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Strompreise
14.09.2019

Wegfall der Ökostromzulage könnte Haushalte stark entlasten

Die Senkung der Ökostromzulage für 2015 hat vielen Verbraucher Hoffnungen auf geringere Strompreise gemacht. Doch gleichzeitig steigen vielfach die Netznutzungsgebühren.
Foto: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Besonders private Haushalte würden von Abschaffung der EEG-Umlage profitieren. Das zeigt eine aktuelle Analyse. Um wie viel Euro Haushalte entlastet werden könnten.

Eine mögliche Abschaffung der Ökostromzulage (EEG-Umlage) im Zuge des Klimapakets der Bundesregierung könnte Haushalte in Deutschland jährlich um bis zu 229 Euro entlasten. Dies ergab eine Analyse des Vergleichsportals Verivox, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Rund 8 Milliarden Euro zahlen private Verbraucher in diesem Jahr allein für die Ökostromumlage", sagte Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. Derzeit macht die Ökostromzulage knapp ein Viertel des Strompreises aus. Diese wurde zur Förderung der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen eingeführt.

Ökostromzulage macht ein Viertel des Strompreises aus

Im Gegenzug zu einem CO2-Preis im Verkehr und bei Gebäuden will die Union Entlastungen bei den Strompreisen. Deutschland hat beim privaten Strom die höchsten Strompreise in Europa, wie Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) gesagt hatte. Eine Senkung des Strompreises könne erfolgen über die Stromsteuer, über die Netzentgelte oder die EEG-Umlage. Umweltminister Svenja Schulze (SPD) hatte als Entlastung eine "Klimaprämie" vorgeschlagen, zum Beispiel 80 Euro pro Kopf und Jahr zum Start - unabhängig vom Alter oder vom Einkommen. 

Die Stromsteuer für private Verbraucher macht mit 2,05 Cent je Kilowattstunde rund 7 Prozent der Stromrechnung aus. Würde die Stromsteuer auf den gesetzlichen Niedrigstwert in der EU von 0,1 Prozent pro Kilowattstunde gesenkt, könnten Haushalte jährlich um 70 Euro brutto entlastet werden, hieß es in der Untersuchung von Verivox. Sollte die Mehrwertsteuer bei der Stromrechnung von derzeit 16 auf 7 Prozent gesenkt werden, könnten Haushalte um 91 Euro entlastet werden. (dpa)

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