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Burgau

28.08.2017

An die Einkaufswagen, fertig, los!

Nach drei Minuten hatte Melanie Maidorn-Blüher Waren im Wert von über 680 Euro ihrem Einkaufswagen. Links im Bild: Verena Jäckle von der Verkaufsleitung des Supermarktes, die exakt die Zeit kontrollierte.
Bild: Peter Wieser

Fünf Supermarkt-Kunden durften wenige Minuten umsonst shoppen. Welche Taktik sie dabei wählten.

Wie kann man mit seinem Einkaufswagen nur so durch den Supermarkt rennen? Etwas ungewöhnlich war dies für den einen oder anderen am Samstag schon. Der Grund: Einkaufen nach Herzenslust und ohne zu bezahlen – allerdings nur für drei Minuten. Für fünf Lidl-Kunden wird der Traum wahr. Sie sind die Gewinner des Gewinnspiels nach der Wiedereröffnung des Burgauer Discounters und stehen natürlich auch pünktlich um 9 Uhr, jeder mit einem Einkaufswagen bewaffnet, am Eingangsbereich. Melanie Maidorn-Blüher und Andreas Stark, beide aus Burgau, Claudia Waigel aus Jettingen, Irene Gebert aus Konzenberg, sowie Carolin Ebersbach aus Rettenbach.

Ein paar Regeln gibt es allerdings schon zu beachten: Nicht in den Einkaufswagen dürfen Spirituosen, Zigaretten oder Prepaid-Telefonkarten und maximal nur eine der nächstgrößeren Verpackungseinheit eines bestimmten Artikels. Klar: Bei 20 Zwölfer-Packungen Kaffee wäre der Wagen in kürzester Zeit voll und für die anderen stünde dieses Produkt nicht mehr zur Verfügung. Dafür darf der aufklappbare Getränkekastenhalter als zusätzliche Ablage mit genutzt werden. Also: gleiche Chancen für alle.

Doch was packt man alles in den Einkaufswagen, wenn es nichts kostet? „Dabei sein ist alles. Was drin ist, ist egal“, sagt Melanie Maidorn-Blüher lachend. Wahllos befüllen werde sie ihren Wagen nicht, sondern vielmehr damit, was sie auch sonst einkaufe. Halt rein räumen was geht. Für Claudia Waigel ist erst einmal wichtig: Nutella für ihre Kinder und Kaffee auf Vorrat. Für jeden der Gewinner fällt nacheinander der Startschuss und sie jagen los. Und: Die Strategie ist bei allen die gleiche. Auch wenn der Einkauf zunächst als ein rasantes Rennen zwischen den Regalen aussieht, jeder befüllt sein Wägelchen gezielt und mit System. Hineinpassen soll möglichst viel und es wäre ja doof, wenn der Fußboden plötzlich von den Bohnen einer heruntergefallenen und aufgeplatzten Packung übersät wäre. Erst den einen Gang „abgrasen“, dann den nächsten und so weiter. Ein paar Mal „weg, weg, weg“ rufen – und die anderen Kunden machen schmunzelnd den Weg für die Einkaufsrallye frei. Das funktioniert bestens.

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Und was sind die Renner? Süßes und Knabbereien, Olivenöl und Feta-Käse, Kaffee, Tee und Honig, und vor allem Wasch- und Körperpflegemittel. Mit einigen Werkzeugartikeln denkt Irene Gebert natürlich auch an ihren Mann und Andreas Stark hat seine Heckenschere. Tatsächlich haben alle das eingepackt, was man auch täglich benötigt. Natürlich auch das eine oder andere Besondere, was man eher seltener kaufen würde, wie den geräucherten norwegischen Lachs.

Nach den besagten drei Minuten ist das Rennen zu Ende. Verena Jäckle und Edgar Prediger, beide von der Verkaufsleitung des Supermarktes, haben exakt die Zeiten gemessen und natürlich auch aufgepasst, dass die Spielregeln eingehalten werden. Fast alle Artikel, die sie sich vorgenommen habe mitzunehmen, habe sie erwischt, verrät Carolin Eberhard zufrieden. Sie war übrigens nur „einen Euro und fünf Cent langsamer“ als Melanie Maidorn-Blüher. Immerhin: Zugeschlagen haben sie am Samstag mit Warenwerten zwischen 312,26 und 769,60 Euro. Die Freude galt nicht unbedingt der Höhe des Warenwerts, vielmehr waren es die vollgefüllten Einkaufswagen – und die hätten ruhig größer sein dürfen. Und ein bisschen verschnaufen war ebenfalls angesagt. Denn so ein Turbo-Einkauf strengt an.

Ähnliche Aktionen gab es übrigens auch schon bei anderen Filialeröffnungen. Laut Unternehmensangaben habe es ein Freishopper in Luisental geschafft, in drei Minuten Waren im Wert von rund 1500 Euro in den Einkaufswagen zu packen. Absoluter Spitzenreiter sei ein Kunde in Frankfurt mit sogar 1800 Euro gewesen.

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