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Offingen

08.05.2019

Bürger fordert Tempo 30 in Schnuttenbach

Ernst Maguhn fordert eine 30er-Zone im Offinger Ortsteil Schnuttenbach. Eine erste Radarkontrolle stellte aber nur wenige Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Warum eine zweite Kontrolle dennoch nötig erscheint.
Bild: Bernhard Weizenegger

Wie schon zu Beginn des Jahres war die Geschwindigkeitsbegrenzung Thema im Marktgemeinderat Offingen. Eine erste Radarmessung stellte aber keine Geschwindigkeitsüberschreitungen fest. Eine weitere Radarmessung soll Aufschluss geben. Außerdem befasste sich das Gremium mit einer Brotzeitinsel.

Mit einer dicken Unterlagenmappe ist Ernst Maguhn bei den Bürgerfragen zu Beginn der Sitzung vor den Marktgemeinderat Offingen getreten. Mit lauter Stimme forderte er eine Geschwindigkeitsbegrenzung von Tempo 30 in Schnuttenbach. Dieses Thema kam an selber Stelle bereits im Januar dieses Jahres zur Sprache. Damals hieß es allerdings, dass eine 30er-Zone wegen zu hohen Verkehrsaufkommens auf der Dorfstraße in Schnuttenbach nicht möglich sei (wir berichteten).

Dennoch sieht Maguhn die Voraussetzung für Tempo 30 in Schnuttenbach gegeben: „In der Straßenverkehrsordnung steht, dass aus Gründen der Sicherheit Beschränkungen möglich sind.“ Dies treffe unter anderem zu, wenn sich ein Wohn- und Mischgebiet an der Straße befinde und die Rechts-vor-Links-Regel gelte, wie in Schnuttenbach der Fall. Und er fügte hinzu: „Die Zahl der Kinder und junger Familien hat sich erhöht, zwei Spielplätze befinden sich im Bereich der Straße und der Schulweg vieler Kinder führt an der Dorfstraße entlang.“ Außerdem werde das Rechts-vor-Links-Gebot oft missachtet.

Bürgermeister Wörz ist prinzipiell für Tempo 30

Eine von ihm von Mitte April bis Anfang Mai durchgeführte Umfrage ergab, dass von 182 befragten Personen nur zehn gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung seien. Am Ende übergab der Schnuttenbacher eine Unterlagenmappe an Bürgermeister Thomas Wörz (SPD) und stellte den Antrag, eine 30er-Zone erneut zu prüfen.

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Der Gemeindechef erklärte daraufhin, dass er prinzipiell für Tempo 30 sei, sich trotz der Umfrage aber nicht vorstellen könne, dass sich die Schnuttenbacher für ein Tempolimit aussprechen würden. Außerdem müssten die Vorschriften eingehalten werden; etwa dass der Durchgangsverkehr von geringer Bedeutung sein muss. „In Schnuttenbach ist er aber zu hoch“, sagte Wörz. Dies habe eine 2018 durchgeführte Zählung ergeben. Auch eine Geschwindigkeitsmessung habe nur wenige Überschreitungen feststellen können.

Dennoch wolle der Bürgermeister den Sachverhalt noch einmal prüfen, indem erneut ein Radargerät aufgestellt werden soll – diesmal allerdings ein unauffälligeres, sodass die Autofahrer nicht sofort abbremsen, wenn sie das Gerät sehen.

Tablets für die Gemeinderatsmitglieder

Mit drei Gegenstimmen sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die bisher gedruckten Sitzungsladungen auf digitale umzustellen. So könnten bis zu 100 Blatt Papier in jeder Sitzung pro Ratsmitglied vermieden werden, wie der Bürgermeister betonte. Bereits im Herbst 2018 erwarb die Verwaltungsgemeinschaft Offingen ein digitales Ratsinformationssystem, mit dem seither Sitzungsladungen und Niederschriften erstellt werden.

Für die digitale Umstellung ist es allerdings nötig, dass die Ratsmitglieder ein Tablet besitzen, auf dem sie die Unterlagen während der Sitzung sehen. Daher beschloss der Gemeinderat zudem, dass der Markt Offingen iPads mit Stift und einer Software für insgesamt je 500 Euro pro Tablet anschaffen soll, die den Ratsmitgliedern während ihrer Amtszeit kostenlos zur Verfügung gestellt werden. In Günzburg konnte sich Wörz schon ein Bild von der Software machen, da sie seit Anfang 2017 im Stadtrat genutzt wird.

Sein Stellvertreter Florian Haupeltshofer von den Jungen Bürgern begrüßte die digitale Umstellung, führte aber an, dass im Vorfeld eine Schulung wichtig wäre. Rüdiger Zischak (CSU) war es wichtig, über eine Versicherung nachzudenken, falls ein Gerät kaputt gehen sollte.

Gemeinderat genehmigt Generalsanierung des Pfarrheims St. Georg

Keine Einwände zur Generalsanierung des Pfarrheims der katholischen Kirchenstiftung St. Georg im Bereich des Pfarrer-Portenlänger-Platzes in Offingen hatten die Gemeinderäte und stimmten dem Bauantrag zu. Geplant ist unter anderem, dass die Außenmauern des Pfarrheims stehen bleiben, das Gebäudeinnere entkernt, das Erdgeschoss abgesenkt und ein neues Dach aufgesetzt werden.

Die Vorplanungen im Rahmen der Mindeltalstudie für das Hochwasserrückhaltebecken in Burgau sind abgeschlossen. Um die Projektplanungen auszuführen, sind Finanzierungsvereinbarungen zwischen dem Freistaat Bayern und den Mindeltalgemeinden nötig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf knapp 21 Millionen Euro. Die Mindeltalgemeinden müssen dazu knapp zwei Millionen Euro beisteuern, auf Offingen entfallen dabei etwa 162000 Euro. Der Gemeinderat beschloss einstimmig die Unterzeichnung der Finanzierungsvereinbarung.

Brotzeitinsel soll Donauradweg attraktiver machen

Ebenfalls einstimmig gaben die Ratsmitglieder einem Bauantrag zur Errichtung einer Brotzeitinsel am Donauradweg nördlich von Offingen statt. Das Regionalmarketing Günzburg habe auf das Leader-Projekt „Donautäler 2.0“ aufmerksam gemacht, das Infrastrukturmaßnahmen für Radwege fördert, erklärte Bürgermeister Wörz. Im Landkreis Günzburg soll damit die Attraktivität der Radwege gesteigert werden, eben auch mit sogenannten Brotzeitinseln in deren Nähe.

Die Hälfte der Baukosten werde durch das Leader-Projekt übernommen, meinte Wörz. Die Brotzeitinsel am Donauufer soll aus Holz mit Walmdach gefertigt werden und zwei Bänke und einen Tisch beherbergen. Auch Fahrradständer sind auf dem Grundstück geplant.

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