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Günzburg

30.07.2019

Auch ein Günzburger rettete die Männer aus der Falkensteiner Höhle

Maximilian Fahr ist einer der Taucher, die an der Rettungsaktion in der Falkensteiner Höhle beteiligt waren.
Bild: Sammlung Fahr

Maximilian Fahr stammt aus Günzburg, ist Soldat - und war in der Falkensteiner Höhle im Einsatz, wo zwei Männer eingeschlossen waren.

Mehr als 90 Helfer waren von Sonntagabend bis Montagvormittag auf der Schwäbischen Alb im Einsatz, um zwei vom Wasser eingeschlossene Männer aus der Falkensteiner Höhle zu retten. Einer der Retter ist Maximilian Fahr. Der 29-Jährige lebte bis 2011 in Günzburg, wo noch immer seine Mutter wohnt. Er ist immer wieder gerne hier, denn er sei sehr heimatverbunden.

Er ist Zeitsoldat bei der Bundeswehr und als Kampfretter in Laupheim (Kreis Biberach) stationiert. Alarmiert wurde er über eine spezielle WhatsApp-Gruppe, denn er ist nicht nur privat Höhlenforscher auf der Alb, sondern auch passionierter Taucher. „Mein ganzes Leben dreht sich darum“, erzählt er unserer Redaktion.

Zuvor war er noch auf Sardinien gewesen

Am Sonntag war er gerade erst vom Höhlentauchen auf Sardinien zurückgekommen, als er die Meldung über den eingeschlossenen Höhlenführer und seinen Kunden erhielt. Als er um 20 Uhr an der Höhle eintraf, war der Kontakt zu den Männern bereits hergestellt, doch das Wetter wurde immer schlechter.

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Man entschied sich, den Höhlenführer zuerst rauszuholen, da er in besserer körperlicher Verfassung gewesen sei. Drei Tauchstellen mussten überwunden und eine Wand musste erklommen werden, gegen 24 Uhr hatte man es geschafft: Der Mann war draußen.

"Es war extrem ungemütlich und kalt"

Um seinen Kunden kümmerten sich vier Taucher, Maximilian Fahr war einer davon. „Wir haben Tee und Suppe gemacht und versucht, uns irgendwie zu wärmen“, berichtet er. „Doch es war extrem ungemütlich und kalt.“ Am nächsten Morgen kam die gute Nachricht, dass das Wasser um 40 Zentimeter gesunken war. Nach einem Crashkurs im Tauchen ging es dann mithilfe der Profis auch für den Kunden nach draußen.

Die Tauchausrüstung war gegen 10 Uhr gekommen, um 11 Uhr waren alle wieder am Tageslicht. Solch ein privater Einsatz, sagt Fahr, komme vielleicht einmal im Jahr vor – oder fünf Jahre gar nicht. Am 29. Juli 2018 aber habe er einen in einem Bergwerk Verunglückten reanimiert.

Lesen Sie dazu: Beide Wanderer aus Falkensteiner Höhle befreit

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