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Bauarbeiten

08.05.2015

Anlieger zahlen weniger

Gemeinderat verändert Straßensanierungspläne in Silheim

Der Bibertaler Gemeinderat hat sich noch einmal mit dem Ausbau des Kanal- und Wasserleitungsnetzes mit Fahrbahnerneuerung in Silheim befasst. Denn nach den ursprünglichen Plänen hätten die Anlieger sehr viel zahlen müssen. Im St.-Urban-Weg würden die umlagefähigen Kosten für den Vollausbau zu 80 Prozent auf die Anlieger umgelegt. Bürgermeister Oliver Preußner erklärte: „Dort wohnen aber nur wenige, die Bauernhöfe haben große Grundstücke und im Endeffekt wird nur ein Anlieger voll abgerechnet. Die Kosten sind damit exorbitant hoch.“

Zusammen mit dem Ingenieur Klaus Habersetzer wurde nun nach einer Lösung gesucht. Sparpotenzial gibt es beim Bau der Fahrbahn. Es sei vertretbar, den St.-Urban-Weg als Wohnweg einzustufen, sagte Habersetzer. Dann könnten durch den Erhalt der bisherigen Frostschutzschicht und durch einmaliges, zehn Zentimeter hohes Asphaltieren die Bruttokosten von 67000 Euro auf 52000 Euro gesenkt werden. Dies beschlossen die Räte einstimmig. Ursprünglich geplant waren eine komplett neue Frostschutzschicht und ein zweimaliges, insgesamt 14 Zentimeter hohes Asphaltieren mit Trag- und Deckschicht.

Auch in der Abzweigung von der Ortsstraße, die Richtung Süden in einen Feldweg übergeht, wäre es nach den bisherigen Plänen für die Anwohner teuer gekommen. Die Straße sollte quasi zum ersten Mal gebaut und umgelegt werden. Hier sieht der Gesetzgeber eine Beteiligung der Anlieger zu 90 Prozent – bei Fahrbahnkosten von 36000 Euro und 5000 Euro für Straßenlampen. „Die Anlieger wünschen sich den Straßenbau nicht“, informierte Preußner die Räte. Aus diesem Grund und weil die Stichstraße eine reine Anliegerstraße ist, verzichten die Räte nun einstimmig auf die Straßenbaumaßnahme und erneuern nur Kanal- und Wassernetz.

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Im Gemeinderat ging es außerdem um das private Blockheizkraftwerk Stellefeld in Opferstetten. Die Planungen haben die nächste Hürde genommen. Eine Stunde lang arbeitete sich der Gemeinderat durch die vielen Punkte, die das Landratsamt zum Vorentwurf für die Änderung des Flächennutzungsplans und die Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans eingereicht hatte. Es ging um Immissionsschutz, technische Anlagendetails und Vorgaben zur fünf Meter breiten Eingrünung und zur Ausgleichsfläche am Waldsaum im Norden von Echlishausen.

Das Wasserwirtschaftsamt forderte eine Altlastenuntersuchung des Baugeländes, da dort in der ehemaligen Kiesgrube eine Bauschuttdeponie ist, die verfüllt wurde und weiter südlich noch weiter genutzt wird. Sollte Methangas gefunden werden, weil in der „Schutte“, wie es vor den strengen Deponie-Gesetzen üblich war, Hausmüll oder organisches Material abgeladen worden war, könnte das das Aus für den Bebauungsplan des Blockheizkraftwerks bedeuten. Eher gering schätzte man im Gemeinderat die Gefahr von Bombenblindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Grundstück ein, zumal das jetzige Bauvorhaben nicht in die Tiefe geht. Einstimmig billigte der Rat die Abwägungen des Planungsbüros, jetzt können die Entwürfe der beiden Pläne öffentlich ausgelegt werden.

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