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Tiere

16.06.2020

So können Sie eine gute Hundeschule erkennen

Hunde sollten Herrchen und Frauchen aufs Wort gehorchen. Damit die Besitzer wissen, wie sie das schaffen, gibt es Hundeschulen.
Bild: Jana Behr, Adobe Stock

Wenn der Hund nicht folgt, liegt das meist an der Erziehung. Eine Hundeschule kann helfen. Aber nicht jeder Trainer ist gut.

Ich beobachtete in der Stadt einen Herrn mit einem West Highland Terrier an der Leine. Offenbar gab es an einer Hausecke etwas Interessantes zu schnuppern, der Terrier weigerte sich minutenlang, auch nur einen Schritt weiterzugehen. Mehrfach ermahnte ihn sein Besitzer: „Komm! Jetzt komm schon!“ Der Westie dachte gar nicht daran.

Wenn Hunde nicht gehorchen, liegt es meistens daran, dass die Besitzer etwas falsch machen. In diesem Punkt sind sich die Experten einig. Doch woher soll man als Laie wissen, worauf es ankommt? Für viele lautet deshalb die Antwort: Eine Hundeschule muss her. Doch bereits die Auswahl ist eine Herausforderung für sich, denn Hundetrainer darf sich jeder nennen, der will. So kommt es, dass in manchen Hundeschulen hoch qualifiziertes Personal arbeitet und in anderen nur jemand, der nach ein paar Jahren als Hundehalter glaubt, er wisse bestens Bescheid.

Unter Hundecoaches, Hundepsychologen oder Hundetherapeuten den Überblick zu bewahren, ist nicht leicht. Aber es gibt ein paar Anhaltspunkte, worauf es bei der Suche nach einer guten Hundeschule oder einem guten Trainer ankommt:

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Hat der Trainer eine einschlägige Ausbildung?

Wenn nicht – Finger weg. Erziehung von Hunden ist zu komplex, als dass sich jemand ohne Grundausbildung selbst eine Theorie zurechtzimmern könnte.

Bei welcher Institution wurde die Ausbildung absolviert?

Es gibt beispielsweise „tierschutzqualifizierte Hundetrainer“, die an der Veterinärmedizinischen Universität ausgebildet werden. Auch andere Institutionen bieten anspruchsvolle Trainerausbildungen.

Welche Philosophie ist Grundlage des Trainings?

Im Grunde gibt es zwei Kategorien: a) Die alte, längst überholte Schule, die mit Dominanz arbeitet und unerwünschtes Verhalten durch Strafe unterbinden will und b) die zeitgemäße und wissenschaftlich untermauerte Methode der positiven Verstärkung. Dabei lernt der Hund, was er tun soll, und wird dafür belohnt. Ein Beispiel: Der Hund springt Besucher an. Anstatt ihn dafür zu bestrafen, muss er lernen, bei Besuch automatisch in sein Körbchen zu gehen. Eine elegante Lösung.

Passen wir zusammen?

Infos auf den Webseiten vermitteln manchmal ein falsches Bild. Deshalb geht nichts über einen Besuch vor Ort und ein persönliches Gespräch. Entsteht keine Sympathie für den Trainer, wird das Erziehungsprogramm keine Erfolgsgeschichte werden.

Grundsätzlich gilt: Jeder Hund sollte ein Signal beherrschen, bei dem er sich dem Besitzer zuwendet. Der Mann mit dem Terrier auf dem Marktplatz sagte wütend zum Vierbeiner: „Schau mich an, wenn ich mit dir rede!“ Ein etwas kompliziertes Signal, aber vom Ansatz her gut. Nur leider hat es nicht funktioniert.

Mehr hilfreiche Informationen finden Sie hier in unserem Ratgeber zum Thema Haustiere.

Hinweis der Redaktion: Bei diesem Artikel handelt es sich um einen Beitrag aus unserem Online-Archiv.

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