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Landkreis Günzburg

16.01.2019

Bakterien im Bubesheimer Trinkwasser

Das Wasser, das in Bubesheim derzeit aus den Leitungen kommt, stammt aus Leipheim.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Die Gemeinde wird derzeit von der Nachbarstadt Leipheim versorgt. Was die Ursache für die Probleme ist.

Wer in Bubesheim den Wasserhahn aufdreht, hat kein Bubesheimer Wasser im Glas. Seit drei Wochen bezieht die Kommune ihr komplettes Trinkwasser aus Leipheim. Das gab Bürgermeister Walter Sauter in der Gemeinderatssitzung bekannt.

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„Am 21. Dezember habe ich drei Stunden mit dem Gesundheitsamt telefoniert, nachdem in zwei Proben Bakterien gefunden worden waren“, erklärte Sauter. Noch am Heiligen Abend seien weitere acht Proben genommen und nach Langenau zur Untersuchung geschickt worden. Das Ergebnis: In Brunnen 1 und in einem Privathaushalt waren wieder Bakterien vorhanden. „Seither fließt dank der aus Fliegerhorst-Zeiten bestehenden Notwasserversorgung Leipheimer Wasser aus Bubesheimer Hähnen.“ Neuerliche Proben aus den Bubesheimer Brunnen seien am 3. Januar in Ordnung gewesen, „aber unsere Brunnen können erst dann wieder ans Netz gehen, wenn auch geklärt ist, wie die Bakterien ins Wasser kamen. Das ist Vorschrift.“

Wann wird wieder eigenes Wasser aus den Leitungen sprudeln?

Noch diese Woche finden laut Sauter Gespräche mit Gesundheitsamt, Wasserwirtschaftsamt, dem Fachbüro, das die Brunnen im Jahr 2018 regenerierte, und dem Wasserwart statt. Ursache für das Ungemach ist das Bakterium „Clostridium perfringens“. Es kommt im menschlichen und tierischen Darm vor, aber auch im Boden, in Wasser, Staub und Lebensmitteln. Der Keim gehört zur Gruppe der Gasbranderreger und ist äußerst robust. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit schreibt auf seiner Internetseite, dass im Trinkwasser Krankheitserreger, dazu gehört „Clostridium perfringens“, nicht in Konzentrationen enthalten sein dürfen, die zu einer Schädigung der menschlichen Gesundheit führen können.

Dass in Sachen Wasser Handlungsbedarf besteht, ist dem Gemeinderat spätestens seit der Novembersitzung bekannt, als Vertreter des Wasserwirtschaftsamts gleich einen ganzen Katalog an Maßnahmen auf den Tisch legten, um auch für die Zukunft die wasserrechtliche Genehmigung erlangen zu können. Jetzt sorgt „Clostridium perfringens“ für noch mehr Druck. „Auf der langen Todo-Liste stehen teure Analysen von Fachbüros, aber auch das komplette Leeren des Wasserbehälters im Wasserhaus“, so Bürgermeister Sauter. Wann das eigene Wasser wieder aus den Leitungen sprudelt, konnte Sauter nicht sagen.

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