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Günzburg

26.02.2018

Auf die Spiele, fertig, los!

Luca (rechts) und Mika testen „Rudi Reck“ beim Spieletag in Günzburg.
Bild: Maria Gruber

Was eine Familie am Sonntag beim 14. Spieletag im Günzburger Forum am Hofgarten erlebt hat.

 „Du bist Orange“, sagt der 13-jährige Luca zu seinem achtjährigen Bruder Mika. „Nein, ich hab Gelb“, antwortet dieser. Die zwei haben am Sonntag beim 14. Spieletag im Günzburger Forum einige Spiele getestet. Im kleinen Saal des Forums befindet sich das Herzstück. Unzählige Brett- und Kartenspiele stehen, unterteilt in unterschiedliche Stationen, auf den Tischen und sind bereit, um ausprobiert zu werden.

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„Im Laufe der Jahre haben sich über 650 Spiele angesammelt“, erklärt Merle Kuhnert stolz. Sie ist Mitarbeiterin der Kommunalen Jugendarbeit Günzburg, die diesen Tag mithilfe der Volkshochschule Günzburg veranstaltet. Ziel des Spieletags sei es, „Brettspiele wieder in den Fokus zu rücken und Familien den Spaß am Spielen näher zu bringen“. Aber nicht nur Eltern mit ihren Kindern sind willkommen, auch andere Interessierte sollen vorbeischauen und Spiele ausprobieren. So gibt es einen extra Vhs-Spieletisch, an dem ehrenamtliche Mitarbeiterinnen mit Personen spielen, die alleine zu Besuch gekommen sind. Am Anfang bekommt jeder Besucher eine Nummer zugeteilt. Jedes Familienmitglied hat die gleiche Nummer. Luca und Mika sind mit ihrem Vater Thomas Hallmann und ihrer elfjährigen Schwester Mona beim Spieletag.

Ein Keller voller Brettspiele

Auf die Spiele, fertig, los!

Familienvater Thomas Hallmann und seine Kinder sind nicht zum ersten Mal dabei. „Meine Kinder sind mit Brettspielen von Zuhause her vorbelastet“, gibt der 51-Jährige lachend zu. „Unser Keller ist voller Spiele“, ergänzt Sohn Luca. Thomas Hallmann hat jahrelang Brettspiele gesammelt und findet das Konzept des Spieletags super: „Wir können so viele Sachen ausprobieren und testen, ob es für Zuhause taugt.“ Die erste Errungenschaft, welche ausprobiert wird, ist das Quiz „Gefragt Gejagt“, aus der gleichnamigen Quizsendung. Der 13-jährige Luca ist fleißig am aufbauen und erklären. Vater Thomas kann sich zurücklehnen. „Es ist schön, dass die Kinder ab einem gewissen Alter die Spiele selbst vorbereiten können“, meint er. Und dann geht es auch schon mit der ersten Fragerunde los. Der achtjährige Mika ist unzufrieden mit den, für ihn, zu schwierigen Fragen. Das Problem wird aber nach kurzer Zeit familienintern gelöst. „Manchmal muss man Spielregeln auch verändern können“, meint der Familienvater augenzwinkernd.

Ein paar Tische weiter hört man einen jungen Mann erklären: „Wenn wir mit dem Boot da ankommen, dann gibt es Steine.“ Zwei ehrenamtliche Helfer probieren das Spiel „Imhotep“ aus. Ziel des Spiels ist es, Pyramiden, Tempel und Obelisken zu bauen und es dem Namensgeber des Spiels nachzumachen. Sina Dippel, 20, aus Günzburg und Lucas Grau, 19, aus Rettenbach, haben dem Kreisjugendring beim Aufbau geholfen und lesen noch die Spielanleitung durch. Beide sind große Fans von Brettspielen. Lucas erklärt, dass er sogar besonders auf den Spieletag hingefiebert habe und als dann das Angebot kam, dass er hier aushelfen könne, war die Freude besonders groß.

Einfach alles ausprobieren

Zurück bei Familie Hallmann. Dort wurde ein neues Spiel angefangen: „Rudi Reck“. Die beiden Söhne Luca und Mika sind begeistert. Man muss einen Turner, der am Reck hängt, durch das Drücken eines Knopfes so in Bewegung bringen, dass dieser sich überschlägt, um dann im richtigen Momenteinen anderen Knopf zu drücken, damit der Turner das Reck loslässt. Klingt erst einmal kompliziert und ist es auch. Das Loslassen der Figur will nicht so recht funktionieren. Die beiden Jungs sind trotzdem von der Technik begeistert. Thomas Hallmann ist jedoch anderer Meinung: „Das würde mir nicht ins Haus kommen.“ Der Familienvater fügt hinzu, dass genau das das Tolle an dem Spieletag sei: Man könne alles durchprobieren, um dann auch die Erfahrung zu machen, dass manche Spiele vielleicht doch nicht so geeignet sind.

Bei dem 14. Spieletag in Günzburg wurde wieder viel gezockt und ausprobiert. Im nächsten Jahr findet der Spieletag zum 15. Mal statt. Merle Kuhnert von der Kommunalen Jugendarbeit Günzburg kann schon einmal sagen, dass „es auf jeden Fall etwas Besonderes geben wird“. Was genau sei aber noch nicht klar. Egal, was es ist, eines ist sicher: Es wird wieder ein großes Brettspielevent für Interessierte in jedem Alter.

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