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Geschenk

22.07.2020

60 Ordner für das Günzburger Stadtarchiv

Der ehemalige Stadtrat Manfred Proksch übergibt seine gesammelten Unterlagen an Stadtarchivar Raphael Gerhardt.
Bild: Julia Ehrlich/Stadt

Der ehemalige Stadtrat Manfred Proksch stellt seine Unterlagen zur Verfügung

24 Jahre Stadtentwicklung in 60 Ordnern – dieses Geschenk macht der ehemalige Stadtrat Manfred Proksch seiner Stadt Günzburg. Er bezeichnet sich selbst als „Sammler und Jäger“. Stadtarchivar Raphael Gerhardt freut das, sind doch Unterlagen aus der neuesten Geschichte der Stadt im Archiv bislang eher Mangelware.

Die Inhalte der 60 Ordner umfassen im Wesentlichen den Zeitraum der Stadtratstätigkeit Prokschs von 1996 bis 2020 und zeigen ein breites Spektrum kommunalpolitischer Themen auf, von A wie „Autobahnbau“ oder „Ansiedlung Ikea“ bis Z wie „Zweckverband Areal Pro“ oder „Zukunftsplanung Innenstadt“. Die Sammlung bietet ab sofort einen schnellen ersten Zugriff auf wichtige Themen der Stadtentwicklung und -politik während dieses Zeitraums, heißt es in der Mitteilung aus dem Rathaus. Außerdem gibt sie einen guten Einblick in die Arbeit eines Stadtrats: Welche Informationsquellen nutzt er und welche Informationen stehen ihm zur Verfügung, um sich eine Meinung zu einem Thema zu bilden? Die Unterlagen im Stadtarchiv zeigen also, wie Kommunalpolitik in Günzburg funktioniert(e). Selbstverständlich offenbaren die Ordner auch, für welche Themen sich Manfred Proksch stärker interessierte, wo er sich persönlich engagierte, zum Beispiel die Südumgehung Günzburg, die Städtepartnerschaften oder die Stadtwerke.

Das Stadtarchiv bewahrt die Unterlagen dauerhaft auf, erschließt sie für die Forschung und macht sie zugänglich. Das heißt, sie stehen nach Ende der 30-jährigen Archivschutzfrist jedem Bürger zur Verfügung.

Das Günzburger Archiv hat die Aufgabe, das gesamte städtische Leben zu dokumentieren. Wenn jemand also Unterlagen, Fotografien, Filmaufnahmen oder Ähnliches zuhause hat, die für die Stadtgeschichte interessant sein könnten, darf er oder sie sich jederzeit gerne beim Stadtarchiv melden, betont die Verwaltung. (zg)

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