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Burgau

21.07.2020

Abgesagt: Im nächsten Jahr wird in Burgau kein Historisches Fest gefeiert

Zuletzt war das Historische Fest in Burgau 2017 gefeiert worden. Die nächste Auflage wird sich verschieben.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Den Verantwortlichen in Burgau ist das Risiko wegen Corona zu groß. Jetzt wurde der Stadtrat informiert. Aber es gibt dabei auch eine gute Nachricht.

Eigentlich hätte im nächsten Jahr wieder das Historische Fest in Burgau gefeiert werden sollen. Daraus wird aber nichts. Bürgermeister Martin Brenner ( CSU) und Kulturamtsleiter Stefan Siemons haben am Dienstagabend den Stadtrat darüber informiert, dass die Veranstaltung für 2021 abgesagt ist.

Im Kulturausschuss sei man sich über die Notwendigkeit bereits einig gewesen - einen formellen Beschluss brauche es aber noch -, und jetzt hätten dem auch die maßgeblich beteiligten Aktiven bei einer Besprechung zugestimmt. Es wolle unter den derzeitigen Vorzeichen keiner wagen, und jetzt erst mit den Planungen zu beginnen, wäre auch sehr knapp. Das Fest lebe von der Unbeschwertheit, sagte Siemons, und dass es die im nächsten Sommer wieder gebe, könne man sich gerade nicht vorstellen.

Abgesehen davon, dass solche Großveranstaltungen nach wie vor verboten sind, wäre der Aufwand mit den geltenden Auflagen zu groß, um das Fest (seitens der Vereine) wirtschaftlich durchführen zu können. Und keiner wisse, was im nächsten Jahr erlaubt sein wird und was nicht. „Es ist eine gute Entscheidung“, meinte der Kulturamtsleiter. Bis Ende des Jahres werde es ein weiteres Treffen geben, um zu beraten, ob man schon mit den Vorbereitungen für 2022 beginnen soll. Denn die Veranstaltung wird nicht komplett aufgegeben, sondern auf die Zeit vom 21. bis 25. Juli im übernächsten Jahr verschoben.

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Die Stadt Burgau zahlt für Kindergarten-Ausweichquartiere

Nach einer etwas längeren Diskussion hat der Burgauer Stadtrat in seiner Sitzung Regeln für Ausweichquartiere beschlossen, die während des Neubaus des katholischen Kindergartens Heilig Kreuz nötig sein werden. Unter anderem die Lehrerwohnung in Unterknöringen, das Pfarrheim und das Pfarrhaus werden dafür herangezogen. Im Pfarrheim sind bereits Kinder des Kindergartens „Purzelbaum“, die Lehrerwohnung wird ebenfalls dafür umgebaut. Aus drei möglichen Varianten hat der Rat die gewählt, die für die Stadt die geringsten Kosten bedeutet.

Unter der Bedingung, dass man nicht auch noch für den Rückbau des Pfarrhauses zahlen muss – worauf Ralf Stambusch (CWG) pochte –, soll sich die Kirche mit 20 Prozent der Kosten an Pfarrhaus, Pfarrheim und Lehrerwohnung beteiligen. Die Stadt trägt den Rest – sofern nicht sonst jemand einspringt, was der Bürgermeister aber für unwahrscheinlich hält. Zusätzlich muss die Kirche eine monatliche Miete von knapp 894 Euro (ohne Nebenkosten) beisteuern. Sollte der Umbau des Pfarrhauses teurer als 170.000 Euro werden, teilen sich Kirche und Stadt die anfallenden Mehrkosten.

Alle Innenräume des Schlosses können für Trauungen genutzt werden

Es sei auch eine Containerlösung geprüft worden, sagte Martin Brenner, diese wäre aber deutlich teurer. Manfred Kramer (SPD) sprach sich dafür aus, dass die Stadt das Pfarrhaus später kauft, wenn man jetzt schon viel Geld in den Umbau stecke, bevor es dann wieder in das Eigentum der Kirche übergehe. Man werde schließlich für eine Erweiterung der Grundschule einmal entsprechende Räume benötigen.

Für eine TV-Befahrung des Kanalnetzes in Oberknöringen wird die Stadt gut 99.000 Euro ausgeben. Die Ausschreibung für die Brandschutztüren für den Umbau des Kindergartens „Mindelzwerge“ wird aufgehoben, da es nur ein Angebot gebe und das deutlich über den geschätzten Kosten liegt. Der Bauausschuss wurde vom Rat ermächtigt, bei der nächsten Sitzung eine freihändige Vergabe vorzunehmen, da es eile. Keine Einwände gab es dagegen, den Bebauungsplan für das Gebiet „Auf der Bleiche“ zu ändern, um dort eine Pflege-Wohnanlage zu ermöglichen. Außerdem stimmte das Gremium zu, dass das komplette Schloss mit Ausnahme der Außenanlagen künftig für standesamtliche Trauungen genutzt werden kann.

Ärger über zugeparkte Straßen in Burgau

Nach einem Vortrag von Manuela Sing von Donautal Aktiv zu neuen Wohnformen hat der Rat bei Gegenstimmen dafür votiert, Interesse zu bekunden, sich an einem Entwicklungsnetzwerk für das Projekt zu beteiligen. Die endgültige Entscheidung muss aber noch getroffen werden. Ralf Stambusch sagte anschließend, dass er dagegen gestimmt habe, weil er sich „überfallen“ fühlte. Es habe geheißen, man werde nur informiert, und dann habe man abstimmen müssen, ohne vorab Zeit und Informationen gehabt zu haben. Hermann Mühlbauer (ABB) schloss sich dem an. Bürgermeister Brenner akzeptierte die Kritik und gelobte „Besserung“.

Nach dem Hinweis aus dem Gremium auf zugeparkte Straßen, was gerade der Feuerwehr und landwirtschaftlichen Fahrzeugen das Durchkommen erschwere, sicherte Stadtbaumeister Werner Mihatsch zu, das zu prüfen, auch mit der Polizei. Es brauche ein Konzept, das aber auch dann Bestand haben müsse, wenn sich Anwohner bei Ratsmitgliedern beschwerten. Auch müsse man bedenken, dass parkende Fahrzeuge den Verkehr verlangsamten. Gegebenenfalls müsse sich der Bauausschuss selbst ein Bild von der Situation machen.

Einen Tagesordnungspunkt hätten die Freien Wähler gerne vom nicht öffentlichen in den öffentlichen Teil geholt, die Mehrheit des Rats war dagegen. Brenner hatte zuvor erklärt, dass man ein (inzwischen geführtes) Gespräch habe abwarten wollen und dass es sich um Vertragsangelegenheiten handele.

Lesen Sie hier, wie das Historische Fest in Burgau 2017 ablief:

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