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Pflegegeld trotz Erhöhungen weniger wert: So groß fällt der Wertverlust aus

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Pflegegeld trotz Erhöhungen weniger wert: So groß fällt der Wertverlust aus

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    Das Pflegegeld ist heute weniger wert als vor einigen Jahren – das zeigen Berechnungen der Bundesregierung.
    Das Pflegegeld ist heute weniger wert als vor einigen Jahren – das zeigen Berechnungen der Bundesregierung. Foto: Robert Kneschke, stock.adobe.com (Symbolbild)

    Durch das Pflegegeld sollen Pflegebedürftige die Möglichkeit haben, selbst zu entscheiden, wie sie gepflegt und versorgt werden. Die Leistung wird laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) von der Pflegeversicherung an Versicherte ausgezahlt, die Höhe ist vom jeweiligen Pflegegrad abhängig. In den letzten zehn Jahren ist das Pflegegeld mehrmals erhöht worden. Aktuelle Berechnungen zeigen aber, dass der Wert der Leistung gesunken ist. Eine dramatische Entwicklung, glaubt die Partei Die Linke, die für die Veröffentlichung der Daten sorgte.

    Wie viel ist das Pflegegeld noch wert?

    Die Linksfraktion hat Ende des Jahres 2025 eine Kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, um Antworten auf Fragen rund um die Situation von Pflegebedürftigen in Deutschland zu finden. Mittlerweile gibt es eine Antwort der Bundesregierung, die mehrere Erkenntnisse liefert. Die wohl wichtigste Erkenntnis: Zwar wurde das Pflegegeld 2022, 2024 und 2025 erhöht, allerdings ist die Leistung kaufkraftbereinigt heute rund 15 Prozent weniger wert als bei der Einführung der aktuellen Pflegegrade im Jahr 2017.

    Anhand der Werte für den Pflegegrad 2 ist die Entwicklung gut zu sehen. 2025 standen entsprechenden Pflegebedürftigen 347 Euro im Monat zu – und damit 31 Euro mehr als im Jahr 2017 (316 Euro) für Personen mit Pflegegrad 2 ausgezahlt wurden. Allerdings lag der kaufkraftbereinigte Wert der Leistung 2025 bei nur 271 Euro. Für Pflegegrad 5 gilt: Wer 2017 noch 901 Euro erhielt, konnte 2025 kaufkraftbereinigt nur noch mit 773 Euro rechnen. Obwohl man seit Januar 2025 laut BMG 990 Euro pro Monat bekommt.

    Auch der Zuschuss für Leistungen in ambulant betreuten Wohngruppen ist mittlerweile weniger wert als vor knapp zehn Jahren. Für alle Pflegegrade betrug er 224 Euro im Jahr 2025. In der Antwort der Bundesregierung wird deutlich, dass davon kaufkraftbereinigt nur noch 173 Euro übrig bleiben. Im Vergleich zum Jahr 2017 ist der Wert des Zuschlags um 23 Prozent gesunken.

    Was bedeutet der Wertverlust beim Pflegegeld für Betroffene?

    Die Einnahmeverluste, die durch die skizzierte Entwicklung für Pflegebedürftige und pflegende Angehörige entstehen, würden einen „tiefen Einschnitt in deren Lebensqualität“ bedeuten, erklärte Linken-Pflegeexpertin Evelyn Schötz in einer Pressemitteilung ihrer Partei. Die Bundesregierung lasse „pflegende Angehörige seit Jahren im Stich“. Personen müssten „versteckte Kürzungen hinnehmen“, die das Pflegesystem am Laufen halten würden.

    Als Reaktion auf die Antwort der Bundesregierung auf ihre Kleine Anfrage fordert die Linke in der Mitteilung „einen Pflegelohn, bessere Rentenansprüche und echte Entlastungsangebote vor Ort, finanziert durch eine solidarische Pflegeversicherung, in die auch Privatversicherte einzahlen sowie hohe Kapital- und Mieteinkommen einbezogen werden.“

    Die nächste Erhöhung des Pflegegeldes ist derzeit für 2028 geplant, so ist es gesetzlich in § 30 SGB XI festgeschrieben. Zuletzt hatte die Bundesregierung über die Abschaffung von Pflegegrad 1 diskutiert, die nun aber doch nicht kommen soll. Allerdings plant Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) eine Pflege-Reform, die bis Ende 2026 Gestalt annehmen soll. Laut dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) soll die Reform unter anderem für Nachhaltigkeit in der Langzeitpflege, eine bessere Prävention bei der Pflegebedürftigkeit, einen besseren Zugang zu Pflegeleistungen, eine sichere Pflegeversorgung und einige Innovationen sorgen.

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