektüre des Tests könnten bei Frauchen und Herrchen Zweifel an diesem Versprechen aufkommen - zumindest was die Qualität des Produkts "Bubeck No. 89 mit Pferdefleisch" angeht. Stiftung Warentest stellt dazu in seiner neuesten Ausgabe fest: "Klarer Testverlierer, Vitamine A und D nicht nachweisbar, auffällig hoch mit Acrylamid belastet." Um dann ein Fazit zu "No. 89" zu ziehen: "Bei ihm stimmt fast gar nichts."

Hundefutter-Test 2016: Dreimal "sehr gut" für Trockenfutter

In der Juni-Ausgabe von Stiftung Warentest bekommt aber nicht alles den Stempel "mangelhaft". 23 Produkte Trockenfutter für Hunde hat die Redaktion testen lassen. Das Ergebnis: 18 Produkte liefern einen guten oder sehr guten Nährstoffmix. Basis der Berechnungen war ein deutscher Durchschnittshund, schreibt Stiftung Warentest: 15 Kilogramm schwer, mäßig aktiv, frisst täglich 200 Gramm Trockenfutter.

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Mit drei Produkten lässt sich ein vergleichbarer Hund "sehr gut" füttern, urteilt Stiftung Warentest. Die Gewinner "Sancho Aktiv Mix" von Netto, "K-Classic High Premium Adult" von Kaufland und "Pedigree Vital Protection Adult" sind demnach nicht nur "ernährungsphysiologisch top", sie zählen auch zu den günstigeren Produkten im Test. Das in den drei Produkten enthaltene Getreide liefert dem Hund wertvolle Kohlenhydrate. In den drei Test-Verlierern - neben dem Bubeck-Produkt sind das "Hill's Ideal Balance" und "Yarrah Adult Dog food" - ist gar kein Getreide enthalten, bemängelt Stiftung Warentest.

Hundefutter: Trockenfutter günstiger als Feuchtfutter

Einen weiteren angeblichen Mangel kann Stiftung Warentest aber nicht bestätigen: Hartnäckig hält sich das Gerücht, Hundefutter enthalte Schlachtabfälle wie Knorpel, Borsten und Haare. "Wir fanden bisher dafür keine Beweise, auch dieses Mal nicht", schreibt Stiftung Warentest. Anders sieht das bei Schadstoffen aus: Neun Testprodukte sollen gering mit Schwermetallen, Schimmelpilzgiften oder Mineralölen belastet sein. Die seien aber keine Gefahr für die Gesundheit der Tiere.

Das Fazit des Tests: Mit Trockenfutter liegen Hundehalter fast immer richtig. Zudem ist Trockenfutter günstiger als Feuchtfutter. Die Tagesration von 200 Gramm gibt es schon ab 18 Cent, ein Drei-Kilo-Sack kann so zwei Wochen reichen. Zum Vergleich: Die günstigste Tagesration Feuchtfutter gab es laut der Stiftung-Warentest-Ausgabe von März 2015 durchschnittlich für 2,80 Euro. axhe

Stiftung Warentest, Ausgabe Juni 2016: Die Bewertungen

Alleinfutter mit Getreide (Gesamtnote)

  1. Netto Marken-Discount/Sancho Aktiv Mix (1,2)
  2. Kaufland/K-Classic High Premium Adult (1,5)
  3. Pedigree Vital Protection Adult (1,5)
  4. Markus-Mühle Black Angus Rind (1,6)
  5. Aldi (Nord)/Alnutra High Premium (1,8)
  6. Aldi Süd/Romeo High Premium (1,8)
  7. Edeka Vitacomplete (1,8)
  8. dm/Dein Bestes (1,9)
  9. Purina Beneful (1,9)
  10. Meradog Premium Line Brocken (2,0)
  11. Bosch High Premium Concept (2,1)
  12. Chappi Vollkost Brocken (2,1)
  13. Dinner for Dogs Wellness (2,1)
  14. Rewe/Ja! Trockenfutter (2,1)
  15. Lidl/Orlando Nuggets (2,2)
  16. Frolic 100% Complete (3,0)
  17. Happy Dog NaturCroq (3,0)
  18. Bozita Naturals (4,0)

Alleinfutter ohne Getreide (Gesamtnote)

  1. Fressnapf/Real Nature Wilderness (2,0)
  2. Natur Plus Activa (2,1)
  3. Hill's Ideal Balance (3,9)
  4. Yarrah Adult Dog food (4,6)
  5. Bubeck Pferdefleisch No. 89 (5,0)
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Die Diskussion ist geschlossen.

31.05.2016

Soviel zu "informiert" und "über den Tellerrand" schauen...

Seit wann bedeutet das denn völlig unreflektiert die Barflügen zu verbreiten?

