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Leipheim

10.04.2015

Ausgesetzte Fische: Tierliebhaber bewarben sich sogar mit Teichfotos

Auf dem Leipheimer Fliegerhorst wurden Dutzende Fische ausgesetzt.
Bild: Dr. Karl Werner

Das Fischdrama von Leipheim hat für die überlebenden Tiere ein gutes Ende genommen.

Das Fischdrama von Leipheim hat für die überlebenden Tiere ein gutes Ende genommen: Nach den Berichten über die ausgesetzten Goldfische in unserer Zeitung haben sich Dutzende Tierfreunde gemeldet, die den Fliegerhorst-Fischen ein neues Zuhause geben wollen. Mittlerweile sind alle untergebracht und schwimmen in Teichen der Region.

Familie Werner hatte am Karfreitag 75 Gold- und andere Zierfische aus einem Wasserloch auf dem ehemaligen Fliegerhorstgelände gerettet, Dutzende lagen tot in der Wiese. Die Resonanz nach unseren Berichten war dann „überwältigend“, erzählt Stephanie Werner: Die Familie habe fast 50 Zuschriften von besorgten Tierfreunden erhalten, die sich bereit erklärten, einige oder teilweise sogar alle ausgesetzten Fische bei sich aufzunehmen. Sie kamen vor allem aus dem Raum Leipheim und Günzburg, aber auch aus Augsburg und aus dem Allgäu. Über das Internet erreichten die Familie sogar Anfragen aus dem Ausland.

„Auf diese Weise habe ich mit sehr vielen wunderbaren Leuten Kontakt schließen können, die sich allesamt mit großer Leidenschaft und auch Fachwissen um das Wohl ihrer Fische sorgen“, erzählt Stephanie Werner. „Viele haben uns Bilder von ihren Teichanlagen geschickt oder diese sehr anschaulich beschrieben, sodass wir tatsächlich für die Fische die besten Optionen auswählen konnten.“

Am Donnerstag – also nur zwei Tage nach dem ersten Bericht – sind „die letzten Fischlein in liebevolle Hände abgegeben worden“, sagt Werner. 71 Fische hat sie an neue Besitzer vermittelt – „ein paar, die uns besonders ans Herz gewachsen waren, durften in unseren eigenen Teich“. Sie habe überhaupt keinen Zweifel daran, dass es den Tieren in ihren neuen Domizilen sehr gut gehen wird, meint Werner zufrieden. Und sie betont: „Dies hat den Schock und die Trauer über unseren Fund schon fast wieder aufgewogen, denn es ist klar, dass auf jeden bösen Menschen mindestens zehn gute kommen, die sich dem entgegenstellen. Das ist ein schönes Gefühl.“

Stephanie Werner hofft, dass die Menschen nach diesem Vorfall jetzt wieder etwas mehr auf den Tierschutz achten – und dass er nicht nur Säugetiere, sondern zum Beispiel auch Fische betrifft. Die Polizei ermittelt wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz gegen unbekannt.

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