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Günzburg

02.04.2016

Bahnausbau: Wer zahlt die Zeche?

Die neue Trassenführung beim Bahnausbau sorgt weiter für Diskussionen.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die neue Trassenführung beim Bahnausbau sorgt weiter für Diskussionsstoff. Der DGB spricht von einem „Minuten-Zeitgewinnfetischismus“.

Sollen die Pendler und der Standort Region Günzburg die Zeche für den „Minuten-Zeitgewinnfetischismus“ der Deutschen Bahn bezahlen? Diese Frage stellt der Kreisvorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) Werner Gloning im Hinblick auf die im Bundesverkehrswegeplan enthaltene neue Trassenführung. Er warnt vor der Abkopplung des Günzburger Bahnhofs vom Fernverkehr.

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Gloning kritisiert, dass die Bahn sich zu der Diskussion nicht äußert und fragt, ob Günzburg durch „die Hintertür Bundesverkehrswegeplan“ ausgetrickst werden sollte. Die Bahn sei dringend eine Antwort schuldig, ob es ihr gleichgültig wäre, wenn Pendler und eine ganze Region massive Nachteile in Kauf nehmen müssten, falls IC-, EC- und auch die ICE-Züge, die jetzt in Günzburg halten, Günzburg künftig umfahren werden.

Fast schon als Affront betrachtet Gloning in diesem Zusammenhang die Position der Industrie-und Handelskammer für Augsburg und Schwaben. Als Vertreter der Interessen der heimischen Wirtschaft müsse die Kammer auch den Landkreis Günzburg und die Region im blick haben. Dass sich über Parteigrenzen hinweg eine Front gegen die Pläne der Bahn aufbaut, begrüßt Gloning.

Mit einem Schulterschluss will auch der Unabhängige Wählerblock (UWB) Günzburg eine drohende Abkopplung verhindern. „Die Bahn muss wissen, dass die Bevölkerung der Stadt und im gesamten Landkreis Günzburg gegen diese fatalen Pläne mit dramatischen Folgen für die gesamte Region kämpfen wird“, sagt UWB-Fraktionschef Hans Kaltenecker. „Nur wenn die Petition im Internet von einer großen Mehrheit getragen wird, dann haben wir eine realistische Chance die Weichen noch im letzten Moment umzustellen“, sagt die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Monika Küchle. Die UWB-Fraktion weist in einer Pressemitteilung auch darauf hin, dass der Bahnhof in Günzburg als Mobilitätsdrehscheibe mit viel Steuergeld ausgebaut worden sei. Eine Trasse parallel zur A8 sei nicht durchsetzbar, denn Leinheim, Denzingen und Wasserburg kämpften schon jetzt um eine Verbesserung des Lärmschutzes. (zg)

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02.04.2016

also das Problem ist doch nicht die Trassenführung im Bereich Günzburg, sondern dass dieser große Umweg über Augsburg endlich abgebaut und die Trasse direkt nach München führt! Das wäre effektiv für alle Fernreisenden, wenn sie nicht diesen elenden Zinken durch Augsburg hindurch müssten!

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