Newsticker
Virologe Christian Drosten dämpft Hoffnungen auf Ende der Pandemie im Frühjahr
  1. Startseite
  2. Geld & Leben
  3. Auto
  4. Test: Klare Kante: Das kann der neue Nissan Qashqai

Test
22.10.2021

Klare Kante: Das kann der neue Nissan Qashqai

V wie Victory, zu deutsch: Sieg. So selbstbewusst rollt der neue Nissan Qashqai vor.
4 Bilder
V wie Victory, zu deutsch: Sieg. So selbstbewusst rollt der neue Nissan Qashqai vor.
Foto: Nissan

In der dritten Generation tritt der Nissan Qashqai jetzt deutlich markanter auf. Was an dem Bestseller sonst noch neu ist.

Erfolg macht nicht einsam, sondern schafft einem jede Menge Konkurrenz auf den Hals. So erging es den japanischen Autobauern von Nissan anno 2007 als sie mit dem Qashqai eine völlig neue Fahrzeug-Kreuzung auf den Markt brachten. Der Crossover war eigentlich eine Limousine – aber in der Gestalt eines SUVs. Schon im ersten Jahr wurden von dem Auto mit dem unaussprechlichen Namen 300000 Exemplare verkauft. In Europa avancierte der Qashqai sogar zum wichtigsten Produkt. Bis heute wurde drei Millionen von dem in England entwickelten CUV (SUV im C-Segment) abgesetzt, weltweit darf man noch mal zwei Millionen drauflegen.

Dazu passt der Name. Qashqai ist zwar laut Nissan eine Anlehnung an das gleichnamige Nomadenvolk im Süden Irans, das für die besondere Qualität seiner Teppiche berühmt ist, hört sich auf Englisch aber verdächtig nach Cash Cow an. Die Bezeichnung für Produkt, das sich besonders gut verkauft - und deshalb viel Cash, also Bargeld in die Kassen einer Firma spült.

Nissan Qashqai: technische Daten

  • Hubraum 1332 ccm
  • Leistung 116 kW, 158 PS
  • Drehm. 270 Nm ab 1800/min
  • Länge/B./H. 4,42/1,84/1,63
  • Leergewicht/Zul. 1645/463 kg
  • Anhängelast gebr. 1800 kg
  • Kofferraum 479 – 1422 l
  • 0 – 100 km/h 9,9 s
  • Spitze 198 km/h
  • Normverbrauch 6,2 l Super
  • CO2-Ausstoß 140 g/km
  • Energieeffizienzklasse B
  • Preis ab 38.510 Euro

Von daher dürfte die Motivation hoch gewesen sein, mit der neuen, dritten Generation einen großen Wurf hinzulegen. Zumindest bei den Dimensionen ist das gelungen, denn der Qashqai hat bei Länge, Höhe und Breite überall zugelegt – der Innenraum ist sichtlich und merklich gewachsen.

Auffällig ist auch das Design, das zwar das Erfolgsmodell immer wieder zitiert, insgesamt tritt dieser Nissan jetzt jedoch kantiger und markanter auf: Über den Kühler zieht sich eine V-förmige doppelte Chromspange. V für Victory (Sieg) – das ist der Anspruch. Das Interieur des Japaners ist zeitgemäß. Zentrales Display, digitaler Tacho - und Gottseidank hat man bei Nissan nicht alle Knöpfe verbannt. Digitales Cockpit - aber mit K(n)öpfchen. So kann man die Klima-Anlage mit einem Dreh regulieren, das Scrollen auf dem Navi funktioniert ebenfalls mit einem Knöpfchen und dass man die Lautstärke ebenfalls noch analog regeln kann, verdient Applaus. Gut funktioniert das teilautonome Fahren, also der Abstandstempomat, allerdings will die Lenkung schon relativ schnell spüren, dass da noch jemand am Steuer sitzt und rebelliert mit entsprechendem Alarm, wenn die Hand zu lange weg ist.

Diesel gibt´s nicht mehr im Nissan Qashqai

Ausgemustert hat Nissan bei den Motoren den Diesel. Stattdessen gibt es nur noch zwei Antriebe, wovon die Hybrid-Variante erst im nächsten Jahr auf den Markt kommt. Der Qashqai ist in aller Regel mit einem 1,3 Liter großen Benziner ausgestattet, allerdings als Mild-Hybrid. Das heißt hier wird dem Vierzylinder mit einer E-Maschine geholfen, die Power bezieht er aus einer kleinen Batterie, die sich beim Fahren auflädt. Das System gibt es entweder mit 140 oder etwas stärker mit 158 PS.

Außerdem kann der geneigte Käufer zwischen zwei Antriebsarten wählen: Als Fronttriebler mit Automatik und Handschalter. Oder als Allrad-Qashqai mit der intelligenten Automatik Xtronic, die das Drehmoment zwischen den Achsen verschiebt, je nach Fahrsituation. Mehr Power von vorne, wenn es die Stabilität verlangt, etwa bei Regen oder Schnee. Mehr Kraft von hinten, wenn es um die Beschleunigung geht. Hier bietet der Allrad-Qashqai, den wir auf unseren Testfahrten hatten, allerdings nur Schonkost. Knapp unter zehn Sekunden von 0 auf Tempo 100 – das ist etwas für die gemütliche Fahrer-Fraktion. Wobei man zugestehen muss: Die Beschleunigung fühlt sich tatsächlich besser an, vor allem weil das Drehmoment bei 1800 Umdrehung schon frühzeitig ansetzt. So richtig Spaß macht jedoch das Fahrwerk, das beachtlich agil ist.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.