Fette Hunde gabs schon immer, weils immer Leute gibt die glauben das es Liebe zeigt wenn der Hund 500 Leckerlchen pro Tag kriegt. Weil sie dem Bettelblick nicht wiederstehen können.

Krebs, Diabetes, das sind doch keine neumodischen Krankheiten! Das gabs schon vor hunderten von Jahren, ebenso Epilepsie. Nur die Diagnostik ist heute besser. Heute schiebt man den Hund ins MRT, das es nun auch erst 30 Jahre gibt. Noch vor 15 Jahren hätte sich kein Mensch träumen lassen das man das auch für Tierdiagnostik nutzen wird!

(Übrigens steht tierisches Protein ebenso im Verdacht Krebs zu erregen. Na sowas.)

Mich erstaunt es immer wieder wie viele Menschen die Geschichte des Hundes völlig außer Acht lassen! Der Hund braucht das Beste vom Besten? Seit wann?

Diese Unwissenheit und Ignoranz von angeblich informierten Menschen... Wir leben im Überfluß und nun müssen auch die Hunde so leben?

Viele Hunde brauchen Getreide. Kohlehydrate sind wichtig, es gibt mehr als genug Hunde die mit der Fleischmast BARF nicht klar kommen, die davon krank werden. Und die Langzeitschäden dieser Fütterung werden bald immer deutlicher werden, die Fälle von Übersäuerungen bis zu Nierenschäden häufen sich mehr und mehr in den Tierarztpraxen.

Wichtig ist es das zu füttern was der eigene Hund gut verträgt. Auf Dauer ausgewogen, am besten quer durch. Ja, auch mal Trockenfutter, mal ne Dose, das bringt den Hund nicht um. Je hochwertiger das Futter desto besser, ja. Aber man muss sich einfach mal klar darüber sein das Hunde ne Lebenserwartung von durchschnittlich 12 Jahren haben. Soviel Zeit für Langzeitschäden ist da einfach nicht.

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31.05.2016

Stiftung Warentest, nicht ÖKO-TEST

Nur kurz zur Info und damit keine Verwechslungen aufkommen: Diesen Test Hundefutter hat die Stiftung Warentest durchgeführt. ÖKO-TEST hat vor kurzem Katzenfutter unter die Lupe genommen.

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31.05.2016

Ein Dankeschön an Franzisca Flattenhutter,

dem sehr guten Kommentar unter diesem irreführenden Hundefuttertest ist nichts mehr hinzuzufügen.

Wir "BARFEN" , unser Hund bekommt Frischfleisch mit Gemüse - das ist portionsweise schon eingefroren - gedämpftes Gemüse dazu - fertig - kostet nicht mehr als ein gekauftes "angeblich" tolles Produkt.

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31.05.2016

Sehr geehrte Damen und Herren,

die letzten Untersuchungsergebnisse der Stiftung Ökotest stoßen jedem interessierten, über den Tellerrand blickenden Tierbesitzer auf – ebenso wie Ihr unreflektierter Artikel zum Thema „Trockenfutter für Hunde“. Als Ernährungsberaterin für Hunde und Katzen sowie Tierheilpraktikerin mit eigener Praxis darf ich dazu Stellung beziehen – und hoffe, damit diese Fehlinformationen und Unklarheiten zu beseitigen.

Ein Hund braucht vor allem eins in seinem Napf: Nahrungsmittel von hoher Qualität, die exakt auf seine Bedürfnisse abgestimmt sind und ihn mit allen lebenswichtigen Nähr- und Vitalstoffen versorgen. Ein Hund braucht folgendes nicht: Minderwertige Zutaten, die zu Tode erhitzt und verunreinigt wurden. Und damit wäre eigentlich schon das Wichtigste gesagt: Der Hund braucht kein Trockenfutter. Es schadet ihm und macht ihn auf Dauer krank.

Die Wartezimmer der Tierärzte sind heutzutage voll von Hunden, die unter den so genannten Zivilisationskrankheiten leiden: Allergien, Übergewicht, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes, Epilepsie, Krebs u.v.m. Die meisten dieser Krankheiten werden von der falschen Ernährung mit verursacht – und können demnach mit der richtigen artgerechten und ausgewogenen Ernährung mit therapiert werden. In meiner eigenen Praxis erlebe ich, dass viele Schmerz- und Krankheitszustände unserer Haustiere einzig und allein schon durch die Umstellung auf eine passende Fütterung gelindert werden können. Und deswegen möchte ich Stellung beziehen für eine artgerechte Ernährung des Hundes – und gegen ein bloßes Abfüttern unserer Haustiere mit minderwertigem Fertigfraß.

TROCKENFUTTER IST KEINE ADÄQUATE NAHRUNG FÜR DEN HUND. Der Verdauungstrakt des Hundes ist für den Verzehr überwiegend tierischer Nahrung wie Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Fellstrukturen ausgelegt. Langfristig leidet der Organismus unter der ständigen Konfrontation mit pflanzlichen Eiweißen und Ballaststoffen, wie sie im Trockenfutter zu finden ist. Neben der Belastung von Leber und Nieren kann es durch diese Art der Fütterung zu einer Überreizung des Magen-Darm-Trakts kommen, die sich in wiederkehrenden Verdauungsproblemen äußern kann und sich im schlimmsten Fall zu einer allergisch bedingten Entzündung der Darmschlingen auswachsen kann (die sog. Inflammatory Bowel Disease, kurz IBD). Diese führt zu Bauchschmerzen, wiederkehrenden (auch blutigen Durchfällen), Erbrechen, rapidem Gewichtsverlust und kann lebensbedrohliche Ausmaße annehmen.

EIN HUND BRAUCHT KEIN GETREIDE! Schlimmer noch: Getreide und dessen Erzeugnisse ist beim Hund Allergieursache Nummer 1! Ein Hund gewinnt seine Energie aus hochwertigen Eiweißen und Fetten. Getreide hat nur bei Leistungs- und Arbeitshunden, die in kurzer Zeit einen sehr hohen Energiebedarf haben, seine Berechtigung.

TROCKENFUTTER IST „TOTES“ FUTTER. Tierische Bestandteile werden bis zur Unkenntlichkeit zermahlen, „hydrolisiert“, erhitzt, um mit pflanzlichen Eiweißen und minderwertigem Füllmaterial wie Apfeltrester vermischt und schließlich zu kleinen Pellets gepresst zu werden. Bedenkt man, dass Trockenfutter z.T. auf über 220 Grad erhitzt wird, verwundert es nicht, dass diesem nährstofftechnisch toten Futter künstliche Vitamine, Farb- und Aromastoffe (dazu zählt auch der Zucker) zugesetzt werden müssen – die Ausgangsprodukte sind nährwerttechnisch völlig wertlos!

TROCKENFUTTER IST NICHT GUT FÜR DIE ZAHNPFLEGE. Der Mythos, eine Ernährung mit Trockenfutter beuge Zahnsteinbefall vor, hält sich leider noch immer hartnäckig. Das Übermaß an Stärkeverbindungen sorgt dafür, dass sich auf den Zähnen des Hundes Bakterien anheften können, die den Zahnschmelz beschädigen. Der Hund kann seine Zähne nur durch Kauen und Nagen abreiben und so dem Zahnfleisch vorbeugen.

GUTES FUTTER KANN NICHT BILLIG SEIN. Beim Tier ebenso wenig wie beim Menschen. Billig heißt, dass minderwertige Zutaten verwendet wurden – von Schlachtabfällen und unverdaulichem tierischem Material wie Borsten, Fell, Feder bis hin zu Industrieölen und –fetten sowie bloßem Füllmaterial, denn nichts anderes sind Apfeltrester, Maiskleber etc. Billig zu füttern, heißt auf Dauer, sein Tier krank zu füttern – und die Quittung dafür erhält man spätestens in der Tierarztpraxis!

GUTES FUTTER MUSS SAUBER SEIN. Es muss qualitativ hochwertige und für den Hunde-Organismus auch wertvolle Zutaten enthalten, deren Nährstoffe noch nicht zerstört sind, und die im richtigen Verhältnis zueinander stehen. Ich muss Sie leider auch in diesem Falle berichtigen: Es spielt sehr wohl eine Rolle, ob das Futter, das ich meinem Tier vorsetze, mit Schwermetallen, Industrieölen oder Schimmelpilzen kontaminiert ist – obwohl Sie das in Ihrem Artikel als Lappalie hinstellen! Würden Sie Nahrung zu sich nehmen, die Schimmelpilze enthält? Würden Sie Ihrem Kind z.B. einen Babybrei vorsetzen, in dem Rückstände von Mineralöle nachzuweisen sind? Nein?? Herzlichen Glückwunsch zum gesunden Menschenverstand! In diesem Fall sollten Sie aber auch derart verunreinigte Futtermittel aus dem Napf Ihres Haustieres verbannen. Für mich sind die Untersuchungsergebnisse der Stiftung Ökotest nicht nachvollziehbar – und grenzen für mich an bewusste Irreführung des Verbrauchers. Sollten Sie diesem Artikel in naher Zukunft einen fundierten Beitrag über gesunde, artgerechte und verantwortungsvolle Hundeernährung entgegensetzen wollen, stehe ich Ihnen als Ansprechpartnerin sehr gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen, Franzisca Flattenhutter

(Links entfernt/ siehe dazu hier unter 6.4)

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