Newsticker

So viele wie noch nie: Mehr als 10.000 Neuinfektionen in Deutschland
  1. Startseite
  2. Lokales (Günzburg)
  3. Älter werden in Rettenbach

Gemeinderat II

20.05.2015

Älter werden in Rettenbach

Viele Bürger wollen auch im Alter zu Hause sein.

Der Landkreis unterstützt den Ort bei einem Konzept

Markus Müller von der Seniorenfachstelle am Landratsamt Günzburg hat während der Sitzung des Rettenbacher Gemeinderates, wie zuvor in anderen Gemeinden auch, das Thema Quartierskonzept vorgestellt. Wichtige Fragen dabei waren: „Wie stellen wir uns das Altwerden in Rettenbach vor? Was sind die Bedürfnisse? Was könnte man besser machen?“ Denn auch an Rettenbach geht der demografische Wandel nicht vorbei.

Mit der Teilnahme am seniorenpolitischen Gesamtkonzept seit 2008, dem mittlerweile sehr gut angelaufenen Projekt „Jung hilft Alt“ und dadurch, dass es seit 2009 einen Seniorenreferenten gibt, wurde in der Gemeinde bereits einiges unternommen. Regelmäßig wird auch das Weißwurstfrühstück angeboten und am 28. Juni wird der Carnevals-Club Harthausen in der Gemeindehalle wieder einen Tanztee veranstalten. Was aber wird 2030 sein? „Je älter wir werden, um so mehr Pflegebedarf wird da sein“, erklärte Markus Müller. Es gehe nicht um den Bau von Seniorenheimen, sondern um die gesellschaftliche Entwicklung im Ort.

Immerhin: Fast 90 Prozent der befragten Bürger wollen auch in zunehmendem Alter zu Hause wohnen bleiben. Die Bedürfnisse, angefangen von barrierefreien Friedhöfen, Seniorentreffpunkten und Dorfläden, Wohnprojekten auch mit kleinräumigen Wohnraum, bis hin zum Dorfbrunnen als Treffpunkt, seien von Gemeinde zu Gemeinde verschieden. Der Kreis unterstützt einen durch die Seniorenfachstelle begleiteten Arbeitskreis zur Entwicklung eines gemeindlichen Quartierskonzepts mit bis zu 2500 Euro. Das Ziel ist der Erhalt des selbstbestimmten Wohnens sowie die Stärkung von Eigeninitiative und gegenseitiger Hilfe.

Menschen mit Hilfe- und Unterstützungsbedarf sollen möglichst lange im vertrauten Wohnumfeld bleiben. „Die Zukunft haben wir alle miteinander in der Hand“, sagte Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast. Auch in Rettenbach ist der Zuspruch da. Die Gemeinde wird sich nun ebenfalls für einen Zuschuss für das Quartierskonzept mit Arbeitskreis bewerben. (wpet)

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren