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Neuvorstellung
03.01.2022

So raffiniert ist der Antrieb im neuen Honda HR-V

Außen hui, innen auch: Unter dem Blechkleid des Honda HR-V steckt geballte Hybrid-Technik.
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Außen hui, innen auch: Unter dem Blechkleid des Honda HR-V steckt geballte Hybrid-Technik.
Foto: Honda

Im neuen HR-V treibt Honda die technologische Finesse des Hybridantriebs auf die Spitze. Was der Fahrer davon merkt.

Die Welt der Hybridautos ist ohnehin schon komplex und verwirrend genug. Aber Honda fügt den vielen Antriebsvarianten jetzt noch eine neue hinzu. Zum ohnehin schon kryptischen Namen HR-V gesellt sich deshalb auch die Bezeichnung e:HEV. HEV heißt zunächst einmal Hybrid Electric Vehicle und sagt nichts anderes, als dass hier ein Verbrenner mit einem Elektro-Motor zusammenarbeitet. Beim Honda HR-V sind es sogar zwei E-Maschinen. Allerdings, und das ist der springende Punkt, setzt das kuriose Trio seine Kraft nicht über ein gemeinsames Getriebe frei, sondern treibt über jeweils eine eigene Kupplung wechselweise das Auto direkt an den Achsen an.

Die meisten Zeit arbeiten nur die E-Maschinen

Das heißt: Bei geringen Geschwindigkeiten und geringen Lasten laufen überwiegend nur die E-Maschinen, gespeist vom Akku. Solo für Strom. Reicht die Batteriespannung nicht mehr, oder geht es um starkes Beschleunigen oder hohe Geschwindigkeiten, packt der Benziner mit an. Parallel dazu produziert er Strom für die E-Maschinen. Vorteil: Der HR-V muss und kann auch nicht extern aufgeladen werden. Nachteil: Deshalb bekommt er keine staatliche Förderung. Wozu das ganze? Zum einen soll dieser Antrieb sehr effizient sein, zum anderen darf man mit so einem Elektro-Benziner auch dann in Innenstädte, wenn eigentliche Verbrenner verboten sind.

Wie fühlt sich das beim Fahren an? Um ehrlich zu sein: Hätten wir nicht einen ausführlichen Crashkurs in Sachen Antriebstechnik erhalten, wir hätte das komplizierte Wechselspiel der drei Motoren gar nicht gemerkt. Klar, die hohen Drehzahlen des Verbrenners, der seine volle Leitung erst jenseits der 6000 U/min abruft, nerven. Aber ansonsten kriegt man im gut gedämmten HR-V kaum mit, wann wer mit dem Antrieb dran ist. Der Verbrauch ist zivil, er liegt bei entspannter Fahrt schon ziemlich nah am angegebenen Wert von 5,4 Litern. Wir brauchten 6,5 Liter, aber das liegt daran, dass wir die Leistungsgrenzen des Systems austesten wollen. Echter Fahrspaß will sich dabei nicht einstellen, der Honda HR-V ist eher etwas für gechillte Zeitgenossen.

Mit 30.400 Euro Grundpreis ist die dritte Generation nicht gerade billig. Dafür ist der Japaner schon sehr ordentlich ausgestattet. „Elegance“ heißt die unterste der drei Linien. LED-Scheinwerfer sind mit an Bord, die Sitzheizung ebenso. Und auch bei den elektronischen Assistenten hat man nicht gespart. Adaptive Geschwindigkeitsregelung, Spurhalter, Rückfahrkamera und Verkehrszeichenerkennung sind schon dabei.

Honda HR-V e: HEV Advance - technische Daten

  • Hubraum 1498 ccm
  • Systemleistung 96 kW, 131 PS
  • Systemdrehmoment 350 Nm
  • Länge/B./H. 4,34/1,79/1,58
  • Leergewicht/Zul. 1452/418 kg
  • Anhängelast gebr. k.A.
  • Kofferraum 335 - 1305 l
  • 0 – 100 km/h 10,5 s
  • Spitze 170 km/h
  • Normverbrauch 5,4 l Super
  • CO2-Ausstoß 122 g/km
  • Energieeffizienzklasse A+
  • Preis ab 32.600 Euro

Der neue Honda HR-V punktet aber nicht nur bei der Ausstattung. Mit der neuen Generation bekommt der SUV auch eine elegante Linienführung. Trotz der betonten Radläufe und der 18-Zöller wirkt der HR-V eher wie ein schicker Stadt-Cruiser. Was auch am Kühlergrill liegt, der mit seinen feinen, horizontalen Linien eher auf Understatement macht. Dezent, aufgeräumt - aber trotzdem sehr wertig präsentieren sich Innenraum und Cockpit.

Die Bedienung über den Touchscreen ist einfach, dankenswerterweise hat Honda bei Klimaanlage und Lautstärkeregelung an Knöpfen festgehalten. Das war wohl auch ein Wunsch der Kundschaft, die zum neuen HR-V befragt worden ist. Richtig klasse sind die Rücksitze, die man nicht nur umklappen, sondern auch hochstellen kann. Magic Seats heißen die Stehauf-Sitze. Dann passen auch Büsche und Bäumchen rein, ohne sie umlegen zu müssen. Und auch zwei Mountainbikes, wenn man die Vorderräder abmontiert. So etwas Magisches gibt es sonst nur in einem Bus.

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