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Günzburg

06.07.2020

Baustelle in Günzburg: Ab heute geht nichts mehr am Polizeiohr

Seit etwa drei Monaten ist der Bereich rund um das Günzburger Polizeiohr eine Baustelle. Ab Montag wird die Kreuzung komplett gesperrt.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Die verkehrsträchtige Kreuzung in Günzburg ist ab heute komplett gesperrt. Wie lange die Arbeiten noch dauern, was bisher getan wurde und wie die Umleitung aussieht.

Das Polizeiohr ist ein wichtiger und häufig überlasteter Verkehrsknotenpunkt in Günzburg. Tausende Fahrzeuge rollen täglich über die Kreuzung Augsburger Straße/Tulpenstraße/Rampe zur B16. Staus sind häufig die Folge – vor allem im Berufsverkehr. Doch damit soll in Kürze Schluss sein. Bis es so weit ist, müssen die Verkehrsteilnehmer aber noch einmal schwere Zeiten durchmachen. Ab Montag, 6. Juli, ist das Polizeiohr komplett gesperrt. Wie lange die Arbeiten dauern und was bisher geschah beziehungsweise noch geschieht.

Wie das Staatliche Bauamt Krumbach mitteilt, gehen die Bauarbeiten in die fünfte und zugleich letzte Phase der umfangreichen Maßnahme. Es werden die abschließenden Fräs-, Asphaltierungs- und Markierungsarbeiten durchgeführt, Verkehrsschilder müssen montiert werden. Außerdem wird die neue Ampelanlage in Betrieb genommen. Die Bauarbeiten sollen knapp zwei Wochen dauern. Bis einschließlich Freitag, 17. Juli, wird die Kreuzung voll gesperrt sein. Dann soll der Verkehr wieder fließen – und zwar nach Möglichkeit deutlich besser als zuvor.

Baustelle am Polizeiohr in Günzburg soll großräumig umfahren werden

Der gemeinsame Geh- und Radweg südlich der Augsburger Straße wird während der Dauer der Vollsperrung für Fußgänger und Radfahrer aufrechterhalten. Die Führung des Geh- und Radwegs ist durch eine entsprechende Wegweisung gekennzeichnet. Während der Vollsperrphase muss mit erheblichen Verkehrsbehinderungen gerechnet werden. Ortskundigen Verkehrsteilnehmern wird daher empfohlen, die Baustelle großräumig zu umfahren. Um den innerstädtischen Verkehrsfluss aufrecht zu erhalten, werden zwei Varianten in Fahrtrichtung Burgau (und umgekehrt) ausgeschildert.

So sehen die Umleitungen am Günzburger Polizeiohr aus.
Bild: Staatliches Bauamt Krumbach

Variante 1: Augsburger Straße – Sedanstraße – Krankenhausstraße – Geschwister-Scholl-StraßeB 16 (Richtung Dillingen) – Rampe B 16 (Richtung Augsburger Straße) – Ludwig-Heilmeyer-StraßeRobert-Koch-StraßeAugsburger Straße (St 2510 Richtung Burgau).

Variante 2: Augsburger StraßeDillinger Straße – Siemensstraße – Kreisverkehr B 16 (Richtung Ichenhausen) – Rampe B 16 (Richtung Augsburger Straße) – Ludwig-Heilmeyer-StraßeRobert-Koch-StraßeAugsburger Straße (St 2510 Richtung Burgau).

So ist die Zufahrt zum Wohngebiet Birket in Günzburg während der Sperrung möglich

Die Zufahrt zum Wohngebiet „Birket“ ist ausschließlich über folgende Routen möglich: In Richtung Burgau beziehungsweise von Burgau kommend (Tonnagebeschränkt auf sechs Tonnen) über die Tulpenstraße, Stegerwaldstraße, Riemweg, Fichtestraße, Kantstraße, Augsburger Straße (und umgekehrt).

In Richtung Innenstadt beziehungsweise von der Innenstadt kommend über die Tulpenstraße, Riemgraballee, Am Mittleren Stadtbach, Serafin-Stötter-Straße, Geisloherweg, Augsburger Straße (und umgekehrt).

Baumaßnahme am Günzburger Polizeiohr kostet etwa eine Million Euro

Wie berichtet startete die umfangreiche Baumaßnahme am Polizeiohr vor etwas mehr als drei Monaten, am 30. März. Bis zum Ende der Pfingstferien am 12. Juni sollte ursprünglich alles erledigt sein. Das Staatliche Bauamt bezeichnete den Zeitplan Ende Februar als ambitioniert, doch er konnte nicht ganz gehalten werden. Die Kosten für das Projekt wurden auf etwa eine Million Euro veranschlagt – die Stadt Günzburg zahlt etwa 580.000 Euro, wobei ein Teil davon noch gefördert wird – der exakte Betrag steht aber noch nicht fest. Der Freistaat Bayern selbst zahlt etwa 440.000 Euro für die Maßnahme.

Vom 6. bis zum 17. Juli 2020 wird die Kreuzung am sogenannten Polizeiohr in Günzburg in allen Richtungen gesperrt. Seit einigen Wochen wird der Kreuzungsbereich an der Augsburger Straße mit Tulpenstraße und B 16-Zubringer umgebaut. In den beiden Wochen der Vollsperrung soll die Asphaltdecke der Hauptfahrbahnen erneuert werden.
Bild: Bernhard Weizenegger

In den vergangenen Wochen und Monaten hat sich das Gesicht der Kreuzung stark verändert. Es kamen neue Abbiegespuren hinzu, welche den Verkehrsfluss erhöhen und dadurch die Stauprobleme vermindern sollen. Eine große planerische Herausforderung sei das begrenzte Platzangebot im Kreuzungsbereich. Grundstücksgrenzen oder gar komplette Gebäude können nicht einfach verschoben werden, ein Kreisverkehr war nicht möglich.

Intelligente Ampel wird in Günzburg installiert

Die Neugestaltung der Kreuzung betrifft aber nicht nur die Anzahl an Fahrspuren, sondern wirkt sich auch auf die Ampelanlage aus. Es wird eine sogenannte intelligente Ampel installiert. Diese erkennt mittels in der Fahrbahn eingelassener Induktionsschleifen, in welcher Richtung wie viele Autos stehen. Und je nach Bedarf werden die Grünzeiten in die eine oder andere Richtung länger oder eben kürzer geschaltet. Durch die bessere Ausnutzung von Grünphasen kann die Kapazität um einiges erhöht werden, so das Staatliche Bauamt Krumbach.

Lesen Sie dazu auch: Bald startet die Baustelle an der Kreuzung am Günzburger Polizeiohr

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