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Rettenbach

17.12.2019

Ärger über parkende Fahrzeuge in Rettenbach

Bis vor Kurzem kam es in der Rettenbacher Von-Riedheim-Straße bei der neuen Wohnanlage immer wieder zu Behinderungen durch parkende Fahrzeuge. Wenn es so bleibt, wie am gestrigen Vormittag, würde die Gemeinde auf ein Halteverbot verzichten.
Bild: Peter Wieser

In der Von-Riedheim-Straße in Rettenbach wird oft sogar der Gehweg als Parkplatz genutzt. So werden Rettungsfahrzeuge behindert. Was die Gemeinde dagegen tun will.

Seit Errichtung der neuen Wohnbebauung kommt es in der Von-Riedheim-Straße in Rettenbach verstärkt zu Behinderungen durch parkende Fahrzeuge. Sowohl Bürger, wie auch das Unternehmen für den bevorstehenden Winterdienst hatten darauf hingewiesen.

Auf Höhe der neu errichteten Wohnanlage wird beidseitig entlang der Straße, oftmals auf der ganzen Länge geparkt. Sogar der komplette Gehweg wird als Parkplatz benutzt, Fußgänger müssen teilweise auf die Straße ausweichen. Bürgermeisterin Sandra Dietrich-Kast (CSU) hatte in der Sitzung des Rettenbacher Gemeinderats den Sitzungsvorlagen entsprechende Bilder beigefügt, die dies bestätigten. Nicht nur Feuerwehr und Rettungsdienst, selbst normale Autos hätten in manchen Fällen Mühe, durchzukommen, so die Bürgermeisterin. Es habe bereits einen Vor-Ort-Termin mit einem Vertreter der Polizeiinspektion Burgau gegeben, dieser habe auf Höhe der neuen Wohnbebauung das Einrichten eines beidseitigen absoluten Halteverbots empfohlen.

In der Von-Riedheim-Straße könnte ein Halteverbot veranlasst werden

Verstärkt werden solle dies durch Zickzack-Linien auf der Fahrbahn. Gleichzeitig habe sie sich an die Eigentümer der Wohnanlage gewandt, die sich wiederum die Mühe gemacht hätten und auf die Mieter zugegangen seien. Diese hätten Einsicht gezeigt und es sei zugesichert worden, dass künftig keine Fahrzeuge mehr Verkehr und Fußgänger behindern würden. Ihr Vorschlag sei, das Ganze zunächst zu beobachten. Sollte dies nicht funktionieren, bat die Bürgermeisterin um die Berechtigung, in Absprache mit der Polizei die entsprechenden Schritte für ein Halteverbot zu veranlassen.

Ärger über parkende Fahrzeuge in Rettenbach

Dem stimmten die Räte zwar zu, Gemeinderatsmitglied Werner Brenner (CSU) bemerkte jedoch, dass dies auch kontrolliert werden müsse. Dann müssten entsprechende Hinweise an die Polizei erfolgen, entgegnete die Bürgermeisterin, die gleichzeitig an einen Beschluss zu dem Thema kommunale Verkehrsüberwachung erinnerte. Seinerzeit hatte sich der Rettenbacher Gemeinderat nicht mehrheitlich dazu entschieden, von dieser Möglichkeit, sowohl im Hinblick auf den fließenden, als auch auf den stehenden Verkehr, Gebrauch zu machen.

Gemeinde nimmt Stellung zur Fortschreibung des Regionalplans Donau-Iller

Auch die Gemeinde Rettenbach wird zur Gesamtfortschreibung des Regionalplans Donau-Iller Stellung nehmen. Bauamtsleiter Stephan Uano ging zunächst auf die darin festgelegten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete ein.

In Vorranggebieten sind bestimmte raumbedeutsame Funktionen vorgesehen. Andere Raumnutzungen sind, soweit diese mit den festgelegten Nutzungen und Funktionen nicht vereinbar sind, ausgeschlossen. In Vorbehaltsgebieten dagegen haben festgelegte Funktionen und Nutzungen ein besonderes Gewicht bei der Abwägung mit konkurrierenden raumbedeutsamen Nutzungen. Hinsichtlich der im Regionalplan dargestellten Vorrang- und Vorbehaltsgebiete bittet die Gemeinde Rettenbach um Berücksichtigung ihres erst vor einiger Zeit in Kraft getretenen Flächennutzungsplans, speziell zu den Punkten Land- und Forstwirtschaft sowie regionale Grünzüge.

Gemeinden sollen beim Bahnausbau miteinbezogen werden

Damit möchte die Gemeinde bei künftigen Bauleitplanungen eventuell auftretende Probleme vermeiden. Weiter soll der Bereich des ehemaligen Wasserschutzgebiets Rettenbach im Regionalplan als Vorranggebiet Wasservorkommen berücksichtigt werden.

In der vorangegangenen Sitzung des Bau- und Umweltausschusses wollte Franz Feil (CSU) wissen, ob es denn aktuelle Pläne der Deutschen Bahn zur Streckenführung zwischen Augsburg und Ulm gebe. Es seien Vertreter zu einem Gespräch erschienen, erklärte die Bürgermeisterin. Nähere Informationen habe man nicht erhalten. Es sei aber zugesagt worden, dass die entsprechenden Gemeinden in die Planungen mit einbezogen würden.

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