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Sehhilfe auf Rezept
23.02.2017

Beteiligung von Krankenkassen an Brillen soll zunehmen

Dank einer neuer Regelung sollen Krankenkassen künftig Kosten für Sehhilfen ab sechs Dioptrien übernehmen.
Foto: Jens Kalaene, dpa (Symbolbild)

Künftig sollen für die Brille häufiger die gesetzlichen Krankenkassen aufkommen. Doch ab wie viel Dioptrien zahlt die Versicherung die Sehhilfe auf Rezept?

Eine Brille oder eine andere Sehhilfe benötigen mehr als 40 Millionen Menschen in Deutschland. Doch die Krankenkassen zahlen in den seltensten Fällen: Nur wer mit Sehhilfe auf maximal 30 Prozent Sehvermögen kommt, der bekommt bisher von der Versicherung eine Brille gezahlt. Ab März soll sich daran etwas ändern - die Krankenkassen sollen sich stärker beteiligen.

Brille kaufen: Ab wie viel Dioptrien zahlt die Krankenkasse?

In Zukunft sollen mehr Menschen ihre Brille von der Krankenkasse übernehmen lassen können. Allerdings immer noch längst nicht alle. Ein nun vom Bundestag verabschiedetes Gesetz sieht vor, dass die Sehhilfe bei Menschen mit Kurz- oder Weitsichtigkeit von mehr als sechs Dioptrien gezahlt wird. Bei einer Hornhautvekrümmung greift das ab vier Dioptrien.

Die zunehmende Beteiligung von Krankenkassen bei der Finanzierung von Brillen ist Teil eines Gesetzes zur Stärkung der Heil- und Hilfsmittelversorgung, wie der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband mitteilt. Der Verband hatte sich dafür eingesetzt.

Bis 2003 hatten alle gesetzlich Versicherten mit Sehproblemen Anspruch darauf, dass die Krankenkasse eine Brille zahlt. Dann wurde die Regelung geändert.Die neue Kostenübernahme bei Brillen ab sechs Dioptrien beziehungsweise vier Dioptrien bei Hornhautverkrümmung wird wohl Mitte März greifen. Betroffene sollten das mit ihrer Krankenkasse abklären.

Foto: Alexander Kaya

Krankenkasse zahlt Brillen - aber nicht Laserbehandlung

Laserbehandlungen für scharfe Sicht ohne Brille werden von Krankenkassen übrigens grundsätzlich nicht übernommen. Dennoch werden sie immer beliebter. In Deutschland hat sich die Lasik-Methode durchgesetzt, die pro Auge zwischen 1.800 und 2.800 Euro kostet.

Diese Behandlung greift vor allem in Fällen, bei denen der Sichtausgleich mit einer Brille schwierig ist. Mit einer Lasik-OP kann Kurzsichtigkeit bis minus zehn Dioptrien und Weitsichtigkeit bis plus drei Dioptrien behandelt werden. Betroffene sollten sich vor dem Eingriff aber genau aufklären lassen. Nicht immer kann die Sehschwäche ganz beseitigt werden. Außerdem kann es Folgen wie Infektionen geben. dpa, sge

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