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Fasching

13.02.2018

Beste Stimmung beim Fähnrichsball

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Beste Stimmung auf dem Fähnrichsball der Jettinger Burkhardia. Der begann sogar pünktlich. Präsident Peter Potsch hatte nämlich eine große Uhr um den Hals hängen.
Bild: Peter Wieser

„Baumeister Hans“ bekommt in Jettingen-Scheppach rote Peperoni für mehr Würze in der Politik.

Schick waren sie allemal. Im schwarzen Frack und mit Zylinder waren die Fähnriche der Burkhardia samt Trommler und dem fahnenschwenkenden Hanswurst vor die Bühne gezogen. „Der Bürgermeister isch da, die Presse isch da, wir können pünktlich beginnen“, so eröffnete Burkhardia-Präsident Peter Potsch den Fähnrichsball am Faschingssonntag in der Jettinger Turnhalle.

Ganz wichtige Gäste hatte die Burkhardia ebenfalls nach Jettingen geholt: den Carnevals-Club Harthausen (CCH) samt Garden, Männerballett und Fanfarenzug. „Ich bin scho g’spannt, was ihr alles drauf habt’s“, fuhr Potsch fort. Die Antwort kam sogleich aus dem Publikum: mit munterem „Narrade juhu“ und „CCH Helau und Hurra“. Die Fähnriche nahmen ihre Fähnrichsbräute bei der Hand, traten an zum Fähnrichstanz und der Ball konnte beginnen. Eine Frage stellte sich doch: Warum hatte Präsident Potsch eine so große Uhr um den Hals hängen? Mit der habe ihn Bürgermeister Hans Reichhart versehen, gab Potsch zu – damit der Fähnrichsball auch pünktlich beginne. Gerüchten zufolge hätten die Burkhardia-Fähnriche die vergangenen Jahre nach der Fahnenübergabe auf den Straßen und in den Häusern zu lange umeinander gepfendert, um genügend Jettinger zum Ball zu locken.

Apropos Bürgermeister, oder vielmehr „Hans der Baumeister“: Der war ebenfalls gekommen – mit Latzhose, Meterstab und Bauhelm. Offensichtlich hatte er kurz zuvor noch seine Baustellen besichtigt. Lediglich seine weiß-blaue Krawatte ließ erkennen, wo er eigentlich hingehört: Der Luftballon in seiner Hand war rot, die Hose blau und sein Schutzhelm mit der Aufschrift „Scheef“ hatte gar eine gelbe Farbe. Und Schwarz? Fehlanzeige. Dafür erhielt „Baumeister Hans“ eine ganz besondere Ehrung: keinen Orden, sondern eine ganze Handvoll scharfer, roter Peperoni, verabreicht von den „Jettinger Urgesteinen“, verkleidet als pikante, feurige Pizzen. Ihre Dreingabe möge doch der Politik mehr Würze verleihen, wandte sich Urgestein Josi Götzlich an das Jettinger Oberhaupt.

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Überhaupt, was die Verkleidungen betraf: Die Jettinger und die Besucher von auswärts hatten sich nicht lumpen lassen: Die Turnhalle war fest in der Hand einer farbenfrohen Mischung aus Clowns, Piraten, Engeln, Teufeln und manch weiterer kunterbunter Wesen. Für die Tanzband BigBamBoo war es ein Leichtes, das ganze Völkchen auf die Tanzfläche zu verfrachten und dem CCH blieb lediglich, dem Ganzen das noch berühmte „i-Tüpfele“ draufzusetzen. Und das vollbrachte dieser mit perfekt inszenierten Auftritten tadellos. Die Halle brodelte und CCH-Präsident, oder vielmehr „Chrissident“ Christian Held, blieb nur zu sagen: „Ihr seid ein Mega-Publikum.“ Schade, dass nach der „Spirits of Colour“-Show das Programm zu Ende war. Es war ja inzwischen schon weit nach Mitternacht. Dafür konnten sich die Besucher noch eine ganze Weile lang auf der Tanzfläche austoben.

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