10.02.2018

Auf dem Prüfstand

Grabsteine müssen sicher stehen

Druck muss sein, rütteln genügt jedenfalls nicht mehr. Das gilt, so erfuhren die Ichenhauser Stadträte, jetzt bei der Standsicherheitsprüfung von Grabsteinen. Die Stadt zieht Konsequenzen aus der Rechtslage.

Bisher haben zwei Bauhofmitarbeiter an den Grabsteinen gerüttelt, mit Muskelkraft und ohne Messgerät. Gerade das kann aber laut Rechtssprechung gefährlich sein, wenn sich dabei Grabsteine lockern oder womöglich bei der Rüttelprobe umkippen.

Anerkannt sind jetzt zwei Prüfverfahren: Druckprüfungen nach den Richtlinien des Bundesinnungsverbandes des Deutschen Steinmetz-, Stein- und Holzbildhauerhandwerks oder der Gartenbau-Gerufsgenossenschaft. Der Ichenhauser Stadtrat hat deshalb auf Empfehlung des Hauptausschusses einstimmig beschlossen, die Standsicherheitsprüfung an eine Fachfirma zu vergeben. Sie wird künftig einmal im Jahr alle der circa 2400 Grabsteine nach der Technischen Anleitung zur Standsicherheit von Grabmalanlagen prüfen. Lediglich der Friedhof in Deubach ist von dieser Regelung ausgenommen, denn der wird nicht von der Stadt, sondern von der Kirche verwaltet. Pro Grabmal kostet das 70 Cent. „Das können wir selber nicht günstiger machen“, sagte Bürgermeister Robert Strobel.

Bei Gefahr gibt es einen gelben Aufkleber an den Grabstein, und dann wird die Verwaltung tätig, die den Grabinhaber informiert. Falls der sich nicht um die Sicherung des Grabsteins kümmert, beauftragt die Stadt ein Unternehmen damit und schickt dem Grabinhaber die Rechnung. Wenn aber ein Grabstein akut umzustürzen droht, dann rückt doch wieder der städtische Bauhof an und sichert den Grabstein provisorisch beispielsweise mit Holzpfählen – oder legt ihn gleich um. (ilor)

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