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Ichenhausen

01.05.2020

Abschied von sieben Stadträten in Ichenhausen

Mit dem wegen Corona notwendigen Sicherheitsabstand auf der Bühne der Friedrich-Jahn-Halle verteilt: die in Ichenhausen verabschiedeten Stadträte (von links) Hans-Joachim Hofmann, Michael Thierer, Barbara Kempfle, Georg Abt, Ortssprecher Roman Gepperth und Ottmar Sauter. Der ebenfalls verabschiedete Markus Spengler war entschuldigt.
Bild: Wolfgang Kahler

Warum Bürgermeister Robert Strobel die Ehrenurkunden in der Friedrich-Jahn-Halle nicht persönlich übergibt.

In der weitläufigen Mehrzweckhalle des Ichenhauser Schulzentrums sitzen Bürgermeister und Stadträte ziemlich distanziert. Wie in anderen Kommunen schlagen die Corona-Einschränkungen voll durch. In der letzten Sitzung der laufenden Amtsperiode verabschiedet der wieder gewählte Rathauschef Robert Strobel die ausscheidenden Ratsmitglieder – allerdings ohne persönlichen Handschlag.

Auf einem Tisch an einer Seite der Halle sind bei der letzten Sitzung der Legislaturperiode sieben Urkunden aufgestellt. Die gerade verabschiedeten Stadträtäte müssen sie sich eigenhändig abholen, ebenso wie die Präsente der Kommune. Das sind die besonderen Begleitumstände der aktuellen Corona-Krise, die einen Sicherheitsabstand erfordern.

Drei Stadträte waren 18 Jahre lang im Gremium

Bürgermeister Strobel erinnerte an den Einzug der Ratsmitglieder, von denen drei ihr Ehrenamt bereits vor 18 Jahren angetreten haben. „Damals fand die Sitzung nicht in der Friedrich-Jahn-Halle und auch nicht im neuen Saal statt“, sagte Strobel, „sondern im Anbau des Oberen Schlosses“, dem Rathaus der Stadt. Strobel sagte, dass die Bürger ihre Anliegen bei den Räten „in guten Händen wussten“.

Eine Stadt, eine Gemeinde sei der Raum, in dem tatsächlich Politik mit den Einwohnern gemacht werde, so der Bürgermeister. Es sei von den Räten praktizierte, gelebte Demokratie. Alle habe es betroffen gemacht, dass die „Politik insgesamt“ in den vergangenen Jahren an Ansehen eingebüßt habe, doch dem hätten die Ehrenamtlichen mit ihrem Engagement „prima dagegen gehalten“.

Die Ratsmitglieder hätten manch heißes Eisen angepackt und sich damit nicht nur Freunde gemacht. Es sei zwar nicht immer geglückt, zu einer für alle Bürger zufriedenstellenden Lösung zu kommen, sagte Strobel, Kompromisse und Fehlschläge gehörten aber ebenso zur Politik wie Erfolge.

Ottmar Sauter kandidierte in Ichenhausen aus Altersgründen nicht mehr

Drei Legislaturperioden, also 18 Jahre, gehörten Barbara Kempfle, Ottmar Sauter und Markus Spengler dem Gremium an – eine beinahe „unglaublich lange Zeit“, sagte der Rathauschef. Kempfle und Spengler haben den Wiedereinzug bei der Kommunalwahl im März verpasst, Sauter hatte aus Altersgründen nicht mehr kandidiert. Er war von 2009 bis 2020 Sportreferent des Stadtrates und von 2011 bis 2020 Chef der CSU-Fraktion. Von 2005 bis 2011 war Spengler sein Vorgänger in dieser Funktion. Besonders in Erinnerung blieb Strobel der Anruf Spenglers im November 2013, als der ihn schon morgens um 6.30 Uhr zur Bürgermeister-Wahl gratulierte, weil der Mitbewerber damals ausgestiegen war.

Barbara Kempfle war zwölf Jahre Referentin für Freibad und Erholung im Ichenhauser Rat und von 2014 bis 2020 zusammen mit dem Bürgermeister zuständig für das Verkehrswesen. Sie habe sich besonders für die Einführung von Tempo-30-Zonen in der Stadt eingesetzt, sagte Strobel.

Weitere langjährige Ratsmitglieder waren Georg Abt und Hans-Joachim Hofmann mit jeweils zwölf Jahren, gefolgt von Michael Thierer (sechs Jahre) und Hochwangs Ortssprecher Roman Gepperth, der im März zum neuen Bibertaler Bürgermeister gewählt worden ist.

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