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Buntes aus Günzburg im Landtag

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Kommentar Von Till Hofmann
17.10.2018

Drei Abgeordnete aus dem Landkreis Günzburg ziehen in den neuen Bayerischen Landtag ein - der anders sein wird als zuvor.

Gewiss gefällt vielen aus gutem Grund die AfD nicht. Und es gibt genügend Situationen des Agierens und Agitierens dieser angeblichen Alternative für Deutschland, die den Anschein erwecken, dass die selbst gewählte Parteifarbe Blau nur ein kräftiges Braun überdeckt. Es liegt nun an Gerd Mannes, zu belegen, dass er nicht zum „völkischen“ Flügel der AfD gehört, was er mehrfach betont hat, sondern im Landtag für eine Politik eintritt, die konstruktiv-kritisch und nicht hetzerisch daherkommt.

Bunter, grüner wird es im Maximilianeum mit Maximilian Deisenhofer, der mit seinen 31 Jahren Dinge verständlich auf den Punkt bringt und das Zeug hat, in seiner Partei Karriere zu machen. Obwohl er für den benachbarten Stimmkreis Augsburg-Land-Süd als Direktkandidat ins Rennen gegangen ist, wird der gebürtige Krumbacher, der für den TSV Niederraunau Handball spielt und im Günzburger Kreistag sitzt, natürlich auch im Sinne seiner Heimat Landespolitik machen.

Das tut Alfred Sauter, CSU, seit vielen Jahren. Dabei nutzt er sein großes Netzwerk, das er sich über Jahrzehnte erarbeitet hat und das nach wie vor funktioniert. Die Verdienste dieses CSU-Politikers stehen außer Zweifel. Dass allerdings nun kritisch angemerkt wird, ob seine Personalpolitik in eigener Sache richtig war, muss er sich gefallen lassen. Sauter hat die Chance noch einmal genutzt, als Direktkandidat vermutlich ein letztes Mal in den Landtag zu kommen, den er so gut wie kaum ein anderer kennt. 

Sein Parteikollege Hans Reichhart musste mit einem Platz auf der Liste vorliebnehmen, was nach der anhaltenden Talfahrt der CSU nun das Ausscheiden aus dem Landtag bedeutet. Außer die Direktkandidaten in den 13 schwäbischen Stimmkreisen hat – anders als noch vor fünf Jahren – kein einziger Christsozialer den Weg ins Parlament über die Liste geschafft. Der schwache Trost für Reichhart: Auf der schwäbischen CSU-Liste landete der Noch-Staatssekretär auf Platz elf (ohne die Möglichkeit, Erststimmen zu bekommen) direkt vor Alfred Sauter. Die Zahl der Zweitstimmen für die beiden CSU-Politiker kann deutlicher kaum ausfallen: Sauter 3971, Reichhart 32498. Sauter ist dadurch nicht stärker geworden.

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