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Test

04.11.2019

Das Auge fährt mit: Der Kia ProCeed im Test

Ein schöner Rücken...: der Kia ProCeed in der Heckansicht.
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Ein schöner Rücken...: der Kia ProCeed in der Heckansicht.
Bild: Kia

Der Kia ProCeed sieht richtig gut aus. Er ist aber mehr als ein schnöseliger Schönling. Der Test.

Wird ein Kombi mit einem Coupé verschmolzen, sprechen Designer vom „Shooting Brake“. Eine solche Karosserie polarisiert, aber heutzutage muss man ja für alles dankbar sein, was nicht nach SUV aussieht.

Vor allem wenn die Optik so gelungen ist wie beim Kia ProCeed, dem sportlichsten und attraktivsten Mitglied der Ceed-Familie – wenn man auf eine flache, sexy geschwungene Dachlinie steht und damit leben kann, dass die Sicht durch die stark geneigten Scheiben vorne wie hinten eingeschränkt wird.

Der Kia ProCeed bietet reichlich Platz

Ansonsten gibt es an den Proportionen nichts, aber auch gar nichts zu meckern, noch nicht einmal für Praktiker. Denn der ProCeed bietet nicht etwa weniger Platz als sein konventionelles Schwestermodell Ceed, sondern viel mehr. Auf den Vordersitzen ist das Angebot ohnehin üppig; und wenn man sich erst einmal durch die tiefe Türöffnung geduckt hat, sitzt es sich auch hinten komfortabel.

Das Auge fährt mit: Der Kia ProCeed im Test

Dass es der Schönling durchaus Ernst meint mit seinen Transportfähigkeiten, beweist ein Blick in den Kofferraum. Der fällt mit Volumina von 594 bis 1545 Litern großzügiger aus als in so manchem reinrassigem Kombi. Damit nicht genug. Zur Standardausstattung des Gepäckabteils gehören ein Trennsystem auf Schienen und ein Gepäcknetz sowie Ablageflächer im Boden. Die Rückbank ist im Verhältnis 40:20:40 teil- und umklappbar. Passt.

Gute Serienausstattung im Kia ProCeed

Wo wir schon bei der Serienausstattung sind: Da der ProCeed per se mindestens in der Ausführung „GT Line“ vorfährt, erübrigt sich die Wahl kostenpflichtiger Extras weitgehend. Beispielsweise sind LED-Scheinwerfer, Tempomat, getönte Scheiben und Sitzheizung immer an Bord, ebenso wie die wichtigsten sicherheitsrelevanten Assistenten.

Dass Kia dieses Paket bereits zu Preisen ab 26.990 Euro schnürt, ist bemerkenswert. Unser Testwagen mit 140-PS-Benziner und Siebengang-Doppelkuppler wäre auf exakt 29.990 Euro gekommen. Wie immer bei Kia inklusive: die Herstellergarantie von sieben Jahren (maximal 150.000 km). Zum Vergleich: Bei Mercedes zahlt man für einen CLA 200 Shooting Brake (163 PS) mindestens 36.400 Euro.

Kia ProCeed: technische Daten

  • Spezifikation: Kia ProCeed 1.4 T-GDI 7DCT
  • Hubraum: 1353 ccm
  • Leistung: 140 PS bei 6000/min
  • Drehmoment: 242 Nm ab 1500/min
  • Länge/B./H.: 4,61/1,80/1,42 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1405/465 kg
  • Anhängelast gebremst: 1410 kg
  • Kofferraum: 594 – 1545 l
  • 0 – 100 km/h: 9,4 s
  • Top-Tempo: 205 km/h
  • Verbrauch WLTP: 5,7-5,5 l S
  • CO2-Ausstoß WLTP: 129 - 125 g/km
  • Energieeffizienzklasse: B
  • Preis ab: 29.990 Euro

Wer Euros übrig hat, sollte sie, wenn überhaupt, in die Topmotorisierung investieren, die 204 PS mobilisiert, dann ab 31690 Euro. Denn die genannten 140 PS schieben den nur 1,42 Meter „hohen“ ProCeed nicht ganz so flink durch den Wind wie es seine Silhouette verspricht. Auch soundseitig hat der 1,4-Liter-Turbobenziner Luft nach oben. Das Zusammenspiel mit dem Doppelkupplungsgetriebe klappt gut, gerade beim manuellen Schalten über die Wippen hätte man aber gerne etwas mehr Power in den Händen. Da hilft der Sport-Modus auch nicht. Fazit: Schneller könnte er sein, schöner nicht.

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