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Test

04.12.2019

Schnell rein in die Stadt: der Nissan Micra „N-Sport“ im Test

City-Express: der Nissan Micra N-Sport.
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City-Express: der Nissan Micra N-Sport.

Als „N-Sport“ wieselt der Nissan Micra flink durch den Verkehr. Auch sein Preis ist heiß. Der Test.

Ein Auto für 20.000 Euro, das wenigstens ein bisschen Spaß macht? Da wird die Lage ernst auf dem Automarkt, aber nicht hoffnungslos. Der Nissan Micra N-Sport Dig-T 117 zum Beispiel kommt laut Liste auf exakt 19.990 Euro, bietet dafür aber durchaus auch etwas fürs Herz.

Wie der Namenszusatz vermuten lässt, kommen insbesondere Sportsfreunde auf ihre Kosten. Serienmäßig rollt der Kleine auf 17-Zoll-Leichtmetallfelgen mit Einsätzen in Carbon-Optik vor; auch die Außenspiegel sind im Kohlefaser-Design gehalten. Die Farbe Schwarz als Sport-Indikator findet sich in den verdunkelten Scheiben ab der B-Säule wieder, ebenso im Dachhimmel. Die Sitze sind in Velours-Kunstleder gehalten, was ebenfalls toll aussieht, aber nicht darüber hinweg hilft, dass der Seitenhalt ein besserer sein könnte. Ein schickes kleines Sportlenkrad, das gut in der Hand liegt, macht das Fahrererlebnis perfekt.

Nissan Micra: Viele Staufächer, ordentliche Platzverhältnisse

Sämtliche genannten Elemente sind im Basispreis des N-Sportlers bereits enthalten. Gleiches gilt für einige praktische Elemente. So offeriert der Micra für einen Kleinwagen eine Fülle von Stau- und Ablagefächern sowie Getränkehaltern. Die Rücksitzbank ist asymmetrisch teilbar und umklappbar, wodurch das Kofferraumvolumen von 33 auf mehr als 1000 Liter wächst. Die clevere Einteilung und Ausnutzung des an sich knappen Raumes im Interieur sorgt für relativ gute latzverhältnisse. Vorne gibt es rein garnichts zu meckern, hinten müssen lediglich groß gewachsene mit einer etwas eingeschränkten Bein- und Kopffreiheit kämpfen – für die Klasse aber alles im Rahmen.

Schnell rein in die Stadt: der Nissan Micra „N-Sport“ im Test

Nissan Micra N-Sport mit Overboost-Funktion

Schließlich ist der keine vier Meter lange Micra für die Stadt gemacht. Dort spielt er seine Stärken aus: tolle Übersicht, hohe Wendigkeit, und mit dem 117-PS-Motor im N-Sport auch eine Spritzigkeit, die Freude macht. Die sechs Gänge lassen sich mit der knackigen Handschaltung standesgemäß verwalten. Das weniger als 1200 Kilogramm schwere Leichtgewicht wieselt flink durch den Verkehr; wer das Gaspedal durchdrückt, spürt den „Overboost“, der das Drehmoment von 180 auf zeitweise 200 Newtonmeter anhebt. Leider hat der Frontantrieb Schwierigkeiten, die Kraft sauber auf die Straße zu bringen. Andererseits wundert man sich gleichzeitig, wie viel Power so ein Ein-Liter-Motörchen mit drei Zylindern heutzutage in die Waagschale wirft.

Nissan Micra N-Sport: technische Daten

  • Spezifikation: Nissan Micra N-Sport DIG-T 117
  • Hubraum: 999 ccm
  • Leistung: 117 PS bei 5250/min
  • Drehmoment: 200 Nm ab 1750/min
  • Länge/B./H.: 3,99/1,74/1,44 m
  • Leergewicht/Zuladung: 1170/380 kg
  • Anhängelast gebremst: 1200 kg
  • Kofferraum: 300 – 1004 l
  • 0 – 100 km/h: 9,9 s
  • Top-Tempo: 195 km/h
  • Verbrauch WLTP: 5,0 l Super
  • CO2-Ausstoß: 114 g/km
  • Energieeffizienzklasse\u0009B\u0009
  • Preis ab: 19.990 Euro

Was Ausstattung, Bedienbarkeit und Konnektivität betrifft, repräsentiert der Micra den Stand der Zeit. Tempomat und LED-Licht, zum Beispiel, führt der Wagen ab Werk mit sich. Weitere aufpreispflichtige Extras scheinen in der N-Sport-Version überflüssig. Mit einer Ausnahme: Die 650 Euro für das Bose Soundsystem sind prima angelegt.

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