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Förderung

08.05.2019

350.000 Euro für das Kloster Wettenhausen

Das Kloster in Wettenhausen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Archiv)

Die Anlage in Wettenhausen erhält Geld aus dem Denkmalprogramm. Was damit gemacht werden soll.

Das Kloster Wettenhausen erhält aus dem Denkmalschutzsonderprogramm VIII des Bundes 350000 Euro. Das teilen die Bundestagsabgeordneten Georg Nüßlein (CSU) und Karl-Heinz Brunner (SPD) unabhängig voneinander mit. Beide betonen, sie hätten sich sehr dafür eingesetzt.

Bei einem Programmvolumen von insgesamt 40 Millionen Euro und mit Blick auf die vielen kulturell bedeutenden Denkmäler in ganz Deutschland sei diese Förderung keine Selbstverständlichkeit. Dass Wettenhausen bedacht wird, zeige die herausragende Bedeutung der historischen Klosteranlage „weit über die Grenzen des Landkreises Günzburg, ja über die Grenzen des Freistaats Bayern hinaus“, wie Nüßlein in der Pressemitteilung betont. „Steter Tropfen höhlt den Stein“, erklärt Brunner, der froh ist, dass neben vielen privaten Spenden nun endlich auch Bundesmittel fließen werden.

Was mit dem Geld gemacht werden soll

Mit dem Geld wollen die Dominikanerinnen und die eigens für die Sanierung des Klosters gegründete Gesellschaft im Prälatenbau aus dem Jahr 1690 statische Sicherungsmaßnahmen vornehmen, den Brandschutz ertüchtigen und die Barrierefreiheit verbessern. Diese Arbeiten stehen in direktem Zusammenhang mit der Einrichtung des Klostermuseums und dem Zugang zum Kaisersaal. Dabei müssen denkmalpflegerische Vorgaben eingehalten werden, die die Baumaßnahmen schwieriger und teurer machen. Allein die Maßnahmen in diesem Bauabschnitt kosten circa 1,2 Millionen Euro, heißt es weiter.

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Die Komplettsanierung wird noch viel mehr Geld verschlingen. Nüßlein: „Aber das Kloster ist ja auch nicht von einem Tag auf den anderen entstanden. Da sind Geduld, Beharrlichkeit und Zielstrebigkeit gefragt – Qualitäten, die die Schwestern und die Projektgesellschaft unter der Leitung von Hubert Hafner junior zweifelsohne mitbringen.“ Der Abgeordnete will sich nun für eine Verstetigung der Förderung mit noch höherem Fördervolumen einsetzen. Leicht sei diese Aufgabe auch mit Blick auf die jetzt bekannt gewordene Steuerschätzung der Bundesregierung allerdings nicht, kommentiert Nüßlein abschließend. (zg)

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