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Kreis Günzburg

30.05.2017

Alko Fahrzeugtechnik: Der Investor wechselt

Der Hauptsitz der Alko Fahrzeugtechnik in Kleinkötz (Landkreis Günzburg).
Bild: Alko

Die US-Investmentgesellschaft KPS übernimmt von der Sterling-Gruppe. Dadurch könnten die Expansionspläne beflügelt werden, da der neue Mehrheitseigner als überaus finanzstark gilt.

Spannende Nachrichten aus den USA: KPS Capital Partners, ein amerikanisches Investmentunternehmen, wird vorbehaltlich aller Genehmigungen Mehrheitsaktionär von Dexko Global. Darunter sind dann auch die Tochtergesellschaften, also auch die Alko Fahrzeugtechnik. Das hat in Kötz, dem Hauptsitz der Fahrzeugtechnik, keineswegs Irritationen ausgelöst. Im Gegenteil: Die KPS ist mit Vermögenswerten von 5,3 Milliarden US-Dollar dem Vernehmen nach finanziell potenter als die ebenfalls US-amerikanische Sterling-Gruppe, die bislang Mehrheitseigner ist.

Harald Hiller, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Alko Fahrzeugtechnik, fasst das so zusammen: „Die Partnerschaft mit KPS ist ein weiterer Schritt, um Dexko und somit die Alko Fahrzeugtechnik zukunftssicher zu positionieren. Davon unberührt bleiben die jahrelang gewachsenen Werte und Traditionen der Alko Fahrzeugtechnik. Sämtliche Partner und Kunden werden wie bislang betreut. Das Management und die bisherigen Ansprechpartner bleiben erhalten.“

Der Umsatz soll sich binnen drei Jahren fast verdoppeln

Das Ziel von Dexko bleibt unverändert bestehen: In drei Jahren soll ein Umsatz von zwei Milliarden US-Dollar erwirtschaftet werden. Im Augenblick liegt man bei 1,1 Milliarden. Das wird nur mit weiteren Übernahmen größerer Konkurrenten möglich sein. Und dass KPS ausreichend Kapital für künftige Investitionen zur Verfügung stellen wird, gilt als überaus wahrscheinlich.

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Fred Bentley, Geschäftsführer der Dexko-Mutter sagt: „Wir freuen uns auf die Kooperation mit KPS, durch die wir unsere Position als weltweit führender Anbieter von hochentwickelten Trailerachsen, Chassisbaugruppen und verwandten Komponenten weiter ausbauen können. KPS teilt unseren Anspruch, den Kunden stets eine unvergleichliche Qualität, innovative Technologien und herausragenden Kundenservice zu bieten – was die KPS-Investitionen der letzten 20 Jahre eindrucksvoll belegen.“

 

Alko Fahrzeugtechnik ist in den Geschäftsfeldern Reisemobile, Caravan, Anhänger, Nutzfahrzeuge, Kunststofftechnik und Dämpfungstechnik aktiv. Das global agierende Technologie-Unternehmen hat über 40 Standorte in Europa, Südamerika, Asien und Australien. Das Camping- und Caravangeschäft läuft nach wie vor ausgesprochen gut. Nach Marktbeobachtern ist der Unternehmenswert in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen – und auch die Sterling-Gruppe dürfte durch den Verkauf ein sattes Plus eingestrichen haben. Über die finanziellen Rahmenbedingungen der Transaktion wurde zwischen den Geschäftspartnern Stillschweigen vereinbart. Der Abschluss wird bis Mitte des Jahres 2017 erwartet.

Raquel Palmer, Partner des künftigen Hauptanteilseigners KPS sieht für alle Beteiligten gute Perspektiven: „Mit Dexko Global beteiligen wir uns am Marktführer, der durch Qualität, Kundenservice und Produktinnovationen überzeugt.“ Als positives Signal wird zudem die Minderheitsbeteiligung des bisherigen Mehrheitsaktionärs, der Sterling-Gruppe, gewertet. „Das bestätigt das Wachstums- sowie Wertschöpfungspotenzial von Dexko Global“, sagt Palmer.

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